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Mosegård @Mosegaard expressional.social

Ich wohne in #Danemark im Norden und möchte meinen Garten wegen zunehmender #Hitze und #Trockenheit umgestalten (weniger #rasen mehr #trockenverträgliche #pflanzen Mulch, #regenwassernutzung Wer macht Ähnliches und hat Tipps oder Lust auf Austausch? Gerne auch lokal.

Jeg bor i det nordlige #Danmark og vil gerne omlægge min #have på grund af den stigende varme og #torke (mindre græsplæne, flere tørketolerante planter, barkflis, genbrug af #regnvand). Er der nogen, der gør noget lignende og har gode råd eller lyst til at udveksle erfaringer? Gerne også lokalt.

blomster insekter have natur flowers
+11 Less insects garden nature blumen insekten garten Gardening schmetterling sommerfugl butterfly naturalist
Neues Blumenbeet
Nyt blomsterbed
WDR (inoffiziell) @wdr squeet.me

Ihr Hobby ist Tauchen, ihr Ehrenamt: Seegras in der Ostsee pflanzen. Warum zwei Essenerinnen für den Schutz des Meeres abtauchen.#WDR #Seegras #tauchen #Ehrenamt #Essen #Ostsee #Pflanzen #NRW
Um die Ostsee zu schützen, pflanzen zwei Essenerinnen bei Wind und Wetter Seegras ins Meer.

AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Wachstum oder Abwehr?

Pflanzen müssen stehts regulieren, wie sie ihre Energie verteilen. Wachstum kostet Energie und eine aktive Immunabwehr ebenfalls. Ist kein Krankheitserreger in Sicht, lohnt es sich, vor allem ins Wachstum zu investieren. Bei einer Infektion dagegen wird die Abwehr hochgefahren und das Wachstum gebremst.

Forschende der Technischen Universität München haben nun an der Ackerschmalwand, das ist eine typische Modellpflanze, einen Mechanismus untersucht, der diese Balance mitsteuert. Eine wichtige Rolle spielen dabei pflanzliche Steroidhormone. Ja, auch Pflanzen besitzen Steroidhormone.

Die sogenannten Brassinosteroide steuern unter anderem Wachstum und Entwicklung und übernehmen damit wichtige Aufgaben im pflanzlichen Stoffwechsel.

Die Forschenden konnten nun zeigen, wie sie zugleich auf die Immunabwehr einwirken. Sie beeinflussen bestimmte Transkriptionsfaktoren, die wiederum dafür sorgen, dass weniger funktionsfähige Immunrezeptoren in den Zellen gebaut werden.

Solange keine Gefahr droht, hält die Pflanze ihre Abwehr damit gewissermaßen auf Sparflamme und kann dadurch mehr Ressourcen ins Wachstum stecken.

Bei einem Befall ändert sich das. Die hemmenden Transkriptionsfaktoren werden inaktiviert und es entstehen mehr funktionsfähige Immunrezeptoren. Die Pflanze kann den Erreger dann noch besser erkennen und ihre Abwehr aktivieren. Gleichzeitig wird dabei natürlich das Wachstum zurückgefahren.

Besonders interessant ist, wie dieser Schalter funktioniert. Die Transkriptionsfaktoren verändern nicht einfach nur, ob ein Gen abgelesen wird. Über epigenetische Veränderungen beeinflussen sie, welche Variante eines Immunrezeptors aus der genetischen Information entsteht. Denn beim Ablesen eines Gens kann die zunächst entstehende RNA unterschiedlich weiterverarbeitet werden, sodass aus demselben Gen verschiedene Varianten eines Proteins hervorgehen können.

Für die Pflanzenzüchtung könnte genau das interessant werden. Pflanzen mit weniger dieser Transkriptionsfaktoren waren im Versuch widerstandsfähiger gegen einen Mehltauerreger, ohne schlechter zu wachsen.

Langfristig könnte der Mechanismus damit einen Ansatz bieten, den üblichen Kompromiss zwischen guter Krankheitsabwehr und hohem Ertrag zumindest ein Stück weit zu entschärfen.

Quelle:
Ramirez et al., 2026, PNAS
doi.org/10.1073/…

pnas tum biologie pflanzen gartenbau
+3 Less wisskomm wissenschaft anysci
Das Foto zeigt Dr. Brigitte Poppenberger, Professorin für Biotechnologie gartenbaulicher Kulturen an der TUM School of Life Sciences. Sie steht in einem Gewächshaus, umgeben von Pflanzen, die dort unter kontrollierten Bedingungen wachsen. An ihnen erforschen sie und ihre Mitarbeitende Mechanismen der Wachstums- und Entwicklungsregulation von Pflanzen. Der Schwerpunkt dieser Forschung liegt auf den Brassinosteroiden. Erkenntnisse über dessen Wirkungsweise könnten für die Züchtung von Nutzpflanzen hilfreich sein. Das Bild wurde von Andreas Heddergott aufgenommen und von der TMU für die Berichterstattung über diese Forschung zur Verfügung gestellt.
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Pflanzen aus dem All sehen

Pflanzen nehmen Sonnenlicht auf, um Photosynthese zu betreiben, das sollte jedem bekannt sein. Einen winzigen Teil der aufgenommenen Lichtenergie geben sie jedoch wieder ab.

Diese sogenannte Chlorophyllfluoreszenz ist für uns unsichtbar, enthält aber wertvolle Informationen darüber, wie aktiv die Photosynthese gerade abläuft. Gerät eine Pflanze beispielsweise durch Hitze oder Trockenheit unter Stress, kann sich dieses Lichtsignal verändern.

Genau diese Fluoreszenz soll die neue Erdbeobachtungsmission FLEX der Europäischen Weltraumorganisation ESA weltweit vermessen. Der Satellit soll am 15. September starten und trägt dafür das Spektrometer FLORIS an Bord.

FLORIS zerlegt das von der Erde eintreffende Licht in verschiedene Wellenlängen und soll darin die sehr schwachen Fluoreszenzsignale der Vegetation erfassen. Auf diese Weise sollen globale Karten entstehen, die zeigen, wie aktiv Pflanzen Photosynthese betreiben und wo Vegetation unter Stress steht.

Damit das überhaupt funktioniert, ist enorme technische Präzision nötig. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena haben dafür unter anderem eine spezielle Doppelspalt-Baugruppe entwickelt.

Ihre beiden jeweils gut vier Zentimeter langen Schlitze sind nur 85 Mikrometer breit und dürfen davon höchstens um einen Mikrometer abweichen. Schon größere Abweichungen würden dazu führen, dass zu viel oder zu wenig Licht auf den Detektor gelangt und die Messungen ungenauer werden.

Zwei ebenfalls in Jena gefertigte Spiegel besitzen eine Oberflächenrauheit von lediglich 0,3 Nanometern, was ungefähr dem Abstand von ein bis zwei Atomen entspricht. Nur mit einer derart präzisen Optik lässt sich das schwache Signal zuverlässig analysieren.

Die Daten von FLEX könnten helfen, die flächige Reaktion von Vegetation auf Trockenheit, Hitze und weitere Belastungen großräumig zu verfolgen. Für die Klima- und Vegetationsforschung eröffnet das einen besonderen Blick auf die Erde als Ganzes.

Weitere Informationen:
iof.fraunhofer.de/de/…

flex Fraunhofer ESA Floris Optik
+4 Less feinmechanik pflanzen biologie anysci
Das Bild zeigt die im Fraunhofer IOF hergestellte Optik für das Weltraumspektrometer FLORIS. Dieses präzise Instrument muss in einem staubfreien Reinraum zusammengestzt werden, da bereits winzige Verunreinigunegen zu Ungenauigkeiten bei der soäteren Messung führen können.

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