„Boah, ist das behindert.“
Du sagst es über dein Handy, das hängt. Über die Bahn, die Verspätung hat. Über ein Gesetz, das du nicht verstehst.
Du meinst es ja nicht so.
Am Nebentisch sitzt eine Mutter. Ihr Sohn ist behindert.
Für dich ist das Wort ein Synonym für „kaputt“, „dumm“ und „nervig“.
Für sie ist es ihr Kind.
Du hast es nicht so gemeint. Aber du hast es gesagt, und zwar laut.
Respekt
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Markus parkt auf dem Behindertenparkplatz, „nur kurz, zum Bäcker“. Niemand sagt etwas.
Svenja parkt dort mit Ausweis. Sie hat MS, und man sieht es ihr heute nicht an. Ein Mann schreit sie an: „Schämen Sie sich! Sie sehen doch gesund aus!“ Er fotografiert ihr Kennzeichen.
Svenja zittert beim Aussteigen. Diesmal liegt es nicht an der MS.
Markus hat sich seine Brötchen gekauft.
Nicht jede Behinderung sieht man. Jede Beleidigung spürt man.
Ich stand an einer Kreuzung und versuchte herauszufinden, wann ich gehen kann.
Neben mir sagte plötzlich eine Stimme:
„Jetzt ist Grün. Ich gehe auch rüber.“
Mehr nicht.
Keine Hand an meinem Arm. Kein ungefragtes Ziehen. Kein „Kommen Sie, ich helfe Ihnen.“
Nur eine Information.
Wir gingen gemeinsam über die Straße und danach in verschiedene Richtungen.
Vielleicht war es für diesen Menschen nichts Besonderes.
Für mich war es gute Hilfe.
Hilfe lässt einem die Kontrolle.
Ihr müsst keine #Grünen Fans sein um irren #Respekt vor deren Kandidat*innen in SA zu haben die ganz oben auf den Todeslisten der Nazis stehen.
Die 6 oder so Prozent die dort eine #AfD Alleinregierung verhindern, wachsen nicht auf Bäumen. Das ist kein Feelgood - Wahlkampf. Das ist Standhalten trotz #Terror.