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Vor ein paar Tagen wurde ich gefragt, ob und wie ein Karrierenetzwerk eigentlich etwas für Coworking Spaces und deren Mitglieder tun könnte. Schwierige Frage, dachte ich. 🤔

Mein erster Gedanke: Bitte kein weiteres Buchungssystem. Davon gibt es genug. ✋

Interessanter finde ich eine andere Frage: Berufliche Netzwerke wissen ziemlich viel darüber, mit wem und manchmal auch woran wir arbeiten – aber erstaunlich wenig darüber, von wo aus wir arbeiten. 🫤

Dabei ist genau das eine Stärke von Coworking: ortsunabhängig arbeiten zu können – und dafür Orte zu wählen, die zu den eigenen Bedürfnissen passen. Ein guter Coworking Space ist schließlich nicht einfach ein Ort, an dem ich einen Schreibtisch buche. Er ist ein sozialer Knotenpunkt, an dem Menschen, Kompetenzen und Ideen aufeinandertreffen. 🕸️

Was wäre also, wenn ich in einem beruflichen Netzwerk sichtbar machen könnte: Heute arbeite ich von hier. Und wenn ich vor einer Reise nicht nur sehen könnte, wo es einen Arbeitsplatz gibt, sondern auch, welche Menschen und Kompetenzen ich dort antreffen kann? 🗺️

Vermutlich würden sich so Menschen begegnen, die eine gewisse Haltung zum Arbeiten teilen, aber aus ganz unterschiedlichen Branchen und Professionen kommen. Das klingt für mich nach ziemlich viel Potenzial für jene Serendipitätsmomente, die Coworking so wertvoll machen können. 🎯

Dann wäre die Frage nicht mehr nur: Wo kann ich arbeiten? Sondern: Wo kann ich arbeiten – und wem könnte ich dort begegnen? 🙃

Vielleicht braucht die Coworking-Szene also gar nicht noch mehr digitale Verwaltung von Arbeitsplätzen, sondern eine bessere Verbindung von Menschen, Kompetenzen und Orten. 🔗

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Was hilft Menschen, an einem neuen Ort anzukommen – und sich irgendwann zugehörig zu fühlen?

Diese Frage beschäftigt mich gerade in einem beruflichen Projekt, auch aus der eigenen Erfahrung unseres Ankommens in Stendal heraus. Dabei richtet sich mein Blick auf sogenannte Touchpoints: Anknüpfungspunkte, die Orientierung geben und Beziehungen ermöglichen. Das kann eine ansprechbare Person sein, ein gemeinsamer Arbeitsplatz, eine Einladung zum nächsten Treffen oder die Gelegenheit, eine eigene Idee einzubringen.

Entscheidend scheint mir, was aus einem ersten Kontakt entstehen kann: Wer stellt mich anderen vor? Wo werde ich wiedererkannt? Wo kann ich mitgestalten?

Für uns waren Andrea und ihr Stendaler Café Lavanderia ein solcher Anknüpfungspunkt. Dort lernte ich Carla kennen, deren Nachmieter wir Jahre später wurden. Carla brachte uns mit Peggy zusammen, die uns zu unserer ersten Silvesterparty in Stendal einlud. Peggy erzählte uns wiederum von einer Familie, die auf den benachbarten Hof gezogen war. So lernte ich Miriam kennen – und aus unseren beiden Familien wurden Freunde.

Ankommen besteht offenbar auch aus solchen Verkettungen: Aus einer Begegnung entsteht eine Einladung, daraus ein weiterer Kontakt und irgendwann eine vertraute Beziehung. Dafür braucht es Menschen, die Türen öffnen und andere miteinander verbinden. Diese oft unscheinbare Arbeit verdient mehr Aufmerksamkeit, wenn wir darüber sprechen, wie Orte einladend werden und Gemeinschaft wachsen kann.

Unsere Geschichte zeigt mir allerdings auch: Selbst innerhalb einer Familie gelingt das Ankommen nicht allen gleichermaßen. Meine Frau und ich haben unterschiedlich gut Anschluss gefunden. Auch diesen Aspekt möchte ich in meiner Untersuchung genauer betrachten. Denn hier vermute ich einen blinden Fleck in der Debatte um die Gewinnung von Fachkräften: Wir richten viel Aufmerksamkeit auf die Person, die eine Stelle antritt. Welche Beziehungen, Perspektiven und Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihre Partner*innen und Kinder brauchen, gerät dabei leicht aus dem Blick. Dabei kann gerade das mitentscheiden, ob aus einem beruflichen Wechsel ein gemeinsames Zuhause wird.

Welche Begegnung hat euch einmal das Gefühl gegeben, an einem neuen Ort angekommen zu sein?

CoRegion Touchpoints
CoRegion Touchpoints
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Meine wichtigste Erkenntnis dazu: Es sind Menschen nicht Institutionen, die beim Ankommen und dem Aufbau eines Zugehörigkeitsgefühls helfen.

Ein Café ist nicht per se ein Ort, der Gäste zusammenbringt, miteinander vernetzt. Das kann geschehen genau wie du es erlebt hast, wenn die passenden Menschen aufmerksame Gastgeber:innen sind und einen Sinn für Vernetzung haben.
Ähnlich ist die Unterstützung des Ankommens in einem Coworking Space; wobei hier durch das Arbeiten nebeneinander die Rolle des Hosts weniger erforderlich ist als im Café.

Dies Unterstützung zum Ankommen kann auch in einem Laden passieren, wenn die Menschen darin interessiert und neugierig auf ihre neue Nachbarschaft sind und entsprechend Empfehlungen aussprechen.

Gerade in einer touristischen Umgebung wie ich sie auf Mallorca erlebe, ist es eine gewisse Herausforderung, genau diese Menschen zu finden.

Hallo Vutuv! 👋

Ich bin Tobias Kremkau, arbeite für die CoWorkLand eG und beschäftige mich vor allem mit der Frage, wie wir gutes Arbeiten und gutes Leben in ländlichen Räumen miteinander verbinden können.

Mich interessieren Coworking und neue Arbeitsorte, Regionalentwicklung, soziale Innovation und lebendige Gemeinschaften – und ganz grundsätzlich die Frage, wie wir MehrWertOrte schaffen, an denen Menschen gerne leben, arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Berufliche Netzwerke finde ich besonders dann spannend, wenn sie tatsächlich Netzwerke sind: Orte für Austausch, neue Gedanken, Widerspruch, gegenseitige Unterstützung und unerwartete Verbindungen – und nicht nur Bühnen für Selbstvermarktung und Reichweitenoptimierung.

Deshalb bin ich neugierig auf Vutuv.

Mal sehen, welche Menschen und Ideen mir hier begegnen. Und weil ein Netzwerk vom Vernetzen lebt: Sagt gerne Hallo. 👋

coworking mehrwertorte Rural
coworking mehrwertorte Rural
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Das ist ja eine spannende Idee! Also CoWork Land. Und Wahnsinn, wie viele Standorte ihr schon habt.

PS: Du kannst dafür eine eigene Organisation in vutuv anlegen.

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Hallo Vutuv! 👋

Ich bin Tobias Kremkau, arbeite für die CoWorkLand eG und beschäftige mich vor allem mit der Frage, wie wir gutes Arbeiten und gutes Leben in ländlichen Räumen miteinander verbinden können.

Mich interessieren Coworking und neue Arbeitsorte, Regionalentwicklung, soziale Innovation und lebendige Gemeinschaften – und ganz grundsätzlich die Frage, wie wir MehrWertOrte schaffen, an denen Menschen gerne leben, arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Berufliche Netzwerke finde ich besonders dann spannend, wenn sie tatsächlich Netzwerke sind: Orte für Austausch, neue Gedanken, Widerspruch, gegenseitige Unterstützung und unerwartete Verbindungen – und nicht nur Bühnen für Selbstvermarktung und Reichweitenoptimierung.

Deshalb bin ich neugierig auf Vutuv.

Mal sehen, welche Menschen und Ideen mir hier begegnen. Und weil ein Netzwerk vom Vernetzen lebt: Sagt gerne Hallo. 👋

coworking mehrwertorte Rural
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Tobias Kremkau @kremkau machteburch.social

Heute Nachmittag bin ich zu Gast beim digitalen 5-Uhr-Tee der Dorfbewegung Brandenburg. Ich spreche darüber, wie wir unsere Dörfer mit MehrWertOrten beleben können. Seid gerne dabei: eveeno.com/5_uhr_tee-mehrwertort

Worum geht es? Für mich sind #MehrWertOrte die Weiterentwicklung von #Coworking – vor allem in ländlichen Regionen. Sie verbinden oft verschiedene Angebote wie Coworking, Café oder Nahversorgung mit Kultur, Austausch und nachbarschaftlichen Angeboten – passend zu den Bedürfnissen vor Ort.

Tobias Kremkau @kremkau machteburch.social

In seinem Impuls beim heutigen Forschungsfrühstück in #Zeitz hob DHN-Rektor Markus Krabbes am Beispiel der Potenziale des länderübergreifenden Osterlands auch #Coworking-Spaces als wichtigen Standortfaktor für Kommunen hervor. Passend als „Oster Spaces“ bezeichnet, können sie dazu beitragen, auch jenseits der Metropolen lebendige Forschungs- und Innovationsökosysteme entstehen zu lassen. 📸

Mehrere Teilnehmer sitzen während eines Forschungsfrühstücks an einem gedeckten Tisch und verfolgen einen Vortrag. Auf der Leinwand ist eine Zeichnung zum Thema „Oster Spaces“ zu sehen; daneben steht eine Pinnwand mit den Begriffen „Standort“ und „Ökosystem“.

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