Das Adventure âThe Black Mirrorâ ist ĂŒber 20 Jahre alt, was man an manchen technischen Aspekten wie etwa der Bildschirmauflösung (800 x 600) merkt. Dem SpielspaĂ hat es nicht geschadet.
An der Umsetzung kann man Kritikpunkte haben: Manche Animation der GesprĂ€chspartner ist unnatĂŒrlich zĂ€h, gerade zu Beginn ist das Vorankommen sehr dialog- und wegelastig (man ĂŒbt bald den Doppelklick, um schneller von A nach B zu kommen). AuĂerdem ist das Spiel teilweise sehr linear: Man sieht einen Nagel, erhĂ€lt den Hinweis, dass er locker ist und versucht vergeblich, ihn unter Einsatz allen Inventars zu lösen. Ein paar Informationen spĂ€ter weiĂ man, fĂŒr was man ihn braucht, und kann ihn auf einmal - aber erst dann - einfach nehmen.
Das sind alles aber nur kleine Störungen im Gesamtbild. Insgesamt sind die Szenerien sowohl optisch als auch akustisch sehr atmosphÀrisch und stimmungsvoll gestaltet, man merkt bald nicht mehr, wie gering die Auflösung eigentlich ist. Die Geschichte um die TodesfÀlle in der Familie Gordon und um sie herum wiederum ist spannend und mysteriös - ich war durchgÀngig neugierig, wie es wohl weitergeht.
Highlight: Die deutsche Sprachvertonung. David Nathan - eine der Stimmen von Johnny Depp - spricht die Hauptfigur Samuel Gordon, auch die weiteren Stimmen sind namhaft besetzt.
Gutes Adventure, war die Spielzeit von insgesamt rund 17 Stunden definitiv wert.