Post by Christoph Brodesser

Das Sachleistungsprinzip in der GKV geht mehr und mehr den Bach runter - es hat in den letzten Jahren nur noch solange funktioniert, wie die gesetzlichen Krankenkassen als „Käuferkartell“ es geschafft haben, durch gemeinsam festgelegte Preise die Bildung von Marktpreisen zu verhindern - und die meisten Leistungserbringer notgedrungen dabei mitmachen mussten, weil sie sonst gänzlich vom Markt verschwunden wären. Nun sind aber inzwischen mehr und mehr Leistungserbringer nicht mehr bereit, die Preisdumping-Strategie der GKV mitzumachen und verabschieden sich lieber aus diesem Marktsegment, als dem schlechten Geld noch Gutes hinterherzuwerfen.

Da die Krankenkassen aber lt. SGB verpflichtet sind, bestimmte Transportleistungen zu erbringen, wird ihnen mancherorts in nicht mehr allzu ferner Zukunft nichts anderes übrigbleiben, als diese Krankenbeförderung mit eigenen Kräften und Fahrzeugen durchzuführen.

Das staunende Publico wird dann beobachten können, ob die Kassen das dann zu den Preisen schaffen, die sie ihren Vertragspartnern - zumeist Mittelständler - derzeit diktieren…

Bild: Ausriss aus den WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN vom 30.09.2026

Photos: CC BY 4.0 (reuse with credit)

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