Post by Florian Dieckmann

Auf der Rückfahrt vom FediDay hatte ich noch eine Idee.

Ein Problem ist ja, dass (gefühlt) immer mal wieder kleine Fediverse-Instanzen schließen. Aus welchen Gründen auch immer. Das wirft ja ein denkbar schlechtes Bild auf alle im Verbund. Bei den Banken in Deutschland gibt es ein System, das die gegenseitig für einander einspringen, falls eine den Bach runtergeht. So was Ähnliches könnten wir im Fediverse doch eigentlich auch machen. Sprich, wenn einer kein Geld mehr für eine kleine Instanz hat, die Hardware den Geist aufgibt oder sonstwas, dann könnte er sich an diesen Verbund wenden und sagen: „Übernehmt bitte xyz.social, hier ist die Domain”.

Bitte jetzt nicht als erstes mal technisch lösbare Probleme wie Backups diskutieren! Die Frage ist, ob WIR - also die Server Betreiber - so was prinzipiell machen würden oder nicht. Ich hätte keine Probleme damit, ein paar kleine Instanzen auf den vutuv.de Servern ein Gnadenbrot zu geben. Ich will nur nicht der Einzige sein. Das muss schon fair unter allen aufgeteilt werden.

Was meint Ihr? Wie gesagt: Bitte erst mal das “ob überhaupt” diskutieren. Danach kann man dann über die technische und organisatorische Probleme sprechen. Wo ein Wille …

Mastodon FediDay Fediverse vutuv
Mastodon FediDay Fediverse vutuv
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Bei den Banken ist das Versprechen an die Kunden, das ihre Einlagen bis zu einer Summe von 100.000 Euro sicher sind. Bei uns wären es halt die einzelnen Fediverse-Konten. Dann muss sich initial keiner schon am Anfang Gedanken darum machen, ob ein vermeintlich kleiner Server langfristig überlebt.

I don’t think I’ve seen this “self-healing” approach to services yet, but it would be amazing.

It obviously brings a lot of concerns (domain ownership, data backup and exfiltration, how you handle updating your safety net servers if those close first, etc).

But the benefits are definitely there and definitely wonderful. But it’s clearly a server and infrastructure problem that might force some “if you want this feature, you must deploy this way” requirements.

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(And yes, these are technical problems, but they would directly influence some server owners in whether they trust a feature like this at all)

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Replying to @morosanmihail

We can figure out good solutions for all the technical problems. And the trust part is more important for users than for server owners. For the server owners this would be something like an insurance.

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From other networks 1

Replying to @wintermeyer

Hmm, you do make a good point. The average fedi user would care a lot more about where their data ends up than the usual social media user.

Chaotica @Chaotica

@wintermeyer
Ich bin (noch?) kein Server-Betreiby, aber mir gefällt die Idee sehr! 🥰

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Garrulax @Garrulax

@wintermeyer das ist eine tolle Idee über die ich mir auch schon mal Gedanken gemacht habe. Klar, das ist der dezentrale Ansatz, durch die ganzen Instanzen wird es manchmal auch unübersichtlich.

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Steffen 🦉🇪🇺 @steffen

@wintermeyer Deine Idee finde ich sehr gut – und Doris und ich wären bei einem solchen Verbund grundsätzlich dabei.

Für eine gegenseitige Absicherung sehe ich zunächst zwei denkbare Wege:

Die vollständige Übernahme einer aufgegebenen Instanz einschließlich der Domain auf einen anderen Server innerhalb des Verbundes.Die Übernahme bzw. Migration der Benutzerkonten einer aufzugebenden Instanz auf eine bereits bestehende Instanz.Für uns wäre dabei wichtig: Benutzer, die auf diese Weise „aufgefangen“ werden, wären keine Benutzer zweiter Klasse. Wir würden keinen Unterschied zwischen den bisherigen Benutzern unserer Instanz und den übernommenen Benutzern machen.

Unabhängig davon, wie die technische Umsetzung später konkret aussieht, sprichst du damit aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Thema an. Gerade wenn kleinere Instanzen verschwinden, betrifft das nicht nur deren Betreiber und Benutzer, sondern letztlich auch das Vertrauen in das Fediverse insgesamt.

Deshalb wäre es gut, wenn möglichst viele Instanzbetreiber und Administratoren darüber sprechen würden, ob wir uns gegenseitig auf diese Weise absichern wollen.

Das „Ob“ würde ich für uns jedenfalls klar mit Ja beantworten.

From another network · friendica-deutschland.de · View the original

Die Idee ist super und sollten wir im Fediverse aufgleisen. Es gibt einen technischen Aspekt, den wir aber dabei lösen müssen, abseits von Backups und Domains. Aktuell können, soviel ich weiß, aus guten Gründen bei einem Serverumzug bei Mastodon die Posts nicht mitgenommen werden.

Ingonymous @ingonymous

@wintermeyer @fingolas@journa.host

Mhhh… Das klingt ja erst mal noch einer guten Idee, aber das will auch zu Ende gedacht sein.

Was ist denn mit Instanzen, die Stand heute schon von einigen anderen Instanzen geblockt worden sind? Was ist, wenn morgen “Nazis.Social” dicht macht und von euch übernommen werden will?
🤔

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tunda @tunda

@wintermeyer
Ich glaube der Begriff Gnadenbrot geht in die richtige Richtung, so wie Sterbebegleitung oder Gnadenhof.

Ich fände es falsch Instanzen, Domains die “Aufgegeben” wurden ewig weiter zu betreiben.

Aber für 1Jahr nach offizieller Aufgabe die Instanz als Bevollmächtigter weiterbetreiben fände ich ok. Klare Ansagen wann die Instanz abgeschaltet wird, fände ich auch sehr wichtig.

Vielleicht auch genügend Zeit das sich eine neue Crew für die Instanz/Domain findet die sie Maintained.

From another network · layer8.space · View the original

stvo @stvo

@wintermeyer ich biete das grundsätzlich an, aber manchmal sind die Betreiber gar nicht dran interessiert und ich will jetzt auch nicht dafür kämpfen mehr Arbeit zu haben

From another network · darmstadt.social · View the original

Ich hatte heute morgen schon an anderer Stelle geantwortet, aber das erscheint hier nicht. Darum nochmal kurz: Da es meines Erachtens noch keinen Fediverse-Verein (Verband) gibt, schlage ich vor, einen zu gründen und mit CiviCRM zu unterbauen.
Das von Dir vorgeschlagene solidarische Sicherungssystem lässt sich damit abbilden.

Ich bin bereit, mich an die Arbeit zu machen und suche Mitstreiter.

Siehe chaos.social/@plinubius/…

Liked by Stefan Wintermeyer
Alexander Goeres 𒀯 @jabgoe2089

@Stefan Wintermeyer das wird im endergebnis dazu führen, dass sich alle instanzen bei dem sammeln, der die meisten kapazitäten hat; quasi-monopolisten werden entstehen.

es ist besser, allen usern zu erlauben, mit allen followern und beiträgen auf andere instanzen umzuziehen.

From another network · hub.netzgemeinde.eu · View the original

Es geht bei der Idee darum, den Usern die Angst zu nehmen, dass vermeintlich kleine Instanzen nicht überleben und damit alles weg wäre. Wer diese Angst hat, wird immer zu einer großen Instanz gehen. Wenn man diese Angst wegnimmt, dann haben die kleinen bessere Chancen.

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Replying to @wintermeyer

@wintermeyer Das finde ich eine gute Idee. Genau diese Diskussion haben wir bei unseren monatlichen DI.Day Veranstaltungen. Die Mehrheit überlegt, das Fediverse zu nutzen. Aber es gibt Verunsicherung u.a. bzgl. langfristiger Nutzung kleinerer Instanzen.

Ich persönlich fände eine Art Foundation-Ansatz interessant, der sich die einzelnen Instanzen anschließen können. Schafft es eine Instanz nicht mehr, stellt die Foundation die Migration auf eine andere Instanz sicher.

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