„Der Hund darf nicht rein.“ Diesen Satz hören Menschen mit Assistenzhund immer wieder, an der Ladentür, in der Praxis, im Restaurant. Für sie heißt das: Du darfst nicht rein. Denn der Hund ist ihre Selbstständigkeit. Im DBSV-Podcast „Fell und Führbügel“ erklärt Johannes Sperling, wo Assistenzhunde gesetzlich Zutritt haben. Hört rein, teilt es, und wer am Eingang steht: Lasst sie rein!
Inklusion
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Einschulung 2027: Wie gelingt ein guter Schulstart für autistische Kinder?
Welche Unterstützung gibt es? Was müssen Eltern beachten? Und welche Erfahrungen haben andere Familien gemacht?
Das Netzwerk Autismus Tempelhof-Schöneberg lädt zum Elterncafé ein. Mit Beratung, Infoständen und Gelegenheit zum Austausch mit anderen Eltern und Fachkräften.
Mittwoch, 4. November 2026, 15–18 Uhr
SIBUZ Tempelhof-Schöneberg
Sachsendamm 2–7, 10829 Berlin
Eingang 4–5, barrierefreier Zugang
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einfach vorbeikommen!
RE: social.vivaldi.net/@dotgitignore/…
Also bitte denkt dran: meldet euch bis spätestens 20:00 Uhr am Vortag der aktivistischen Veranstaltung an (bei Auslandsveranstaltungen mindestens 24 Stunden vorher). 🤡
Nicht sichtbare Beeinträchtigungen werden oft unterschätzt
Eine aktuelle Studie aus der Ipsos Teilhabe-Community zeigt: Viele Betroffene erleben regelmäßig Unverständnis und Benachteiligungen.
Ja, so ist es! Leider …
Es gibt nicht viele Dinge, die mir wirklich Angst machen, aber ich sage es, wie es ist: Was hier gerade passiert, macht mir Angst.
Als ich von der Channel-4-Dokumentation „The Experiment“ erfuhr, war meine erste spontane Reaktion pures Entsetzen. Die Sendung errichtet eine scheinbar moderne, freundliche Pflegeeinrichtung und konfrontiert ahnungslose Menschen mit Konzepten, die direkt aus der rassenhygienischen Ideologie der NS-Diktatur stammen, ohne dass die Beteiligten es ahnen. ⬇️
+10 Less
Disability Behinderung Menschenwürde AktionT4 NieWiederIstJetzt Rollback Teilhabe LebenMitBehinderung DisabilityRights Ableism
Nicht jede Behinderung ist sichtbar. 💜
Heute, am 20. Oktober, ist der Internationale Tag der unsichtbaren Behinderungen.
Viele Menschen leben täglich mit Einschränkungen, chronischen Schmerzen oder Erkrankungen, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Mangelnde Sichtbarkeit führt oft zu Missverständnissen und Vorurteilen im Alltag.
Vor einem halben Jahr habe ich hier gefragt, ob mich jemand zum Schwimmen begleiten mag. Mit meinen Augen geht das allein nicht mehr. Ich würde in der falschen Dusche landen und im Becken ständig Menschen über den Haufen schwimmen, was schnell als Belästigung verstanden werden kann. Seitdem gehe ich zweimal pro Woche schwimmen. Mit wundervollen Wesen, die ich nur durch diese Plattform kennen gelernt habe. So wie jetzt gerade. Kein Algorithmus hat uns zusammengebracht, kein Konzern. Nur eine Frage, ein paar Boosts und ein paar Menschen, die Ja gesagt haben. Das ist für mich das Fediverse. Danke. Von Herzen.
Der Vergleich mit Daten der Bundesagentur für Arbeit legt nahe: Mitbestimmte Betriebe erfüllen die Beschäftigungspflicht häufiger. Doch auch dort gibt es Nachholbedarf – bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen und der Verbreitung von Schwerbehindertenvertretungen. #Inklusion
🌈 Vielfalt leben, Zusammenhalt stärken!
Vom 19. Oktober bis 6. Dezember 2026 laden wir zu den #HelmholtzDiversityWeeks ein. In sieben Online-Veranstaltungen diskutieren wir unterschiedliche Dimensionen von Diversität und darüber, wie Inklusion in Wissenschaft und Arbeitswelt gelingen kann.
💬 Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Weitere Infos und Anmeldung:
helmholtz.de/karriere/… #Diversität #Inklusion #Wissenschaft
“Du sollst nicht töten. 1933-1945”
Heute wurde in #Karlsruhe der Opfer der #Morde der #Nazis an #Patient*innen der #Psychiatrie gedacht. Die “Kleine Kapelle” war komplett überfüllt - denn das Thema ist so aktuell wie nie seit 1945. Vor allem die #noAfD setzt gezielt die ersten Schritte auf einem Weg, der damals zu diesen Morden führte.
Schritt 1: verbale #Ausgrenzung. Dazu dienen Abwertungen wie “nutzlos”, “Ballast”, “Schmarotzer” und bei der AfD noch vieles mehr, was v.a. an #Migration und #Rassismus anknüpft. Das Ziel: Entmenschlichung; es soll ein starkes Gefühl erzeugt werden, “die” sind “anders”, weniger “wert” und müssen “weg”.
Schritt 2: reale Ausgrenzung.
Die AfD fordert das Ende der #Integration der #Kinder von #Geflüchteten , will Sonderklassen einrichten. Sie verlangt ein Ende der #Inklusion , Menschen mit #Behinderung sollen an eigenen Schulen unterrichtet werden. Das Ziel: Menschen, die die AfD nicht als gleichwertig anerkennt, sollen aus dem Alltag und unserer Wahrnehmung verschwinden.
Schritt 3: bei den Nazis kamen dann schon bald Lager und Massenmord. Im AfD-Programm findet man dieses Ziel natürlich nicht. Doch träumen viele #Rechtsextremisten längst wieder unter Klarnamen auf Social Media davon und solche Postings werden in einschlägigen Foren weder gelöscht, noch erfolgt eine Distanzierung.
Um diesen Weg möglichst ungestört gehen zu können, soll die #Erinnerung an das historische Vorbild möglichst ausgelöscht werden. Deshalb der Kampf gegen das #Gedenken wie z.B. in #Heidenau , wo #Stolpersteine verboten wurden - von der AfD mit Stimmen der #CDU . Die CDU treibt auch Kürzungen für Integrationsleistungen auf Bundesebene voran.
Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, müssen wir das Gedenken pflegen, die Erinnerung an die ermordeten Menschen mit ihrer Biografie lebendig halten - und Menschen, die von #Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind, aktiv integrieren.
Unter dem Motto stand die Veranstaltung heute: sie gehören zu uns!
(weiterführende Links in den Kommentaren)
Sichtbarkeit schafft Veränderung. ♿️ Vor ihrem Unfall hat sich Michaela Benthaus selbst wenig Gedanken über das Leben mit einer Behinderung gemacht. Heute weiß die Raumfahrtingenieurin, wie wichtig es ist, Vorurteile abzubauen und Hürden einzureißen.
Bahn. Ein Typ im Trikot eines rechtsextrem bekannten Clubs setzt sich ungefragt neben mich, seine Kumpels grinsen:
„Die Augen sind ja nur ein Teil vom Gehirn. Bist du dann geistig behindert? HAHAHA“
Meine Antwort:
„Korrekt, die Retina ist embryologisch eine Ausstülpung des Diencephalons. Ihr Syllogismus scheitert jedoch an einer Kategorienverwechslung. Ferner korreliert die Kohärenz Ihrer Argumentation augenscheinlich invers mit Ihrer Kohortenzugehörigkeit.“
Stille. Stirnrunzeln. Er stand auf und ging.
Ich sehe schlecht. Er denkt schlecht. Nur eins davon ist behindernd.
Ich habe RP. Mein Sichtfeld wird jedes Jahr kleiner.
Manchmal frage ich mich: Was will ich mir anschauen, solange es noch geht? Welches Gesicht, welchen Ort, welches Licht?
Du hast wahrscheinlich noch nie darüber nachgedacht.
Musst du auch nicht.
Aber vielleicht schaust du heute Abend einmal länger hin, bei etwas, das du liebst.
Einfach, weil du es kannst.
Juni 2025. Friedrich Merz (CDU) nennt die jährlichen Kostensteigerungen der Eingliederungshilfe „nicht länger akzeptabel“.
Eingliederungshilfe, das ist die Assistentin, die Tim morgens aus dem Bett hilft. Die Schulbegleitung, ohne die Lena nicht in die Klasse kann. Der Mensch, der mit Paul einkaufen geht.
Über 230.000 Menschen unterschreiben dagegen.
Ein Jahr später hält der Kanzler an seinem Sparkurs fest.
Er sagt „Kosten“. Gemeint sind Menschen.
2018 die rechtsextreme AfD-Fraktion im Bundestag fragt nach Schwerbehinderten in Deutschland. Sie will wissen, wie viele Behinderungen durch „Heiraten innerhalb der Familie“ entstehen und wie viele Betroffene einen Migrationshintergrund haben.
Menschen werden gezählt und nach Ursache und Herkunft sortiert.
18 Sozialverbände schalten eine Anzeige. Sie sagen, das erinnere an die dunkelsten Zeiten.
Eine Mutter liest die Nachricht und fragt sich, in welche Spalte ihr Sohn wohl gehört.
Auf der Dienstbesprechung geht ein Zettel rum: Termine, Listen, Kuchenplan. Kleine Schrift, hellgrau auf weiß.
Alle tragen sich ein. Ich kann es nicht lesen.
Ich frage, ob man es mir digital schicken kann. Die Antwort: „Ach, ist doch nur ein Zettel.“
Beim nächsten Fest heißt es: „Der bringt ja nie was mit.“
Ich hätte gerne. Ich wusste nur nicht, wann und was.
Ein Zettel ist kein Problem, außer für die, die ihn nicht sehen.
„Boah, ist das behindert.“
Du sagst es über dein Handy, das hängt. Über die Bahn, die Verspätung hat. Über ein Gesetz, das du nicht verstehst.
Du meinst es ja nicht so.
Am Nebentisch sitzt eine Mutter. Ihr Sohn ist behindert.
Für dich ist das Wort ein Synonym für „kaputt“, „dumm“ und „nervig“.
Für sie ist es ihr Kind.
Du hast es nicht so gemeint. Aber du hast es gesagt, und zwar laut.
Markus parkt auf dem Behindertenparkplatz, „nur kurz, zum Bäcker“. Niemand sagt etwas.
Svenja parkt dort mit Ausweis. Sie hat MS, und man sieht es ihr heute nicht an. Ein Mann schreit sie an: „Schämen Sie sich! Sie sehen doch gesund aus!“ Er fotografiert ihr Kennzeichen.
Svenja zittert beim Aussteigen. Diesmal liegt es nicht an der MS.
Markus hat sich seine Brötchen gekauft.
Nicht jede Behinderung sieht man. Jede Beleidigung spürt man.
1940: Paula ist 9 und hat Epilepsie. Ein grauer Bus holt sie aus der Anstalt ab. Ihre Eltern bekommen einen Brief: „Lungenentzündung. Leider verstorben.“
Über 70.000 Menschen wurden allein in der „Aktion T4“ vergast, insgesamt waren es Hunderttausende. Für die Nazis waren sie nur „lebensunwert“.
Die Nachbarskinder wurden erwachsen.
Wer glaubt, dieses Denken sei verschwunden, sollte Kommentarspalten lesen.