bauchspeicheldrusenkrebs

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AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Grundlagenforschung

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den besonders schwer behandelbaren Krebsarten. Das liegt unter anderem daran, dass die Tumorzellen von einem dichten, narbenartigen Gewebe umgeben sind, das sie vor der körpereigenen Immunabwehr abschirmen kann.

Dieses sogenannte Stützgewebe kann bis zu 90 Prozent des Tumors ausmachen. Eine wichtige Rolle spielen dabei bestimmte Bindegewebszellen, die krebsassoziierten Fibroblasten. Sie produzieren nicht nur große Mengen an Kollagen, sondern setzen auch Botenstoffe frei, die die Aktivität von Immunzellen unterdrücken.

Ein Forschungsteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat nun untersucht, wie sich diese Fibroblasten gezielt beeinflussen lassen. Im Mittelpunkt stand das Oberflächenprotein CD44, das an der Weiterleitung von Signalen beteiligt ist, die die Zellen aktivieren.

Mithilfe gentechnischer Verfahren schalteten die Forschenden das Gen für CD44 in menschlichen Fibroblasten aus Bauchspeicheldrüsentumoren aus.

Daraufhin veränderten die Zellen ihre Form und wurden deutlich weniger aktiv. Sie produzierten weniger Kollagen und schütteten geringere Mengen bestimmter Botenstoffe aus, die Entzündungsprozesse fördern und die Immunabwehr hemmen.

In weiteren Laborversuchen konnten T-Zellen, die normalerweise durch diese Botenstoffe gebremst werden, Krebszellen wirksamer abtöten.

Auch im Mausmodell zeigte sich ein deutlicher Effekt. Wurde CD44 in bestimmten Zellen des Tumorstützgewebes ausgeschaltet, waren die Tumoren nach zwei Wochen etwa 50 Prozent kleiner als bei den Kontrolltieren. Gleichzeitig fanden sich weniger regulatorische T-Zellen im Tumorgewebe, die normalerweise die Immunabwehr bremsen.

Mir ist wichtig zu betonen, dass diese Ergebnisse bislang ausschließlich aus präklinischer Forschung stammen. Dabei geht es zunächst darum, biologische Mechanismen besser zu verstehen und ihr Potenzial für mögliche spätere Anwendungen beim Menschen auszuloten.

Bis daraus tatsächlich neue Therapien entstehen, ist es noch ein weiter weiter Weg. Aber weltweit arbeiten viele Forschende daran, die Behandlungsmöglichkeiten bei Krebserkrankungen zu verbessern. One day…

Quelle:
Treffert et al. (2026), Cell Death & Disease, „Loss of CD44 re-educates pancreatic cancer-associated fibroblasts modulating their fibrotic and immunosuppressive functions“

doi.org/10.1038/…

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Das Bild zeigt zwei fluoreszenzmikroskopischen Aufnahmen von menschliche Bindegewebszellen, die ursprünglich aus dem Gewebe eines Bauchspeicheldrüsentumors stammen und für die Untersuchung im Labor kultiviert wurden. Dabei werden bestimmte Zellbestandteile mit fluoreszierenden Farbstoffen sichtbar gemacht.  Solche Zellen werden als krebsassoziierte Fibroblasten bezeichnet. Sie können das Tumorwachstum unterstützen, indem sie unter anderem Bindegewebe aufbauen und Botenstoffe freisetzen, die die Immunabwehr beeinflussen.
Links sind die Zellen großflächig ausgebreitet und besitzen lange, dünne Fortsätze. Diese längliche Form ist typisch für aktivierte Fibroblasten. Aktiviert bedeutet hier, dass die Zellen auf bestimmte Signale aus ihrer Umgebung reagieren und verstärkt Aufgaben übernehmen, die im Tumorgewebe dessen Wachstum begünstigen können. Dazu gehört beispielsweise die Produktion von Kollagen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei das Protein CD44, das sich auf der Zelloberfläche befindet. Es ist unter anderem an der Aufnahme und Weiterleitung von Signalen beteiligt, die das Verhalten der Zellen beeinflussen. In der linken Aufnahme ist CD44 grün angefärbt.
In der rechten Aufnahme sind Zellen, bei denen die Forschenden das Gen für CD44 mithilfe eines gentechnischen Verfahrens ausgeschaltet haben. Die Zellen verlieren dadurch die Fähigkeit, auf einige Außensignale zu reagieren und zeigen in der Folge eher rundliche Formen. Sie sind insgesamt weniger ausgebreitet. Die blaue Markierung zeigt die Zellkerne.
Die veränderte Zellform ist ein sichtbares Anzeichen dafür, dass die Zellen ihren Aktivierungszustand verändert haben und womöglich einen Teil ihrer tumorfördernden Eigenschaften verlieren.
Das Bild stammt aus der Arbeit von Treffert et al, die am Ende des Haupttextes verlinkt ist. Es wurde vom Karlsruher Instituts für Technologie für die Berichterstattung zu dieser Forschung zur Verfügung gestellt.
Tino Eberl @tinoeberl mastodon.online

Ein neuer #Bluttest könnte künftig die #Früherkennung von #Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Menschen mit erhöhtem Risiko unterstützen.

Er kombiniert drei Biomarker zu einem Risikowert. Bis zum möglichen Einsatz sind wegen noch bestehender Unsicherheiten weitere Untersuchungen nötig. Parallel eröffnet der RAS-Inhibitor #Daraxonrasib neue Behandlungsoptionen bei metastasierten Tumoren. Die Zulassung in Europa ist beantragt.

tagesschau.de/wissen/…

Krebsforschung Medizin Früherkennung healthcare
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Neuer Bluttest weckt Hoffnung auf Früherkennung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Tumore der Bauchspeicheldrüse sind meist erst erkennbar, wenn man sie kaum noch behandeln kann. Ein neuer Bluttest kann bei der Früherkennung helfen. Hoffnung weckt auch ein neuer Wirkstoff. Von Julia Jakob

➡️ tagesschau.de/wissen/…

Gesundheit Bauchspeicheldrüsenkrebs

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