Post by Matthias Schmidt
Meinung: Souveränität verhandelt man nicht auf Konferenzen.
Man baut sie ein, Schritt für Schritt.
Diese Woche habe ich gleich drei Meldungen gelesen:
- Ein US-Anbieter lässt Source Code unter dt. Aufsicht prüfen.
- Ein Mittelständler setzt seine geschäftsweite Digitalisierung auf eine europäische Cloud.
- Die ersten zertifizierten Partner bringen die Open-Source-Suite OpenDesk in die Fläche.
Was mich daran interessiert: Alle drei Geschichten erzählen eigentlich dasselbe: Europa ist gerade dabei, Alternativen glaubwürdig zu machen.
Ich glaube fest daran, dass europäische Alternative kein Nischen-Thema sind/bleiben. Es ist die Frage, ob deutsche Unternehmen in zehn Jahren ihre IT selbst gestalten oder weiter mieten - inklusive der Bedingungen, die jemand anders festlegt.
Deswegen ist #Souveränität für mich kein Abhaken von #Compliance-Kriterien. Es ist eine Haltung in jeder Architektur-#Entscheidung: so bauen, dass man wechseln kann. Das gilt für uns selbst und für alles, was ich Kunden empfehle. Manchmal ist das unbequemer und teurer. Aber Abhängigkeit wird am Ende immer teurer als Autonomie.
Wie wägt ihr in euren aktuellen Architektur-Entscheidungen Wechselfähigkeit und den Wunsch nach Komfort ab?