@cmschmidt
guter Punkt, wenn LinkedIn ein Business Adressbuch ist, hat dies, oder eine “weniger nervige” Entsprechung davon, meiner Ansicht nach in meinem privat genutzten social media Netzwerk nichts verloren.
Als paralleler, subkultureller b2b Strang mag das dann wieder Sinn ergeben, allein schon für die Unabhängigmachung von den algorithmusgetriebenen US Anbietern.
Je nachdem, ob bezahlte Präsenz ein Ding war bei den kommerziellen Anbietern, wäre das Fediverse dann logistisch trotzdem unterlegen im Businesskontext.
Die Aussage “hier gibt es nicht dieselbe Reichweite” würde dann unabhängig von den Nutzerzahlen zutreffen und Firmen, die es gewohnt sind, ihre Präsenz mit dem SoMe Werberbebudged zu steuern, haben hier einen wesentlichen Hebel weniger.
Daher ist es wohl fraglich, ob für derartige Ambitionen im Fediverse ein adäquater Ersatz erreichbar ist.
Dasselbe gilt für den “professionellen” Umgang von Businesses untereinander. Sich gegenseitig mit KI generierten Abverkaufsstrategien zu bewerfen, und sich darob begeistert im Kreis auf die Schulter zu klopfen, wie bei Linkedin, könnte funktionieren, wenn sich alle Beteiligten darauf einlassen, aber das bedarf einer gänzlich anderen Usermentalität, als das übrige Fediverse, würde ich meinen.
Habe schon ein paar B2B Ansätze gesehen, die mit dem Fediverse verknüpft sind. aber bislang kam davon nichts aus dem Quark.
Als Anlaufstelle für Endkunden, oder bei behördennahen Accounts “die Bürger” gibt es auch einige Ansätze und da kommt es glaube ich auf die Zielgruppenansprache an. Dass übliche feinpolierte Werbe-Blabla stößt ziemlich oft auf Widerspruch, wenn die Substanz dahinter fehlt.
Diesbezüglich auch ein schwieriges Pflaster hier.
Eine Manufaktur für Bürsten und Besen und Druckereien für Antifa-Merch haben ein ganz gutes Standing hier. Aus anderen Branchen höre ich eher durchwachsene Meldungen.
Aber das mag auch an meiner privaten Filterblase liegen.
Wir dürfen wohl gespannt bleiben.
Viel Glück.
@wintermeyer