Smart Glasses zwischen Teilhabe, Missbrauch und Lifestyle | c’t uplink
Manche Menschen fürchten lückenlose Überwachung durch KI-Brillen, andere genießen dank der Technik mehr Lebensqualität. Der c’t uplink beleuchtet das Thema.
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Smart Glasses zwischen Teilhabe, Missbrauch und Lifestyle | c’t uplink
Manche Menschen fürchten lückenlose Überwachung durch KI-Brillen, andere genießen dank der Technik mehr Lebensqualität. Der c’t uplink beleuchtet das Thema.
Und natürlich mußte ich mal wieder eine Straßenbahn wegfahren lassen. Dabei war ich genau passend an der Haltestelle angekommen.
So eine lange Straßenbahn, und so wenig Platz für Behindis.
[Newsletter] Heute ist unser November-Newsletter erschienen mit News zu Museen, Kunst und Kultur.
Im aktuellen Kultur-Update geht es außerdem u.a. um ein Fotografie-Verbot im Museum, um eine Klage wegen mangelnder Barrierefreiheit, um eine Handreichung zu offenen Kulturdaten, um die Retterin der Serie „Star Trek“ und ein Quiz für Film-Fans: steady.page/de/…
Lesetipp:
Artikel der Tagesschau zum aktuellen Stand digitaler Barrierefreiheit:
tagesschau.de/investigativ/…
Frage an die Barrierefreiheits-Bubble: Gibt es eigentlich irgendwelche Websites, die bei “Leichter Sprache” und “Gebärdensprache” mehr bieten als die omnipräsente Einzelerklärungsseite*, während des Rest der Website unzugänglich wie eh zuvor ist?
Frage an Betroffene: Wie verarscht kommt ihr euch dabei vor? Ist das besser als nix oder wäre nix tatsächlich besser als solche Alibi-Seiten?
Digitale Barrierefreiheit: Gesetzlich vorgeschrieben, aber oft missachtet
Die meisten Webseiten verfehlen die gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandards der Barrierefreiheit. Das zeigt eine Analyse von BR Data. Die Folge: Menschen mit Behinderung können digitale Angebote oftmals kaum oder gar nicht nutzen. Von Julia Barthel und Marco Lehner.
„Der Hund darf nicht rein.“ Diesen Satz hören Menschen mit Assistenzhund immer wieder, an der Ladentür, in der Praxis, im Restaurant. Für sie heißt das: Du darfst nicht rein. Denn der Hund ist ihre Selbstständigkeit. Im DBSV-Podcast „Fell und Führbügel“ erklärt Johannes Sperling, wo Assistenzhunde gesetzlich Zutritt haben. Hört rein, teilt es, und wer am Eingang steht: Lasst sie rein!
Irgendwo in der Europäischen Union gibt es ein geheimes Trainingslager in dem verbeamtete Regierungsrepräsentanten und Lobbyisten der Privatwirtschaft lernen Systemkritik persönlich zu nehmen und den marginalisierten Quenglern harmonisiert und ad hominem ans Bein zu pinkeln weil die haben ja angefangen.
heise+ | Alltagshilfe durch KI: Wie smarte Brillen blinde Menschen unterstützen
KI-Brillen helfen blinden Menschen im Alltag, ein Verbot träfe diese hart. Die Sehhilfen erkennen Farben, beschreiben die Umgebung und rufen Freunde an.
Warum sollten Hashtags mit Binnengroßbuchstaben geschrieben werden?
#DigitaleSelbstbestimmung statt #digitaleselbstbestimmung.
Viele Menschen nutzen Screenreader, die Bildschirminhalte vorlesen. Werden in Hashtags mehrere Wörter ohne Großbuchstaben aneinandergereiht, können Vorleseprogramme die Wortgrenzen schlechter erkennen. Das kann zu falscher Aussprache führen.
Großbuchstaben am Anfang jedes Wortes helfen der Software, die einzelnen Wörter zu unterscheiden. Auch für Menschen sind solche Hashtags leichter zu lesen.
Diese Schreibweise nennt sich CamelCase oder Binnenversalien.
Eine kleine Änderung, die das Netz barriereärmer macht.
Nachtrag: Noch ein Tipp: Hashtags nur ans Ende eines Tröts. Nicht mitten im Tröt Hashtags verwenden.
Ubuntu 26.10 “Stonking Stingray” veröffentlicht
Das Zwischenrelease kommt mit dem aktuellen GNOME 51-Desktop, einer neuen Speech-to-Text-Funktion und verbesserter Performanz. Canonical veröffentlichte am 15.
Es wird jedes Jahr dunkler, und dieses Land macht es mir jeden Tag schwerer. Der Bankautomat: Touchscreen. Die Arztpraxis: Termin nur online, das Formular kann mein Vorleseprogramm nicht lesen. Der Bescheid vom Amt: Papier, kleingedruckt, mit Frist. Ich halte ihn unter die Lupe, Buchstabe für Buchstabe, und brauche eine Stunde für eine Seite. Dort steht, ich hätte meine „Mitwirkungspflicht“ verletzt. Deutschland muss die UN-Behindertenrechtskonvention umgehend und vollständig umsetzen!
Hallo Fediverse 👋 #neuhier
Ich bin Tobias und habe inlaut gebaut, eine kleine Diktier-App für die Mac-Menüleiste: Taste halten, sprechen, loslassen, und der Text steht in jedem Textfeld.
Die Spracherkennung läuft komplett auf dem Mac. Kein Konto, keine Cloud, kein Tracking. Deutsch und Englisch, auch gemischt im selben Satz. Kostenlos und GPL.
Männerklo. Ich stell mich ans Pissbecken. Mach, was man da so macht.
Und dann: plätschert es. Nicht im Becken. Auf dem Boden. Auf meinen Schuhen.
Das Becken war defekt. Irgendwer hatte das Rohr darunter einfach abgebaut. Und das Becken hängen lassen.
Warnung? Klar. Ein Zettel. „Defekt! Nicht benutzen!” Mit Tesa draufgeklebt.
Einen Zettel. Für einen Blinden.
Ein Stück Absperrband drumrum, ein Müllsack drüber, das Ding abmontieren. Alles hätte gereicht.
Stattdessen: nasse Schuhe, nasse Hose, und ich hab den Rest des Abends nach Kneipenklo gerochen.
DANKE.
Die Baustelle über Nacht.
Gestern war der Gehweg noch frei. Heute steht da ein Zaun. Rot-weiße Baken. Ein Loch.
Kein Schild, das ich lesen kann. Kein Umweg, der markiert ist. Nur ein Absperrband auf Kniehöhe, das mein Stock nicht erwischt.
Ich lauf rein. Direkt ins Band.
Und dann: Wohin? Auf die Straße? Zurück? Rüber?
Eine Baustelle, die für Sehende gesichert ist, ist für Blinde eine Falle.
Tastbare Absperrungen gibt’s. Man muss sie nur benutzen.
Die Rillen im Boden an der Bushaltestelle. Blindenleitsystem. Mein roter Faden durch die Stadt.
Heute führt er mich direkt in einen E-Scooter. Quer drübergeparkt.
Gestern war’s ein Lieferwagen. Letzte Woche ein Fahrradständer, den irgendein Amt genau auf den Leitstreifen geschraubt hat.
Stell dir vor, jemand stellt dir jeden Tag was mitten auf den Weg, den du blind gehen musst. Weil’s ja nur „kurz” ist.
Mein Stock findet das Hindernis. Meistens. Mein Schienbein manchmal zuerst.
Leitstreifen sind keine Parkfläche. Punkt.
#Inklusion und #Informatik verknüpfen:
Das hat Prof. Dr. Gerhard Weber, von der @tudresden@wisskomm.social, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene vorangebracht und damit die Forschung wie auch die Praxis nachhaltig geprägt.
Für sein Engagement für mehr Barrierefreiheit bei der Nutzung von Informationstechnik und dem Thema Informatik und Inklusion wurde Gerhard Weber nun die Klaus-Tschira-Medaille 🏅, der @KlausTschiraStiftung@stiftungen.social, verliehen, mit der alle zwei Jahre Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die durch ihre Arbeiten Anregungen zur Weiterentwicklung der Informatik und ihrer Methoden gegeben haben.
Herzlichen Glückwunsch! 🎉
Zur Pressemitteilung: gi.de/meldung/…
Liebe Entwickler, Designer, Produktmanager:
Ihr testet eure Software mit Nutzern. Gut. Aber wart ihr schon mal mit jemandem wie mir im Raum?
Jemand, der mit Screenreader navigiert. Mit 700% Zoom. Mit Darkmode, weil Licht wehtut.
Ich garantier euch: Nach zehn Minuten wisst ihr mehr über eure App als nach zehn Meetings.
„Barrierefreiheit kommt in Phase zwei.”
Phase zwei kommt nie. Das wissen wir beide.
Holt uns von Anfang an dazu. Nichts über uns ohne uns.
McDonald’s und Burger King sind jetzt richtig exklusiv. Also im Wortsinn: Sie schließen aus.
Früher: Zur Kasse, „Einmal Burger mit Pommes”, fertig.
Heute: Riesige Touchscreens. Glatt. Keine Tasten. Keine Sprachausgabe. Bunte Bilder, die ich nicht erkenne.
Ich steh davor und wisch rum wie ein Opa am ersten Smartphone. Hinter mir wird geseufzt.
Am Tresen heißt’s dann: „Bestellen Sie bitte am Terminal.”
Kann ich nicht.
Ihr spart euch das Personal und mich als Kunden gleich mit.
Mahlzeit.
𝓢𝓸 𝓼𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓽 𝓶𝓪𝓷 𝓬𝓸𝓸𝓵 hier, oder?
Mein Screenreader liest das Buchstabe für Buchstabe als „mathematisches fettes Schreibschrift-S”. Ein Satz dauert eine Minute.
Dazu Emoji-Ketten 🔥🔥🔥🔥🔥, die mir jedes einzeln vorgelesen werden. Und #hashtagsallesklein, die als Buchstabensalat rauskommen.
Wenn ich’s anspreche:
„Sieht halt schöner aus.”
„Stell dich nicht so an.”
Schön für dich. Unlesbar für mich.
Schreib normal. Und Hashtags mit Großbuchstaben:
#SoGehtDas
Und nur unten nicht im Text!