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Sascha Raubal – Autor @Sascha_Raubal muenchen.social

Übrigens, als kleine Erinnerung:
Wenn Ihr Bücher von SelfPublishern oder Kleinverlagen lest und sie Euch gefallen, seid so gut, das möglichst weit zu verbreiten. Falls Ihr einen Account bei Thalia, einem anderen Onlinehändler (evtl. beim großen bösen A) habt, vergebt Sternchen und schreibt vllt. auch ein paar Zeilen dazu.

Das ist so ziemlich die einzige Werbung, die wir haben.

Danke!

(Früher hat wer anders das ab und zu getrötet, jetzt mach ich das mal.)

Bücher Lesen Leseecke Buchstodon

📚 Eine Leserunde im Fediverse – jetzt wird es konkret!

Ich freue mich sehr, diesen Beitrag von @sabinekruber@friendica-deutschland.de zu teilen. 😊

Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder darüber gesprochen, wie gemeinsames Lesen und der Austausch über Bücher auch plattformübergreifend im Fediverse funktionieren können. Und nun gibt es eine wunderbare Gelegenheit, genau das praktisch auszuprobieren.

Sabine startet am 15. November 2026 eine Leserunde zu ihrem weihnachtlichen Fantasyroman „Das Tor ins Anderswann“. 🎄📖✨

Und noch schöner: Sie verlost dafür 5 Buchexemplare.

Wer mitmachen möchte, muss bis zum 25. Oktober 2026 die Frage beantworten:

👉 Würdest Du durch das Tor ins Anderswann gehen – und wenn ja, warum?

Ich finde solche Aktionen spannend, weil sie zeigen, dass das Fediverse viel mehr sein kann als eine Sammlung einzelner Plattformen. Menschen können sich begegnen, gemeinsam etwas entdecken, lesen, diskutieren und Erfahrungen teilen – unabhängig davon, ob sie Friendica, Mastodon, Hubzilla oder eine andere Fediverse-Anwendung nutzen.

Genau solche gemeinsamen Projekte machen für mich den besonderen Reiz des Fediverse aus. 🌐💚

Also: Schaut euch Sabines Beitrag an, macht mit, erzählt anderen davon und gebt der Leserunde im Fediverse ein wenig Reichweite. 🔁📚

Vielleicht entsteht daraus ja noch viel mehr. 😉

#Leserunde #Fediverse #Lesen #Bücher #Fantasy #DasTorinsAnderswann #Zeitreise #Jugendbuch
RE: friendica-deutschland.de/objects/…

tagesschau @tagesschau ard.social

Wie Russland den ukrainischen Buchmarkt angreift

Wegen verstärkter Luftangriffe musste die Kiewer Buchmesse in diesem Jahr abgesagt werden. Russland zerstört Bücher aber auch direkt - durch Raketen auf Lagerhallen. Für viele ein gezielter Angriff auf die ukrainische Kultur. Von F. Kellermann.

➡️ tagesschau.de/kultur/…

Buch-Shop der Zuversicht @BuchShop_der_Zuversicht dresden.network

@PerspectiveDaily@perspective-daily.de steht für konstruktiven #Journalismus und hatte sich für diesen Sommer eine tolle Kampagne zur Stärkung der #Demokratie ausgedacht:

perspective-daily.de/kampagne

Im Hinblick auf die Wahl in #SachsenAnhalt sollten #Erstwähler kostenlose Abos bekommen ❤️ Alles was es dafür bedurft hätte, wären 1.000 neue Jahresabos gewesen.

Bei 1.250 neuen Mitgliedern würden sie zusätzlich auch zukünftig den #Podcast Wind&Wurzeln von @afelia@chaos.social und @hauseins@chaos.social finanzieren.

Bei 1.750 gäbe es Reichweite für @hateaid@troet.cafe und andere #NGO

Und bei 2.000 wären genug Mittel übrig, um Menschen mit #Grundsicherung ein Abo zu schenken.

Um dabei zu helfen, spenden wir für je 15 in unserem Shop verkaufte #Bücher von @SheDrivesMobility@norden.social ein zusätzliches Abo. Wie so oft, war Katja die Erste, die sofort ihre Unterstützung zugesagt hat #Danke! ❤️

Jetzt müsst Ihr noch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen (gutes Buch kaufen und anderen damit helfen) und entscheiden, an wen das erste Abo gehen soll?

• ein Frauenhaus
• ein Altersheim
• eine Obdachlosenunterkunft
• andere - Einrichtung siehe Kommentar

Solarpunk @solar-punk.org solar-punk.org

Der Möglichkeitssinn

Die größte Stärke von Solarpunk als Bewegung liegt darin, Menschen zu ermöglichen, sich andere, bessere Zukünfte überhaupt erst vorzustellen. Dieser Möglichkeitssinn – die Fähigkeit, hinter dem Bestehenden auch das Mögliche zu sehen – ist im 21. Jahrhundert erstaunlich verkümmert. Warum das so ist und wie Solarpunk diesen Sinn in verschiedenen Lebensbereichen wieder stärkt, lest ihr hier.

„Earth, water, air“ by Xulia Vicente, CC BY-ND 4.0Sind Utopien gefährlich?Utopien haben ein Imageproblem. Sie gelten entweder als weltfremde Spinnereien – nett gemeint, aber praktisch irrelevant – oder als gefährliche Einstiegsdrogen in totalitäre Systeme. Manchmal wird ihnen sogar beides gleichzeitig vorgeworfen, was schon rein logisch nicht ganz aufgeht: Etwas kann kaum zugleich zu harmlos-verträumt und zu gefährlich-wirkmächtig sein.

Diese Abwertung hat Geschichte. Konservative und liberale Denker haben seit dem 20. Jahrhundert immer wieder vor der utopischen Vernunft gewarnt – als hätte die Vorstellung einer besseren Welt zwangsläufig den Weg in ins Arbeitslager zur Folge. Karl Popper etwa sah im utopischen Denken den Nährboden für totalitäre Gesellschaftsentwürfe. Diese Kritik trifft einen wahren Kern – tatsächlich haben sich einige Utopien in Dystopien verwandelt, wenn sie mit absoluter Gewissheit und ohne Fehlerkorrektur umgesetzt werden sollten. Aber sie wird auch strategisch genutzt, um jede Vorstellung einer anderen Gesellschaftsordnung von vornherein zu diskreditieren. Wenn „es gibt keine Alternative“ zur Standardantwort auf gesellschaftliche Probleme wird, stirbt der Möglichkeitssinn einen stillen Tod.

Dagegen steht der Philosoph Ernst Bloch mit seinem Hauptwerk Das Prinzip Hoffnung. Für Bloch ist Utopie kein fertiger Bauplan, sondern eine Denkbewegung – der „Traum nach vorwärts“, das Noch-Nicht-Bewusste, das sich in Kunst, Alltagsträumen und gesellschaftlichen Sehnsüchten immer wieder zeigt. Utopisches Denken ist bei Bloch nicht die Behauptung, man wisse genau, wie die perfekte Zukunft aussieht – es ist die Öffnung eines Möglichkeitsraums. Genau das macht auch die Stärke von Solarpunk aus: Es geht nicht um ein fertiges Programm, sondern um das beharrliche Wachhalten der Frage „was wäre, wenn?“

Der Verlust der UtopieEin aufschlussreiches Beispiel dafür, wie dieser Öffnungsprozess auch wieder verengt werden kann, liefert die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung selbst. Die frühsozialistischen und -anarchistischen Strömungen des 19. Jahrhunderts – von Charles Fourier über Robert Owen bis zu Peter Kropotkin – waren zutiefst utopisch geprägt: Sie entwarfen konkrete, oft geradezu verspielte Bilder davon, wie eine solidarische Gesellschaft aussehen könnte, wie Arbeit, Wohnen und Gemeinschaft neu organisiert werden könnten. Karl Marx und Friedrich Engels grenzten sich davon explizit ab und prägten den abwertenden Begriff des „utopischen Sozialismus“, den sie ihrem eigenen, angeblich „wissenschaftlichen“ Sozialismus gegenüberstellten.

Der Anspruch, historische Gesetzmäßigkeiten erkannt zu haben, statt bloß wünschenswerte Zukünfte zu entwerfen, verlieh der Bewegung zwar analytische Schärfe – er trug aber möglicherweise auch dazu bei, dass sich später autoritäre Umsetzungen durch eine selbsternannte revolutionäre Vorhut (die berühmte „Avantgarde“ Lenin’scher Prägung) leichter legitimieren ließen. Wenn eine Partei behauptet, im Besitz der wissenschaftlichen Wahrheit über den Geschichtsverlauf zu sein, braucht sie die Vielstimmigkeit utopischen Denkens nicht mehr – sie hat ja schon recht. Der Verlust des offenen, experimentellen Möglichkeitssinns zugunsten einer geschlossenen „wissenschaftlichen“ Gewissheit könnte also selbst Teil des Problems gewesen sein, nicht die Utopie an sich.

Auch der Historiker Rutger Bregman hat mit seiner Formel von der „Utopie für Realisten“ gezeigt, dass sich große gesellschaftliche Fortschritte – der Achtstundentag, das Frauenwahlrecht, die Demokratie selbst – zu ihrer Zeit allesamt als naive Utopien anhörten, bevor sie Wirklichkeit wurden. Utopisches Denken war historisch gesehen nie nur ein Rückzugsort für Träumer, sondern oft der Vorlauf für reale Veränderung.

Falsche Überzeugungen verlernenIn seinem Buch Im Grunde gut geht Bregman noch einen Schritt weiter und greift damit eine der hartnäckigsten Blockaden des Möglichkeitssinns direkt an: das pessimistische Menschenbild. Die Vorstellung, der Mensch sei im Kern egoistisch, konkurrenzgetrieben und nur durch Zwang oder Anreize zu prosozialem Verhalten zu bewegen, gilt vielen als nüchterner Realismus – dabei ist sie selbst eine unbelegte, historisch gewachsene Erzählung. Bregman zeigt anhand zahlreicher Beispiele, von Katastrophenforschung bis zur Neubewertung klassischer psychologischer Experimente wie dem Stanford-Prison-Experiment, dass Menschen in Krisensituationen weit häufiger kooperativ und solidarisch handeln, als das gängige Zerrbild vom egoistischen Menschen suggeriert. Das ist mehr als eine akademische Fußnote: Wenn wir tief davon überzeugt sind, dass Menschen im Grunde schlecht sind, wird jede solidarische Utopie automatisch zur naiven Träumerei abgestempelt, die an der „menschlichen Natur“ scheitern muss. Ein realistischeres, empirisch fundierteres Menschenbild öffnet dagegen erst den Raum, in dem Solarpunk-Zukünfte überhaupt denkbar werden.

Das verweist auf einen wichtigen Rückkopplungseffekt zwischen Möglichkeitssinn und Realitätssinn: Es geht beim utopischen Denken oft gar nicht in erster Linie darum, etwas Neues hinzuzulernen, sondern darum, vermeintliche Gewissheiten wieder zu verlernen. Das zynische Menschenbild, der Glaube an die Alternativlosigkeit des Status quo, die Überzeugung, Kooperation im großen Stil sei naiv – all das sind keine neutralen Tatsachenbeobachtungen, sondern selbst historisch gewachsene, oft interessengeleitete Narrative. Utopisches Denken korrigiert insofern nicht nur unsere Vorstellung von der Zukunft, sondern auch unsere Wahrnehmung der Gegenwart und der Vergangenheit. Wer erkennt, dass Menschen in der Elbflut-Katastrophe oder nach dem Hurrican Katrina eben nicht in Panik und Plünderung verfielen, sondern spontane Solidarität zeigten, sieht plötzlich auch die Gegenwart mit anderen Augen: Kooperation ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Möglichkeitssinn und der Realitätssinn stehen sich also nicht als Gegner gegenüber – sie korrigieren sich gegenseitig. Aber wie genau trägt Solarpunk dazu bei?

Ästhetik: Bilder, die einladenSolarpunk hat als Ästhetik begonnen, und diese visuelle Ebene bleibt bis heute enorm wichtig. Bilder von begrünten Hochhausfassaden, von Solarpanels auf Dächern traditioneller Architektur, von Windrädern, die sich organisch in Landschaften einfügen, von Menschen, die in überwucherten, aber lebendigen Städten unterwegs sind – diese Bilder prägen das Genre seit seinen Anfängen.

Am stärksten wirkt diese Ästhetik dort, wo sie Vergangenheit und Zukunft versöhnt statt gegeneinander auszuspielen. Anders als der sterile, oft kalte Futurismus klassischer Science-Fiction – gläserne Türme, makellose Oberflächen, technologische Reinheit – zeigt Solarpunk Zukünfte, in denen alte Handwerkstechniken, regionale Bauweisen und kulturelle Traditionen mit neuen Technologien verschmelzen. Solarpanels auf Lehmhäusern, Stadtgärten mit digitaler Bewässerungstechnik, Lastenräder unter Erntedrohnen. Diese Bilder sagen etwas aus, bevor überhaupt ein Wort fällt: Fortschritt muss nicht bedeuten, dass wir unsere Wurzeln kappen. Man kann in die Zukunft gehen, ohne die Vergangenheit zu vergessen oder plattzuwalzen.

Diese Bilder funktionieren als eine Art Voreinstellung des Möglichkeitssinns – sie geben uns visuelles Material, mit dem wir uns eine andere Welt überhaupt erst vorstellen können, bevor der Verstand mit all seinen Einwänden („aber wie soll das gehen?“) dazwischenfunkt.

Literatur: Die Sogwirkung des „So könnte es werden“In Geschichten wird die Stärkung des Möglichkeitssinns am offensichtlichsten. Die besten Solarpunk-Romane sind akribisch gebaute Zukunftswelten, die trotz aller Hoffnung realistisch bleiben: Der Klimawandel wird nicht einfach wegdiskutiert, Milliardäre geben ihr Vermögen nicht freiwillig her, gesellschaftliche Konflikte lösen sich nicht über Nacht in Wohlgefallen auf. Und doch zeigen diese Geschichten immer wieder Szenen von Solidarität, Kooperation und kollektivem Handeln, die zeigen: Menschen sind auch zu etwas anderem fähig als zu Konkurrenz und Ausbeutung.

Wenn diese Gratwanderung gelingt – zwischen ungeschönter Gegenwartsanalyse und der beharrlichen Behauptung, dass es anders gehen könnte – entfalten diese Geschichten eine echte Sogwirkung. Ein starkes Gefühl von „so könnte die Zukunft werden“ stellt sich ein, das sich deutlich von den allgegenwärtigen Dystopien unterscheidet, die weite Teile der Science-Fiction und auch anderer Genres prägen. Nach Jahrzehnten von Klimakatastrophen-Szenarien, Überwachungsdystopien und postapokalyptischen Ödlandschaften wirkt eine Geschichte, die zeigt, wie Menschen gemeinsam etwas aufbauen statt nur Trümmer zu durchqueren, fast schon subversiv.

Diese Literatur ist deshalb kein eskapistischer Kitsch, sondern politische Arbeit im besten Sinne: Sie erweitert, was wir uns überhaupt für vorstellbar halten – und genau das ist die Voraussetzung dafür, dass wir für etwas kämpfen können, das es noch nicht gibt.

Bewegung: Präfigurative Praxis im Hier und JetztDemonstrationen, Petitionen, Besetzungen: Soziale Bewegungen werden in der Öffentlichkeit vor allem in Form von Protesten wahrgenommen. Das sind wichtige und notwendige Impulse – sie machen Missstände sichtbar und üben Druck auf Institutionen aus, die sich sonst nicht bewegen würden.

Doch Solarpunk als Bewegung setzt in anarchistischer Tradition einen zusätzlichen Akzent: den der präfigurativen Politik. Der Begriff beschreibt eine Praxis, bei der die gewünschte Zukunft nicht nur gefordert, sondern im Kleinen schon gelebt wird – als Modell, als Übungsraum,…

SusanneBonn @SusanneBonn hessen.social

Ich habe die kleinen Helden aus der Postfiliale befreit! Das ging ganz ohne Streitaxt oder Zauberspruch. Die elektronische Variante konnte ich ja schon lesen, und es sind tolle Geschichten drin. Die Bilder dürften auf Papier aber besser zur Geltung kommen.

Edit: Link vergessen:
kleine-helden.de/produkt/…

phantastik kurzgeschichten pnpde Bücher
Buch „Kleine Helden – Kurzgeschichten“, Hardcover. Auf dem gezeichneten Cover ist eine Gestalt mit grünem Umhang und Knollennase zu sehen, die auf einem Eichhorn mit Nuss in den Pfoten durch den Wald reitet. Davor steht eine graue Kunststofffigur des Eichhornreiters auf einer grünen Tischplatte.

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