Wo man wirklich sieht, dass eine professionelle Arbeit mit SolidCraft nicht zu empfehlen ist, liegt im Bereich der Arbeit mit Konstruktionshilfsmitteln. Bei parametrischem CAD sind die Hilfsmittel essentiell. Aber es scheitert regelmäßig Ebenen und Linien an Körper anzulegen, insbesondere dann, wenn man die Körper von ihrem Ursprungskonstruktionsort verschoben hat (aber genau dann braucht man die Werkzeuge). In Assemblies hinzugefügte Konstruktionshilfsmittel folgen weder Translation noch Rotation und sind damit faktisch nutzlos. Skizzenkonstruktionen sind auch noch sehr wackelig. Fusion360 und FreeCAD fügen schon automatisch sinnvolle Constraints an. SolidCraft macht da wenig und der Resolver hilft wenig bei den Freiheitsgraden.
3d
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UIx sieht auf dem ersten Blick sehr solide aus. Aber es gibt viele Inkonsistenzen. Verständlich in einer 0.* Version, aber symptomatisch für die hohe parallele Programmierung (und auch generell bei Agenten gestützter Softwareentwicklung). Rename von Knoten ist mal Inline, mal mit Dialog. Manche Skizzenelemente und Features öffnen Details auf Doppelklick, andere nur über Kontextmenü. Edit Dialoge sind nicht überall implementiert, dann wird eine JSON Datenstruktur angezeigt, die man editieren kann. Manche Editdialoge werden nicht komplett gefüllt (Move Feature zeigt Translation, aber Rotation ist leer).
Was auch sehr buggy ist, sind boolean-Operationen. Das funktioniert in vielen Kombis nicht. Fillets (also Abrundungen) sind genauso problematisch, wie in vielen anderen CAD Anwendungen. Beides liegt am aktuellen Kernel und es wird an solidcore gearbeitet, ein Nvidia Port zu Rust (wasm Kompatibel), um einen komplett eigenen Kernel zu haben.
Was zu beobachten ist, entgegen vielen Medienberichten, ist das Projekt keine One-man-Show. Es sind viele Devs dabei, die auch recht gutes Wissen in der spezifischen Mathematik haben. Es wird viel Computepower da reingesteckt und hochgradig parallel daran gearbeitet.
Mal sehen, ob die Schlagzahl beibehalten wird. Auf Bugreports wird innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden reagiert (AI powered).
Hier eine Webseite, die Leute zusammenbringt, die gern etwas 3D gedrucktes haben möchten aber selbst keinen 3D Drucker besitzen:
3D-Hirngewebemodell soll Alzheimer-Forschung verbessern
Münchner Forschende haben ein 3D-Gewebemodell aus menschlichen Hirnzellen entwickelt. Es soll helfen, Alzheimer besser zu verstehen und neue Wirkstoffe zu testen. Von Jan Kerckhoff.