Post by Julian Pawlowski

Meine bisherigen Erfahrungen mit Agentic Coding

Viele Diskussionen über KI klingen aktuell so, als würde durch Agenten automatisch Wissen verloren gehen.

Meine Erfahrung ist bisher eine andere.

Ich habe nicht das Gefühl, dass ich dadurch Fähigkeiten verliere.

Eher im Gegenteil:

Mein technischer Hintergrund wird wichtiger.

Ich kann Konzepte verstehen, Architekturen bewerten, Fehler erkennen und die richtigen Fragen stellen.

Genau diese Fähigkeiten brauche ich, um Agenten sinnvoll einzusetzen.

Agenten ersetzen kein Engineering

Ein Agent ist kein magischer Softwareentwickler, der eine Idee in ein perfektes Produkt verwandelt.

Er braucht:

  • Kontext
  • klare Ziele
  • technische Leitplanken
  • jemanden, der Ergebnisse kritisch bewertet

Ich lese weiterhin Code.

Ich schaue mir Diffs an.

Ich versuche zu verstehen, was geändert wurde und warum.

Das ist vielleicht sogar wichtiger geworden, weil die Geschwindigkeit steigt.

Wenn man in kurzer Zeit viele Änderungen erzeugen kann, muss man umso besser beurteilen können, welche davon sinnvoll sind.

Die Veränderung liegt woanders

Weniger Zeit geht dafür drauf, jede einzelne Zeile manuell zu schreiben.

Mehr Zeit fließt in:

  • Architektur
  • Anforderungen
  • Kommunikation
  • Qualität
  • die Frage: Bauen wir eigentlich das Richtige?

Natürlich ist das auch eine neue Fähigkeit, die man entwickeln muss.

Man muss lernen, Agenten richtig anzuleiten, gute Kontexte bereitzustellen und die Zusammenarbeit mit ihnen zu verbessern.

Das ist kein fertiger Prozess.

Es ist eine Reise.

Nicht, weil KI den Menschen ersetzt.

Sondern weil Menschen mit einem guten Verständnis für Technologie plötzlich Dinge umsetzen können, für die früher viel mehr Zeit oder ein größeres Team notwendig gewesen wäre.

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