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    <name>Michael Gisiger</name>
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  <body_markdown># Apertus im Faktencheck: 300 Testfälle zur Schweizer höheren Berufsbildung

Beim HackApertus 2026 habe ich mit **Apertus Swiss HVET Eval** einen domänenspezifischen Benchmark für Apertus v1.5 8B entwickelt.

https://hackapertus.ch/

Die Leitfrage war bewusst eng gefasst: **Wie zuverlässig bildet ein Schweizer Sprachmodell zentrale Fakten, Strukturen, Abschlüsse und institutionelle Zuständigkeiten der höheren Berufsbildung ab?**

Dafür entstanden **300 deutschsprachige Q\&amp;A-Testfälle auf Basis von 100 verifizierten Fakten**. Neben Referenzantworten umfasst der Datensatz Quellen, Metadaten, verschiedene Fragetypen und gezielt formulierte Fehlannahmen bzw. Grenzfälle.

Die wichtigsten Resultate:

* **43,3 %** der 300 Antworten wurden vom automatisierten Judge als korrekt bewertet.

* In einer **manuell geprüften Stichprobe von 60 Fällen** waren **31,7 %** korrekt.

* Judge und menschliche Bewertung stimmten in **75,0 %** der Fälle überein.

* Cohen’s κ lag bei **0,515**.

Gerade der Unterschied zwischen automatischer und manueller Bewertung war methodisch interessant: Der LLM-Judge bewertete einige inhaltlich falsche Antworten zu grosszügig. Für Evaluationen reicht es also nicht, lediglich ein zweites Modell als „Richter“ einzusetzen – auch dessen Verhalten muss kontrolliert werden.

Das Projekt umfasst deshalb nicht nur die Modellantworten, sondern auch **Quellenprovenienz, Bewertungslogik, Human Validation und einen reproduzierbaren Workflow**. Mit `make run` lässt sich die eingefrorene Evaluation aus dem Repository reproduzieren.

Nach der Hackathon-Einreichung ist **CodeFloe wieder die kanonische Quelle des Projekts**. Dort sind Benchmark, Methodik, Resultate und technische Dokumentation offen verfügbar:

[CodeFloe: Apertus Swiss HVET Eval](https://codefloe.com/michaelgisiger/apertus-swiss-hvet-eval)

Für mich war das Projekt vor allem eine praktische Vertiefung in **LLM-Evaluation, Datenqualität und reproduzierbare KI-Evaluation** – und zugleich ein interessantes Fallbeispiel dafür, wie stark lokale Fachdomänen generische Sprachmodelle weiterhin fordern.</body_markdown>
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  <title>Michael Gisiger · 2026-10-21</title>
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Beim HackApertus 2026 habe ich mit **Apertus Swiss HVET Eval** einen domänenspezifischen Benchmark für Apertus v1.5 8B entwickelt.

https://hackapertus.ch/

Die Leitfrage war bewusst eng gefasst: **Wie zuverlässig bildet ein Schweizer Sprachmodell zentrale Fakten, Strukturen, Abschlüsse und institutionelle Zuständigkeiten der höheren Berufsbildung ab?**

Dafür entstanden **300 deutschsprachige Q\&amp;A-Testfälle auf Basis von 100 verifizierten Fakten**. Neben Referenzantworten umfasst der Datensatz Quellen, Metadaten, verschiedene Fragetypen und gezielt formulierte Fehlannahmen bzw. Grenzfälle.

Die wichtigsten Resultate:

* **43,3 %** der 300 Antworten wurden vom automatisierten Judge als korrekt bewertet.

* In einer **manuell geprüften Stichprobe von 60 Fällen** waren **31,7 %** korrekt.

* Judge und menschliche Bewertung stimmten in **75,0 %** der Fälle überein.

* Cohen’s κ lag bei **0,515**.

Gerade der Unterschied zwischen automatischer und manueller Bewertung war methodisch interessant: Der LLM-Judge bewertete einige inhaltlich falsche Antworten zu grosszügig. Für Evaluationen reicht es also nicht, lediglich ein zweites Modell als „Richter“ einzusetzen – auch dessen Verhalten muss kontrolliert werden.

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