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  <body_markdown>Eines der besten Papers zum Thema #KI, die mir in letzter Zeit untergekommen sind:

Erlei et al. (2026): *When Life Gives You AI, Will You Turn It Into A Market for Lemons? Understanding How Information Asymmetries About AI System Capabilities Affect Market Outcomes and Adoption*

Die Studie mit 330 Teilnehmenden zeigt, dass Menschen die Qualität von KI-Systemen oft nur unzureichend einschätzen können. Dadurch nutzen sie entweder unzuverlässige Systeme oder verzichten auf gute. Schon einfache Angaben zur Genauigkeit verbessern die Auswahl deutlich. Das erinnert an Akerlofs «Market for Lemons» (1970; adverse Selektion auf dem Markt für Gebrauchtwagen; Akerlof erhielt dafür 2001 den Nobelpreis): Wenn Käufer gute und schlechte Produkte nicht unterscheiden können, drohen schlechte Angebote die guten zu verdrängen. Die Studie weist allerdings keine solche Marktverdrängung nach, sondern untersucht individuelle Nutzungsentscheidungen.

https://dl.acm.org/doi/10.1145/3772318.3791420

Die wirklichen Herausforderungen sind nicht, ob wir morgen wegen KI dem Untergang geweiht sind oder wegen ihr im Paradies leben werden. Es sind die langweiligen, alltäglichen ökonomischen Probleme. Aber die gehen im Ganzen Noise der Boomer und Doomer unter – zum einseitigen Nutzen der Anbieter und zulasten der Kunden.</body_markdown>
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  <title>Michael Gisiger · 2026-11-07</title>
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Die Studie mit 330 Teilnehmenden zeigt, dass Menschen die Qualität von KI-Systemen oft nur unzureichend einschätzen können. Dadurch nutzen sie entweder unzuverlässige Systeme oder verzichten auf gute. Schon einfache Angaben zur Genauigkeit verbessern die Auswahl deutlich. Das erinnert an Akerlofs «Market for Lemons» (1970; adverse Selektion auf dem Markt für Gebrauchtwagen; Akerlof erhielt dafür 2001 den Nobelpreis): Wenn Käufer gute und schlechte Produkte nicht unterscheiden können, drohen schlechte Angebote die guten zu verdrängen. Die Studie weist allerdings keine solche Marktverdrängung nach, sondern untersucht individuelle Nutzungsentscheidungen.

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