Post by Julian Pawlowski

Warum ich bei vutuv nicht nur diskutieren möchte

Ein weiterer Grund, warum ich vutuv spannend finde, ist die Art, wie man sich beteiligen kann.

Ich arbeite selbst seit vielen Jahren im Technologie- und Innovationsumfeld.

Ich kann ordentlich coden, bin mit Linux auf der Kommandozeile groß geworden und verstehe Softwarearchitekturen, technische Konzepte und die Entscheidungen dahinter.

Aber Softwareentwicklung ist nicht mein Vollzeitjob – und niemand beherrscht jede Programmiersprache, jedes Framework und jede Toolchain gleichermaßen gut.

Das heißt aber nicht, dass mir Ideen fehlen oder ich nicht sehr konkrete Vorstellungen davon habe, wie etwas funktionieren und technisch umgesetzt werden sollte.

Genau hier finde ich Agentic Coding spannend

Für mich bedeutet Agentic Coding nicht:

“Die KI schreibt schon irgendwas und fertig.”

Im Gegenteil.

Mein technisches Hintergrundwissen brauche ich ständig, um Agenten sinnvoll zu dirigieren.

Ich muss verstehen, welchen Weg sie einschlagen, Entscheidungen hinterfragen, Diffs lesen und mir weiterhin den Quellcode ansehen.

Was sich verändert, ist vor allem die Menge an Handarbeit zwischen einer Idee und ihrer Umsetzung.

Nicht weniger Engineering – sondern anderes Engineering

Statt mich tagelang in jede neue Programmiersprache oder jedes Framework einarbeiten zu müssen, kann ich schneller experimentieren, ausprobieren und konkrete Lösungen entwickeln.

Dabei hat mir auch @wintermeyer mit seinem letzten Heise-Beitrag zu Agenten sehr aus der Seele gesprochen.

Ich finde es schwierig, wenn Open-Source-Projekte KI entweder grundsätzlich ablehnen oder Regeln schaffen, die am Ende so kompliziert werden, dass ein großer Teil des Produktivitätsgewinns wieder verloren geht.

Natürlich brauchen Agenten Leitplanken.

Aber wir wissen heute noch nicht perfekt, wie diese aussehen müssen.

Wir müssen experimentieren, lernen und unsere Arbeitsweisen verbessern:

  • bessere Guidelines

  • bessere Skills

  • bessere Tests

  • bessere Reviews

Das ist eine Reise.

Und genau deshalb sind Open-Source-Projekte für mich eine ideale Spielwiese:

Man lernt neue Werkzeuge kennen und schafft gleichzeitig echten Mehrwert.

Deshalb möchte ich bei vutuv nicht nur Feature-Wünsche äußern.

Wenn aus “Ich hätte da eine Idee” mit Hilfe von Agenten irgendwann “Hier ist der Pull Request” wird, finde ich das ziemlich großartig.

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