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đŸłïžâ€âš§ïž Christin Löhner đŸłïžâ€đŸŒˆ @christin lsbt.me

đŸŽ‰đŸŽ‚đŸ„ł #HAPPY #BIRTHDAY lsbt.me! đŸ„łđŸŽ‚đŸŽ‰

Heute vor genau 4 Jahren, am 3. November 2022, ging unsere #Instanz an den Start – und was fĂŒr eine unglaubliche Reise das war!

Aus einer kleinen Idee ist eine lebendige #Community von mittlerweile 361 trötenden #RĂŒsseln geworden, die zusammen bereits 39884 #Tröts in die Welt geschickt haben! 🐘💜

Ihr habt aus lsbt.me einen #SafePlace gemacht – einen Ort, an dem wir lachen, diskutieren, uns gegenseitig unterstĂŒtzen und einfach wir selbst sein können. Einen Ort, an dem #Vielfalt gelebt und #DiversitĂ€t gefeiert wird.

DANKE an jede einzelne Person hier! Ihr macht diese Instanz zu dem, was sie ist! â€ïžđŸ§ĄđŸ’›đŸ’šđŸ’™đŸ’œ

🎁 Ein kleiner Geburtstagsgedanke:
Damit wir auch in Zukunft gemeinsam feiern können, braucht unsere Instanz weiterhin einen leistungsfĂ€higen #Server und ausreichend Speicherplatz fĂŒr all eure tollen #Bilder, #Videos und #Medien. Die #Serverkosten trage ich derzeit vollstĂ€ndig aus eigener Tasche.

Wenn es Dir hier gefĂ€llt und Du möchtest, dass lsbt.me auch die nĂ€chsten Jahre fĂŒr uns alle ein Zuhause bleibt, freue ich mich ĂŒber jede #UnterstĂŒtzung – einmalig oder als regelmĂ€ĂŸige #Spende per #PayPal oder #Dauerauftrag.

Alle Infos findest Du hier: lsbt.me/about#spenden

Auf die nĂ€chsten Jahre mit euch allen! đŸ„‚âœš

Eure #Admina Christin

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Ab sofort lassen sich Bilder inline im Markdown Text platzieren. Vorher waren sie immer automatisch in einer Galerie am Ende des Textes. Das soll dem Autor ermöglichen Posts besser zu gestalten und fĂŒr den Leser sinnvoller/angenehmer machen.

FrĂŒhstĂŒck im EM Breakfast Club.Bei der GUI bin ich mir noch nicht 100%ig sicher, was der beste Weg ist und freue mich ĂŒber Anregungen dazu. Aktuell kann man per u.a. Bilder einfach per Drag and Drop in den Editor ziehen und dann rechts, links oder zentriert positionieren.

Als Beispielfoto seht Ihr hier ein FrĂŒhstĂŒck im EM Breakfast Club Hamburg. Sehr zu empfehlen!

PS: In der mobilen Ansicht werden Bilder nicht rechts und links, sondern nur direkt im Text angezeigt.

vutuv Editor Hamburg Bilder
vutuv Editor Hamburg Bilder
Solarpunk @solar-punk.org solar-punk.org

Der Möglichkeitssinn

Die grĂ¶ĂŸte StĂ€rke von Solarpunk als Bewegung liegt darin, Menschen zu ermöglichen, sich andere, bessere ZukĂŒnfte ĂŒberhaupt erst vorzustellen. Dieser Möglichkeitssinn – die FĂ€higkeit, hinter dem Bestehenden auch das Mögliche zu sehen – ist im 21. Jahrhundert erstaunlich verkĂŒmmert. Warum das so ist und wie Solarpunk diesen Sinn in verschiedenen Lebensbereichen wieder stĂ€rkt, lest ihr hier.

„Earth, water, air“ by Xulia Vicente, CC BY-ND 4.0Sind Utopien gefĂ€hrlich?Utopien haben ein Imageproblem. Sie gelten entweder als weltfremde Spinnereien – nett gemeint, aber praktisch irrelevant – oder als gefĂ€hrliche Einstiegsdrogen in totalitĂ€re Systeme. Manchmal wird ihnen sogar beides gleichzeitig vorgeworfen, was schon rein logisch nicht ganz aufgeht: Etwas kann kaum zugleich zu harmlos-vertrĂ€umt und zu gefĂ€hrlich-wirkmĂ€chtig sein.

Diese Abwertung hat Geschichte. Konservative und liberale Denker haben seit dem 20. Jahrhundert immer wieder vor der utopischen Vernunft gewarnt – als hĂ€tte die Vorstellung einer besseren Welt zwangslĂ€ufig den Weg in ins Arbeitslager zur Folge. Karl Popper etwa sah im utopischen Denken den NĂ€hrboden fĂŒr totalitĂ€re GesellschaftsentwĂŒrfe. Diese Kritik trifft einen wahren Kern – tatsĂ€chlich haben sich einige Utopien in Dystopien verwandelt, wenn sie mit absoluter Gewissheit und ohne Fehlerkorrektur umgesetzt werden sollten. Aber sie wird auch strategisch genutzt, um jede Vorstellung einer anderen Gesellschaftsordnung von vornherein zu diskreditieren. Wenn „es gibt keine Alternative“ zur Standardantwort auf gesellschaftliche Probleme wird, stirbt der Möglichkeitssinn einen stillen Tod.

Dagegen steht der Philosoph Ernst Bloch mit seinem Hauptwerk Das Prinzip Hoffnung. FĂŒr Bloch ist Utopie kein fertiger Bauplan, sondern eine Denkbewegung – der „Traum nach vorwĂ€rts“, das Noch-Nicht-Bewusste, das sich in Kunst, AlltagstrĂ€umen und gesellschaftlichen SehnsĂŒchten immer wieder zeigt. Utopisches Denken ist bei Bloch nicht die Behauptung, man wisse genau, wie die perfekte Zukunft aussieht – es ist die Öffnung eines Möglichkeitsraums. Genau das macht auch die StĂ€rke von Solarpunk aus: Es geht nicht um ein fertiges Programm, sondern um das beharrliche Wachhalten der Frage „was wĂ€re, wenn?“

Der Verlust der UtopieEin aufschlussreiches Beispiel dafĂŒr, wie dieser Öffnungsprozess auch wieder verengt werden kann, liefert die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung selbst. Die frĂŒhsozialistischen und -anarchistischen Strömungen des 19. Jahrhunderts – von Charles Fourier ĂŒber Robert Owen bis zu Peter Kropotkin – waren zutiefst utopisch geprĂ€gt: Sie entwarfen konkrete, oft geradezu verspielte Bilder davon, wie eine solidarische Gesellschaft aussehen könnte, wie Arbeit, Wohnen und Gemeinschaft neu organisiert werden könnten. Karl Marx und Friedrich Engels grenzten sich davon explizit ab und prĂ€gten den abwertenden Begriff des „utopischen Sozialismus“, den sie ihrem eigenen, angeblich „wissenschaftlichen“ Sozialismus gegenĂŒberstellten.

Der Anspruch, historische GesetzmĂ€ĂŸigkeiten erkannt zu haben, statt bloß wĂŒnschenswerte ZukĂŒnfte zu entwerfen, verlieh der Bewegung zwar analytische SchĂ€rfe – er trug aber möglicherweise auch dazu bei, dass sich spĂ€ter autoritĂ€re Umsetzungen durch eine selbsternannte revolutionĂ€re Vorhut (die berĂŒhmte „Avantgarde“ Lenin’scher PrĂ€gung) leichter legitimieren ließen. Wenn eine Partei behauptet, im Besitz der wissenschaftlichen Wahrheit ĂŒber den Geschichtsverlauf zu sein, braucht sie die Vielstimmigkeit utopischen Denkens nicht mehr – sie hat ja schon recht. Der Verlust des offenen, experimentellen Möglichkeitssinns zugunsten einer geschlossenen „wissenschaftlichen“ Gewissheit könnte also selbst Teil des Problems gewesen sein, nicht die Utopie an sich.

Auch der Historiker Rutger Bregman hat mit seiner Formel von der „Utopie fĂŒr Realisten“ gezeigt, dass sich große gesellschaftliche Fortschritte – der Achtstundentag, das Frauenwahlrecht, die Demokratie selbst – zu ihrer Zeit allesamt als naive Utopien anhörten, bevor sie Wirklichkeit wurden. Utopisches Denken war historisch gesehen nie nur ein RĂŒckzugsort fĂŒr TrĂ€umer, sondern oft der Vorlauf fĂŒr reale VerĂ€nderung.

Falsche Überzeugungen verlernenIn seinem Buch Im Grunde gut geht Bregman noch einen Schritt weiter und greift damit eine der hartnĂ€ckigsten Blockaden des Möglichkeitssinns direkt an: das pessimistische Menschenbild. Die Vorstellung, der Mensch sei im Kern egoistisch, konkurrenzgetrieben und nur durch Zwang oder Anreize zu prosozialem Verhalten zu bewegen, gilt vielen als nĂŒchterner Realismus – dabei ist sie selbst eine unbelegte, historisch gewachsene ErzĂ€hlung. Bregman zeigt anhand zahlreicher Beispiele, von Katastrophenforschung bis zur Neubewertung klassischer psychologischer Experimente wie dem Stanford-Prison-Experiment, dass Menschen in Krisensituationen weit hĂ€ufiger kooperativ und solidarisch handeln, als das gĂ€ngige Zerrbild vom egoistischen Menschen suggeriert. Das ist mehr als eine akademische Fußnote: Wenn wir tief davon ĂŒberzeugt sind, dass Menschen im Grunde schlecht sind, wird jede solidarische Utopie automatisch zur naiven TrĂ€umerei abgestempelt, die an der „menschlichen Natur“ scheitern muss. Ein realistischeres, empirisch fundierteres Menschenbild öffnet dagegen erst den Raum, in dem Solarpunk-ZukĂŒnfte ĂŒberhaupt denkbar werden.

Das verweist auf einen wichtigen RĂŒckkopplungseffekt zwischen Möglichkeitssinn und RealitĂ€tssinn: Es geht beim utopischen Denken oft gar nicht in erster Linie darum, etwas Neues hinzuzulernen, sondern darum, vermeintliche Gewissheiten wieder zu verlernen. Das zynische Menschenbild, der Glaube an die Alternativlosigkeit des Status quo, die Überzeugung, Kooperation im großen Stil sei naiv – all das sind keine neutralen Tatsachenbeobachtungen, sondern selbst historisch gewachsene, oft interessengeleitete Narrative. Utopisches Denken korrigiert insofern nicht nur unsere Vorstellung von der Zukunft, sondern auch unsere Wahrnehmung der Gegenwart und der Vergangenheit. Wer erkennt, dass Menschen in der Elbflut-Katastrophe oder nach dem Hurrican Katrina eben nicht in Panik und PlĂŒnderung verfielen, sondern spontane SolidaritĂ€t zeigten, sieht plötzlich auch die Gegenwart mit anderen Augen: Kooperation ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Möglichkeitssinn und der RealitĂ€tssinn stehen sich also nicht als Gegner gegenĂŒber – sie korrigieren sich gegenseitig. Aber wie genau trĂ€gt Solarpunk dazu bei?

Ästhetik: Bilder, die einladenSolarpunk hat als Ästhetik begonnen, und diese visuelle Ebene bleibt bis heute enorm wichtig. Bilder von begrĂŒnten Hochhausfassaden, von Solarpanels auf DĂ€chern traditioneller Architektur, von WindrĂ€dern, die sich organisch in Landschaften einfĂŒgen, von Menschen, die in ĂŒberwucherten, aber lebendigen StĂ€dten unterwegs sind – diese Bilder prĂ€gen das Genre seit seinen AnfĂ€ngen.

Am stĂ€rksten wirkt diese Ästhetik dort, wo sie Vergangenheit und Zukunft versöhnt statt gegeneinander auszuspielen. Anders als der sterile, oft kalte Futurismus klassischer Science-Fiction – glĂ€serne TĂŒrme, makellose OberflĂ€chen, technologische Reinheit – zeigt Solarpunk ZukĂŒnfte, in denen alte Handwerkstechniken, regionale Bauweisen und kulturelle Traditionen mit neuen Technologien verschmelzen. Solarpanels auf LehmhĂ€usern, StadtgĂ€rten mit digitaler BewĂ€sserungstechnik, LastenrĂ€der unter Erntedrohnen. Diese Bilder sagen etwas aus, bevor ĂŒberhaupt ein Wort fĂ€llt: Fortschritt muss nicht bedeuten, dass wir unsere Wurzeln kappen. Man kann in die Zukunft gehen, ohne die Vergangenheit zu vergessen oder plattzuwalzen.

Diese Bilder funktionieren als eine Art Voreinstellung des Möglichkeitssinns – sie geben uns visuelles Material, mit dem wir uns eine andere Welt ĂŒberhaupt erst vorstellen können, bevor der Verstand mit all seinen EinwĂ€nden („aber wie soll das gehen?“) dazwischenfunkt.

Literatur: Die Sogwirkung des „So könnte es werden“In Geschichten wird die StĂ€rkung des Möglichkeitssinns am offensichtlichsten. Die besten Solarpunk-Romane sind akribisch gebaute Zukunftswelten, die trotz aller Hoffnung realistisch bleiben: Der Klimawandel wird nicht einfach wegdiskutiert, MilliardĂ€re geben ihr Vermögen nicht freiwillig her, gesellschaftliche Konflikte lösen sich nicht ĂŒber Nacht in Wohlgefallen auf. Und doch zeigen diese Geschichten immer wieder Szenen von SolidaritĂ€t, Kooperation und kollektivem Handeln, die zeigen: Menschen sind auch zu etwas anderem fĂ€hig als zu Konkurrenz und Ausbeutung.

Wenn diese Gratwanderung gelingt – zwischen ungeschönter Gegenwartsanalyse und der beharrlichen Behauptung, dass es anders gehen könnte – entfalten diese Geschichten eine echte Sogwirkung. Ein starkes GefĂŒhl von „so könnte die Zukunft werden“ stellt sich ein, das sich deutlich von den allgegenwĂ€rtigen Dystopien unterscheidet, die weite Teile der Science-Fiction und auch anderer Genres prĂ€gen. Nach Jahrzehnten von Klimakatastrophen-Szenarien, Überwachungsdystopien und postapokalyptischen Ödlandschaften wirkt eine Geschichte, die zeigt, wie Menschen gemeinsam etwas aufbauen statt nur TrĂŒmmer zu durchqueren, fast schon subversiv.

Diese Literatur ist deshalb kein eskapistischer Kitsch, sondern politische Arbeit im besten Sinne: Sie erweitert, was wir uns ĂŒberhaupt fĂŒr vorstellbar halten – und genau das ist die Voraussetzung dafĂŒr, dass wir fĂŒr etwas kĂ€mpfen können, das es noch nicht gibt.

Bewegung: PrĂ€figurative Praxis im Hier und JetztDemonstrationen, Petitionen, Besetzungen: Soziale Bewegungen werden in der Öffentlichkeit vor allem in Form von Protesten wahrgenommen. Das sind wichtige und notwendige Impulse – sie machen MissstĂ€nde sichtbar und ĂŒben Druck auf Institutionen aus, die sich sonst nicht bewegen wĂŒrden.

Doch Solarpunk als Bewegung setzt in anarchistischer Tradition einen zusĂ€tzlichen Akzent: den der prĂ€figurativen Politik. Der Begriff beschreibt eine Praxis, bei der die gewĂŒnschte Zukunft nicht nur gefordert, sondern im Kleinen schon gelebt wird – als Modell, als Übungsraum,


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