Dr. Daniel Gehr , M. A., Dipl. Biol.
Energie- und Klimamanager @ Gemeinde Windach
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Kürzlich fand die Europäische Mobilitätswoche statt.
Ich durfte als kommunaler Klimamanager Windachs auch das Programm im Landkreis Landsberg am Lech mitgestalten. Mein Vortrag vor ca. 50 interessierten Zuhörenden hatte den Titel:
„Elektromobilität – Mythen, Fakten und 10 Jahre gelebte ErFAHRung“
Nicht erst aufgrund steigender Spritpreise erhöht sich das Interesse der Mitbürger:innen an elektrischen Mobilitätsalternativen. Es bestehen jedoch viele Fragen und Unklarheiten.
Daher wollte ich mit dem Vortrag Aufklärungsarbeit und auch ein Gesprächsangebot machen. Die rege Diskussion und Fragerunde zum Abschluss bestätigten das.
Ganz abgesehen von den Vorteilen für die Umwelt und Klima (1) - Was ist als Fazit festzuhalten:
Elektromobilität funktioniert in den meisten Anwendungsfällen
Einiges, wie das Laden außer Haus mag am Anfang kompliziert klingen – man kommt aber schnell rein
Unter dem Strich ist Elektromobilität günstiger als einen Verbrenner zu fahren
Steht ein Fahrzeugwechsel an, unbedingt an einen Stromer denken
Zu den Kosten:
Aktuellen Berichten zufolge (2) unterscheiden sich Elektroautos und vergleichbare Verbrenner gerade noch um 2.100 € im Anschaffungspreis. Der durchschnittliche Anwendungsfall (13.000 km p. a.) bedeutet mindestens 1.000 € Ersparnis beim Kraftstoff. Dazu kommen: keine Steuer bis 2035, geringere Werkstattkosten (nicht: Öl, Zündkerzen, AU, Luftfilter,…), THG-Prämie (aktuell > 400 € p. a. möglich), in Bayern kostenloses Parken auf öffentlichen Parkplätzen (bis 3 h). So sind die Mehrkosten bei der Anschaffung in deutlich weniger als 2 Jahren wieder eingefahren.
Warum poste ich erst jetzt? Ich war unmittelbar im Anschluss an den Vortrag für 3 Wochen nach Italien verreist. Natürlich mit dem 60 kWh-Stromer (kein Lade- oder Reichweitenmonster). 2.600 km völlig entspannt und ohne Probleme. Energiekosten? 9,10 €/100 km. Alles öffentlich geladen.
Aus meiner Sicht, gibt es keine Ausreden mehr, im durchschnittlichen Alltag, nicht elektromobil unterwegs zu sein (wenn es denn der motorisierte Individualverkehr sein muss). Einigen Fragen sollte man sich beim Wechselwunsch vom Verbrenner zum Stromer vorab stellen. Diese sind im letzten Bild hier aufgeführt. Ihr könnt mich auch gerne kontaktieren, wenn Ihr Fragen habt.
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