alpen

Tags

Follow from the Fediverse

Follow #alpen from Mastodon or any other Fediverse app and its public posts arrive in your timeline. No vutuv account needed.

@alpen@tags.vutuv.de

Your address is used once, to send you to your own server's follow dialog. It is never stored here.

Posts with this tag

10 posts

Filters
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Alpine Moore

Zwischen steilen Berghängen und in abgelegenen Tälern der Alpen liegen zahlreiche kleine Moore. Viele davon sind nur wenige Hektar groß. Dabei sind sie ökologisch ausgesprochen wertvoll.

In ihren wassergesättigten Böden haben sich über Jahrtausende Torfschichten gebildet, die große Mengen Kohlenstoff speichern. Zudem bieten sie spezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Doch wie geht es diesen Mooren heute? Weil sie verstreut und schwer zugänglich sind, fehlen vielerorts aktuelle Informationen über ihren Zustand.

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat deshalb ein Verfahren entwickelt, um alpine Moore mithilfe von Satellitendaten zu erfassen.

Dafür kombinierten die Forschenden Satellitendaten aus den Jahren 2019 bis 2023 mit Informationen über das Gelände. Neben optischen Aufnahmen, die unter anderem Rückschlüsse auf die Vegetation ermöglichen, nutzten sie auch Radardaten, die Informationen über die Oberflächenstruktur und Feuchtigkeit liefern.

Ein Computermodell sollte anhand dieser Daten dann Moorflächen identifizieren. Anschließend verglichen die Forschenden die Ergebnisse für 590 Moore in Österreich, Deutschland und der Schweiz mit amtlichen Moorkarten.

Dabei zeigte sich, dass das Modell viele Moore deutlich kleiner erfasste als sie bislang kartiert waren. Hochauflösende Luftbilder lieferten mögliche Erklärungen.

An 86 Prozent der untersuchten Standorte waren Hinweise auf Störungen erkennbar, darunter Entwässerungsgräben, Straßen und Wege. Aich konnte an vielen Stellen eine Ausbreitung von Bäumen und Sträuchern erkennbar werden.

Besonders diese veränderte Vegetation ist aufschlussreich. Denn sinkt der Wasserstand eines Moores, können typische Moorpflanzen verdrängt werden.

Gleichzeitig gelangt Sauerstoff in den Torf, wodurch dessen Zersetzung beschleunigt wird und gespeicherter Kohlenstoff als CO₂ freigesetzt werden kann. Aus einer Kohlenstoffsenke kann das Moor so zu einer CO₂-Quelle werden.

Die kleineren, vom Modell ermittelten Moorflächen belegen allerdings nicht zwangsläufig einen tatsächlichen Flächenverlust. Auch Unterschiede zwischen den Kartierungsmethoden könnten eine Rolle spielen.

Dass die Abweichungen gerade dort besonders deutlich sind, wo sichtbare Beeinträchtigungen vorliegen, deutet jedoch darauf hin, dass sich der Zustand vieler Moore tatsächlich verändert hat und die bisherigen Karten diese Veränderungen nicht ausreichend abbilden bzw. einfach veraltet sind.

Das neue Verfahren könnte künftig helfen, diese abgelegenen Moore besser im Blick zu halten und Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen besser zu planen und untereinander zu vernetzen.

Quelle:
Schönauer et al. (2026), communications earth & environment, “Peatlands mapped across the European Alps with a harmonised multi-sensor workflow show widespread degradation”

doi.org/10.1038/…

alpen biologie natur naturschutz moor
+3 Less wissenschaft wisskomm anysci
Das Foto zeigt eine alpine Moorlandschaft mit einer weitgehend offenen, von goldbraunen Sauergräsern geprägten Vegetation. Im Vordergrund liegt eine kleine, flache Wasserfläche, deren Rand von rötlich-brauner Moorvegetation umgeben ist. Vereinzelt wachsen niedrige Sträucher auf der Moorfläche, die aus der Distanz jedoch nicht genauer zu erkennen sind. Im Hintergrund geht die offene Vegetation in einen lichten Nadelbaumbestand über, in dem einzelne gelb verfärbte Lärchen zu erkennen sind. Am Horizont sind Alpengipfel zu sehen. Das Foto wurde von Simon Drollinger von der Uni Göttingen aufgenommen, der Mitautor der zitierten Studie ist.
Tino Eberl @tinoeberl mastodon.online

#Skifahren in den #Alpen wird im Winter 2026/2027 erneut teurer.

Die Preise für #Skipässe steigen in vielen #Skigebieten. Auf der #Zugspitze kostet eine Tageskarte inzwischen 78 Euro, in Ischgl 83 Euro und im Dolomiti Superski Verbund sogar 89 Euro.

Als Gründe nennen die Betreiber höhere Energie- und Personalkosten. Wer seinen #Skiurlaub frühzeitig plant, kann durch Onlinebuchungen, Rabatttage oder Saisonkarten Geld sparen.

br.de/nachrichten/…

Wintersport Tourismus
Tino Eberl @tinoeberl mastodon.online

Die #Gletscher in der #Schweiz haben 2026 rund 5,5 Prozent ihres Eisvolumens verloren.

Ein schneearmer Winter und extreme sommerliche #Hitzewellen beschleunigten die #Gletscherschmelze. Innerhalb von fünf Jahren verschwanden damit fast 20 Prozent des Eises.

Einige kleinere Gletscher sind bereits abgeschmolzen. Der fortschreitende Eisverlust verändert die #Alpen und beeinträchtigt langfristig ihre Funktion als wichtige #Wasserreservoirs.

spiegel.de/wissenschaft/…

Klimawandel Erderwärmung
Tino Eberl @tinoeberl mastodon.online

An der #Zugspitze haben sich im September große #Gesteinsmassen gelöst.

Eine kilometerweit sichtbare #Staubwolke zog bis nach #Grainau. Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet. Laut Bergwacht hält #Permafrost das Gestein am Berg zusammen. Steigende Temperaturen lassen ihn zunehmend schwinden und können #Gesteinsabbrüche begünstigen.

br.de/nachrichten/…

Felssturz Alpen Klimawandel Erderwärmung climatechange
Aljoscha Rittner (beandev) @beandev social.tchncs.de

Das eisfreie Matterhorn ist ein Blick in die Zukunft der Alpen

geo.de/natur/…

Einen ungewöhnlichen Anblick bietet derzeit das 4478 Meter hohe Matterhorn: Das imposante, steil aufragende Felsmassiv ist bis zur Spitze frei von Schnee und Eis. Da die Nullgradgrenze in den Walliser Alpen in normalen Sommern unterhalb von 4000 Höhenmetern liegt, schmilzt der Schnee an den steilen Flanken des Gipfels auch in den warmen Monaten nicht. Doch dieser Sommer war anders.

In 10 Jahren gibt es keine Gletscher mehr in Deutschland.

Klimakrise Alpen Gletscher
Tino Eberl @tinoeberl mastodon.online

Beim verheerenden #Felssturz im nepalesischen #Himalaya spielte der menschengemachte #Klimawandel eine zentrale Rolle.

Steigende Temperaturen, schwindende #Gletscher, tauender #Permafrost und große Mengen #Schmelzwasser destabilisierten den Berghang. Wasser sammelte sich dabei auch in Gesteinsklüften und erhöhte den Druck im Fels. Diese Erkenntnis könnte künftig auch für die Gefahrenüberwachung in den #Alpen relevant sein.

tagesschau.de/wissen/…

Bergsturz Schmelzwasser climatechange
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Wenn es Schmetterlingen zu warm wird

Schmetterlinge sind wechselwarm. Ihre Körpertemperatur hängt deshalb stark von ihrer Umgebung ab. Dabei haben sowohl die Körpergröße als auch die Färbung einen wichtigen Einfluss.

Dennoch sind Schmetterlinge den physikalischen Gegebenheiten keineswegs völlig ausgeliefert. Durch ihr Verhalten können verschiedene Arten beeinflussen, wie stark sie sich aufheizen. Doch was passiert, wenn es durch den Klimawandel dauerhaft wärmer wird?

Eine Biologin der Universität Würzburg untersuchte Schmetterlinge entlang verschiedener Höhenlagen in den deutschen Alpen. Sie erfasste unter anderem, wie gut die einzelnen Arten ihre Körpertemperatur regulieren und welche Hitze sie maximal vertragen. Diese Eigenschaften verglich sie mit Veränderungen ihrer Höhenverbreitung innerhalb des vergangenen Jahrzehnts.

Dabei zeigte sich, dass Arten, die ihre Körpertemperatur schlechter regulieren können, ihre Verbreitungsgebiete besonders stark nach oben verschoben haben. Bei zwei besonders schwachen Temperaturregulierern lagen diese Verschiebungen innerhalb von zehn Jahren bei 120 beziehungsweise sogar 195 Höhenmetern.

Hinweise darauf, dass sich die Temperaturregulation oder Hitzetoleranz der Arten selbst an die wärmeren Bedingungen angepasst hätte, fand die Forscherin dagegen nur wenige.

Körpergröße und Farbe spielten insgesamt eine wichtige Rolle. Große Arten konnten hohe Körpertemperaturen besser vermeiden als kleine. Dunkle Schmetterlinge konnten ihre Temperatur zwar teilweise besser regulieren, erwärmten sich insgesamt aber stärker als helle.

Entsprechend fanden sich in den wärmeren Tieflagen häufiger große und helle Arten, weiter oben dagegen mehr kleine und dunkle.

Es zeigt sich also, dass sich zunehmend verändert, welche Arten überhaupt wo vorkommen können. Für den Naturschutz ist das nicht unerheblich. Wenn Schmetterlinge steigenden Temperaturen nach oben ausweichen, müssen sie dort geeignete Lebensräume mit entsprechenden Raupenfutterpflanzen vorfinden.

Gerade für Arten, die ohnehin schon in großen Höhen leben, wird der Platz zudem irgendwann knapp. Ein Berg lässt sich schließlich nicht unbegrenzt hinaufwandern.

Quelle:
Ashe-Jepson, 2026, Communications Biology
doi.org/10.1038/…

schmetterling jmu alpen klima biologie
+3 Less wissenschaft wisskomm anysci
Das Bild zeigt zwei Schmetterlinge, die die Ergebnisse dieser Studie exemplarisch begleiten. Links ist ein Schwalbenschwanz, der mit einer Spannweite von bis zu 8cm zu den größten heimischen Schmetterlingen gehört. Zudem ist er durch seiner Elfenbeinfarbige Grundfarbe trotz des schwarzen Musters darauf sehr hell. Beide Eigenschaften (Größe und Helligkeit) tragen dazu bei, dass der Schwalbenschwanz recht gut mit hohen Temperaturen zurechtkommt. Rechts im Bild ist  ein Wasser-Mohrenfalter. Er ist etwa nur halb so groß wie der Schwalbenschwanz und seine Flügel sind von beiden Seiten dunkelbraun mit einem rotbraunen Muster. Für diesen Schmetterling stellen steigende Temperaturen ein größeres Problem dar, da er nicht gut abkühlen kann. Sein Lebensraum, der bei uns ohnehin nur in den Alpen liegt, verschiebt sich dadurch langsam aber stetig immer weiter nach oben. Die Fotos wurden von Edsme Ashe-Jepson von der Uni Würzburg aufgenommen, die in ihrer Publikation diesen Effekt beschrieben hat.
tagesschau @tagesschau ard.social

Sind Flutkatastrophen wie im Himalaya auch in den Alpen möglich?

Die Flut in Nepal und Tibet Ende August kostete Hunderte Menschen das Leben. Ausgelöst wurde das Unglück durch einen Felssturz. Ist eine vergleichbare Katastrophe auch in den Alpen möglich? Von Frank Bäumer.

➡️ tagesschau.de/wissen/…

Alpen Sturzflut Nepal Himalaya
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Wann lebt der Nachwuchs sein eigenes Leben?

Junge Steinadler verbringen erstaunlich viel Zeit bei ihren Eltern. Zwar beherrschen sie schon wenige Monate nachdem sie flügge geworden sind das Fliegen fast so gut wie erwachsene Tiere, aber dennoch kehren viele noch monatelang ins elterliche Revier zurück.

Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wollte wissen, was schließlich den Ausschlag für den endgültigen Auszug gibt.

Dafür wurden 92 junge Steinadler in den Alpen über sechs Jahre hinweg mit GPS-Sendern verfolgt. Die Sender zeichneten ihre Position teilweise sekündlich auf. So ließ sich nicht nur verfolgen, wohin die Tiere flogen, sondern auch, wie geschickt sie kreisten, Höhe gewannen und den Wind nutzten.

Überraschenderweise sagte dieses Fluggeschick kaum etwas darüber aus, wann ein Jungadler selbstständig wurde.

Aussagekräftiger war, wie weit und wie hoch er sich bei seinen alltäglichen Ausflügen bereits bewegte. Tiere, die zunehmend größere Gebiete erkundeten, verließen eher endgültig das Revier ihrer Eltern.

Offenbar zählt also nicht allein, was ein junger Adler bereits kann, sondern welche Erfahrungen er außerhalb seines vertrauten Umfelds sammelt.

Das finde ich tatsächlich sehr menschlich und erinnert mich irgendwie an das Konzept von “Wurzel und Flügel”. Hübsch, oder?

Dass sich die Jungvögel trotzdem Zeit lassen, könnte übrigens gerade in den Alpen einen guten Grund haben. Die dortige Steinadlerpopulation hat sich so weit erholt, dass fast alle geeigneten Reviere bereits besetzt sind. Solange die Eltern sie dulden, bietet das heimische Revier Nahrung und relative Sicherheit. Außerhalb wartet dagegen eine Landschaft, in der freie Reviere knapp sind und Konkurrenz mit anderen Adlern gefährlich werden kann.

Auch das ist irgendwie scheinbar ein artübergreifendes Konzept.

Quelle:
Brønnvik et al., 2026, Royal Society Open Science
DOI: 10.1098/rsos.251574

adler alpen vogel biologie wissenschaft
+2 Less scicomm anysci
Auf dem Bild zu sehen ist ein Steinadler, der in seinem Nest sitzt. Er wurde mit einem GPS-Tracker markiert, um sein Bewegungsmuster genau aufzeichnen zu können. Das Foto wurde von Klaus Bliem gemacht, Stationsleiter der Forststation Schlanders in der Provinz Bozen. Es begleitet die Pressemeldung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zu deren Ergebnissen der Bewegungsanalyse junger Steinadler in Südtirol.

Keyboard shortcuts

Navigation

Home g h
Feed g f
Messages g m
Notifications g n
Your profile g p
Search /

Actions

Write a new post n
Send the post or message you are writing ⌘/Ctrl ↵
Next post in the feed j
Previous post in the feed k

General

Show this help ?
Close menus and dialogs Esc

The single-key shortcuts pause while you type, and are off on phones and tablets.