Die Papierfabrik Drewsen in Lachendorf bei Celle will ihre ProzesswÀrme elektrifizieren. Das Problem: Der Netzanschluss reicht nicht, eine Erhöhung ist beim Netzbetreiber nicht möglich.
Die Lösung, die Drewsen und Avacon jetzt testen: ein flexibler Netzanschluss. ZusĂ€tzlichen Strom fĂŒr eine Power-to-Heat-Anlage gibt es nur, wenn im Netz KapazitĂ€t frei ist. Ist sie anderweitig gebunden, fĂ€hrt Drewsen den Bezug herunter. Start ist im Herbst 2027.
âFĂŒr Unternehmen wie Drewsen sind zehn Jahre Wartezeit auf den Netzausbau keine Optionâ, sagt Avacon-Vorstandschef Matthias Boxberger.
Der Hebel ist groĂ: Rund 80 Prozent der etwa 500 GWh, die das Werk pro Jahr braucht, sind WĂ€rme, vor allem Dampf fĂŒr die Papiertrocknung. Dazu kommen ein Biomasse-Heizkraftwerk ab 2027, drei WindrĂ€der und ein Solarpark mit 24,6 MW.
âOb sich das Konzept bewĂ€hrt, muss der Praxisversuch beweisenâ, sagt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Amir Mirsakarimi. Belastbare Ergebnisse erwarten beide Seiten nach ein bis zwei Jahren Betrieb.