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#insektenSamstag 😍
ich hatte schon mehrfach mal eine raupe des
Schlehen-Bürstenspinner
Orgyia antiqua
de.wikipedia.org/wiki/…
aber diese hier hat was flamboyanz und farbenpracht anbelangt den vogel abgeschossen. abgefahren ÖÖ
Guten Abend zusammen,
bin #neuhier und gerade dabei herauszufinden wie das hier bei Mastodon funktioniert.
Ich schreibe queere Sci-Fi-Geschichten, lese fast Alles was mir so vor die Nase kommt, bin Hundemama, naturverliebt, neurodivergent, und arbeite im sozialen Bereich.
Modelle für die Alzheimerforschung
Alzheimer spielt sich nicht nur in einzelnen Nervenzellen ab. Im Gehirn stehen Nervenzellen, versorgende Astrozyten und die als Immunzellen wirkenden Mikroglia in ständigem Austausch. Genau dieses Zusammenspiel lässt sich im Labor bislang nur schwer realistisch nachbilden.
Ein Team des LMU Klinikums München hat deshalb über Jahre an einem dreidimensionalen Gewebemodell gearbeitet.
Aus menschlichen Stammzellen erzeugten die Forschenden zunächst die drei verschiedenen Zelltypen. In einer speziellen Nährlösung verbinden sie sich innerhalb etwa einer Woche zu winzigen Gewebekügelchen von ungefähr einem halben Stecknadelkopf Größe und bilden ein komplexes Geflecht aus interagierenden Zellen.
In diesen Kügelchen lassen sich Vorgänge der Alzheimer-Erkrankung nachbilden. Die Forschenden lösten z.B. gezielt die Bildung typischer Amyloid-Ablagerungen aus und behandelten das Gewebe anschließend mit bereits verfügbaren Alzheimer-Medikamenten.
Die Ablagerungen konnten so wieder aufgelöst werden, wobei sich auch die Beteiligung der Mikroglia beobachten ließ.
Das Modell soll nun vor allem die Suche nach neuen Wirkstoffen erleichtern. Dafür arbeitet das Team daran, die Herstellung zu automatisieren und künftig Hunderte oder Tausende möglichst gleichartiger Gewebekügelchen zu produzieren.
So könnten viele Wirkstoffe parallel in einem menschlichen 3D-Gewebemodell getestet werden, bevor erfolgversprechende Kandidaten weiter untersucht werden.
Die Kügelchen sind natürlich keine kleinen Gehirne. Aber sie können die Lücke zwischen einfachen Zellkulturen und einem komplexen Nervensystem beim ganzen Menschen schließen.
Solche menschlichen Gewebemodelle könnten außerdem dazu beitragen, bestimmte Fragestellungen gezielter im Labor zu untersuchen und damit auch die Zahl notwendiger Tierversuche zu reduzieren.
Quelle:
Klimmt et al., 2026, Nature Neuroscience
doi.org/10.1038/…
Verzieh dich, das ist meine Blüte.
Fortpflanzung vs. langes Leben
Eine internationale Studie aus dem letzten Jahr zeigt einen überraschend robusten biologischen Zusammenhang: Säugetiere leben im Schnitt etwa zehn Prozent länger, wenn ihre Fortpflanzung hormonell verhindert oder chirurgisch unterbunden wird. Die Daten stammen von 117 Arten aus Zoos weltweit und werden durch eine große Meta-Analyse über weitere Wirbeltiergruppen bestätigt.
Der Grund liegt in einem evolutionären Zusammenhang. Fortpflanzung kostet Energie. Schwangerschaft, Stillzeit, Paarungsverhalten und sogar die Produktion von Sexualhormonen beanspruchen Ressourcen, die sonst in Reparatur, Immunsystem und langfristige Erhaltung fließen könnten.
Dabei wirken die Mechanismen bei den Geschlechtern unterschiedlich:
• Männchen profitieren nur durch Kastration, weil dadurch Testosteron als Treiber von Risiko- und Konkurrenzverhalten sowie altersbeschleunigenden Prozessen wegfällt.
• Bei Weibchen verlängern im Grunde alle Verhütungs- und Sterilisationsmethoden das Leben, vermutlich weil körperlich belastende Reproduktionsphasen entfallen und das Immunsystem weniger geschwächt wird.
Langlebigkeit und Fortpflanzung stehen in einem fundamentalen biologischen Spannungsverhältnis, das sich quer durch die Wirbeltierwelt wiederfindet. Sogar historische Daten beim Menschen spiegeln dieses Muster.
Mich überrascht das Ergebnis ehrlich gesagt kaum. Dass Fortpflanzung Energie kostet und damit auch Lebenszeit gehört zum Grundwissen der Biologie. Spannend und damit sicher auch ein Grund für die Publikation in Nature ist wohl eher die Klarheit durch methodische Breite. Über 100 Säugetierarten, Labordaten, Wildtierstudien und historische Aufzeichnungen, die am Ende alle dasselbe Muster zeigen, das ist methodisch schon beeindruckend.
Übrigens, für uns Menschen gilt dieser Zusammenhang im Grunde auch, aber durch medizinische Versorgung und eine Kultur der sozialen Unterstützung sind die „Kosten der Fortpflanzung“ bei uns stark abgefedert.
Darüber bin ich als dreifache Mutter schon ziemlich erleichtert. Es ist eben doch nicht alles schlecht bei der Menschheit.
📖 Garratt et al., 2025, Nature
doi.org/10.1038/…
The single-key shortcuts pause while you type, and are off on phones and tablets.