neuroscience

Tags

Follow from the Fediverse

Follow #neuroscience from Mastodon or any other Fediverse app and its public posts arrive in your timeline. No vutuv account needed.

@neuroscience@tags.vutuv.de

Your address is used once, to send you to your own server's follow dialog. It is never stored here.

Posts with this tag

2 posts

Filters
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

🤘 Härtet Metal ab?

Musik kann die Wahrnehmung von Schmerzen beeinflussen. Untersucht wurde das bisher vor allem mit angenehmer oder entspannender Musik. Gleichzeitig weiß man, dass auch der Umgang mit unangenehmen Gefühlen eine Rolle spielt. Unterdrückter Ärger kann etwa bei chronischen Schmerzen problematisch sein.

Wenn wir uns in der Musik umschauen, dann gibt Heavy Metal gibt Ärger und anderen schwierigen Emotionen ziemlich viel Raum. Forschende des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften wollten deshalb wissen, ob ein intensives Metal-Erlebnis auch sie Schmerzempfindun beeinflusst. Wo könnte man das besser untersuchen als in Wacken?

122 Metalheads machten mit. Ein Teil wurde vor Beginn der Konzerte getestet, der andere am dritten und vierten Festivaltag. Neben Fragebögen und einer Messung der Herzaktivität absolvierten sie einen Kältetest: Hand und Unterarm kamen in zwei Grad kaltes Wasser. Erfasst wurde, wann der Schmerz einsetzte, wie unangenehm er empfunden wurde und wie lange die Teilnehmenden ihn aushielten.

Da Alkohol die Schmerzwahrnehmung beeinflussen kann, wurden Teilnehmende mit starkem Alkoholkonsum bei der Auswertung ausgeschlossen. Dabei zeigte sich, dass wer am dritten oder vierten Festivaltag getestet wurde, den Schmerz länger aushielt als die Teilnehmenden vor Beginn der Konzerte. Der Schmerz setzte jedoch nicht später ein und wurde auch nicht als weniger unangenehm empfunden. Die Metalheads hielten schlicht länger durch.

Quelle:
Schneider & Fritz et al., 2026, Scientific Reports
nature.com/articles/…

wacken metal schmerz MPI neuroscience
+4 Less wissenschaft funfact wisskomm anysci
Im Bild zu sehen ist Lydia Schneider, eine der beiden Autoren der Studie. Sie steht in einem Zelt an einem experimentellen Aufbau zur Schmerzwahrnehmung. Dort steht auserdem ein großer Banner des max-planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften.
Bei ihr ist ein Studienteilnehmer, der gleich seinen Unterarm in eine Kühlbox mit Eiswasser hält. Durch die offene Zelttür sieht man das Wacken Festival: eine große matschige Fläche, Banner, weiter weg einige Gäste. Das Bild wurde von MPI CBS zur Verfügung gestellt.
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Modelle für die Alzheimerforschung

Alzheimer spielt sich nicht nur in einzelnen Nervenzellen ab. Im Gehirn stehen Nervenzellen, versorgende Astrozyten und die als Immunzellen wirkenden Mikroglia in ständigem Austausch. Genau dieses Zusammenspiel lässt sich im Labor bislang nur schwer realistisch nachbilden.

Ein Team des LMU Klinikums München hat deshalb über Jahre an einem dreidimensionalen Gewebemodell gearbeitet.

Aus menschlichen Stammzellen erzeugten die Forschenden zunächst die drei verschiedenen Zelltypen. In einer speziellen Nährlösung verbinden sie sich innerhalb etwa einer Woche zu winzigen Gewebekügelchen von ungefähr einem halben Stecknadelkopf Größe und bilden ein komplexes Geflecht aus interagierenden Zellen.

In diesen Kügelchen lassen sich Vorgänge der Alzheimer-Erkrankung nachbilden. Die Forschenden lösten z.B. gezielt die Bildung typischer Amyloid-Ablagerungen aus und behandelten das Gewebe anschließend mit bereits verfügbaren Alzheimer-Medikamenten.

Die Ablagerungen konnten so wieder aufgelöst werden, wobei sich auch die Beteiligung der Mikroglia beobachten ließ.

Das Modell soll nun vor allem die Suche nach neuen Wirkstoffen erleichtern. Dafür arbeitet das Team daran, die Herstellung zu automatisieren und künftig Hunderte oder Tausende möglichst gleichartiger Gewebekügelchen zu produzieren.

So könnten viele Wirkstoffe parallel in einem menschlichen 3D-Gewebemodell getestet werden, bevor erfolgversprechende Kandidaten weiter untersucht werden.

Die Kügelchen sind natürlich keine kleinen Gehirne. Aber sie können die Lücke zwischen einfachen Zellkulturen und einem komplexen Nervensystem beim ganzen Menschen schließen.

Solche menschlichen Gewebemodelle könnten außerdem dazu beitragen, bestimmte Fragestellungen gezielter im Labor zu untersuchen und damit auch die Zahl notwendiger Tierversuche zu reduzieren.

Quelle:
Klimmt et al., 2026, Nature Neuroscience
doi.org/10.1038/…

LMU alzheimer forschung wissenschaft neuroscience
+3 Less nature wisskomm anysci
Das Bild zeigt ein dreidimensionales Gewebemodell aus unterschiedlichen Zelltypen des Gehirns in vier verschiedenen mikroskopischen Aufnahmen. Die einzelnen Zelltypen (Neurone, Astrozyten und Mikroglia) sind mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert und leuchten in unterschiedlichen Farben, die jeweils durch die Filtereinstellung des Mikroskops sichtbar werden. Auf diese Weise lassen sich in den ersten drei Aufnahmen alle Zelltypen einzeln darstellen. Die rechte Aufnahme zeigt das Bild mit allen geöffneten Filtern, sodass das komplexe Gebilde mit allen drei Zelltypen gleichzeitig zu erkennen ist. Die Aufnahmen sind dabei in zwei Reihen angeordnet. Oben ist die komplette Gewebekugel zu sehen, darunter je eine Vergrößerung, in der sich die Zellen klarer erkennen lassen. Hierbei wird deutlich, dass wirklich unterschiedliche Zellen gefärbt sind, die eng miteinander verflochten sind. Die Aufnahme wurde von Dominik Paquet angefertigt und vom LMU-Klinikum zur Verfügung gestellt.

Keyboard shortcuts

Navigation

Home g h
Feed g f
Messages g m
Notifications g n
Your profile g p
Search /

Actions

Write a new post n
Send the post or message you are writing ⌘/Ctrl ↵
Next post in the feed j
Previous post in the feed k

General

Show this help ?
Close menus and dialogs Esc

The single-key shortcuts pause while you type, and are off on phones and tablets.