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⚓💾 Tueddelmors 💾⚓ @reeeen norden.social

Soziologischer Blick aufs Fediverse: Tönnies’ Gemeinschaft und Gesellschaft lässt grüßen. Jede Instanz ein kleines Dorf mit eigener Hausordnung, und mit den Nachbardörfern darf man trotzdem reden. Nur beim Dorfklatsch fehlt der Algorithmus, dem man die Schuld geben kann.

fediverse mastodon soziologie dezentralisierung activitypub schicksalsjahreeineskaisers

Das ist eine richtig gute Initiative von @catmanfriedhelm@friendica-deutschland.de – und ein schönes Beispiel dafür, dass wir selbst etwas dafür tun können, damit das Fediverse stärker wahrgenommen wird. 👍

Immer wieder wird über die Probleme der großen kommerziellen Netzwerke berichtet. Umso wichtiger ist es, gleichzeitig auch aufzuzeigen, dass es längst Alternativen gibt – mit ihren Möglichkeiten, aber natürlich auch mit ihren Grenzen.

Besonders gut gefällt mir hier der Ansatz, nicht nur darüber zu reden, dass das Fediverse mehr Aufmerksamkeit verdient, sondern selbst aktiv zu werden und Redaktionen anzuschreiben.

Vielleicht folgen ja noch einige diesem Beispiel. 😊
Je häufiger Redaktionen merken, dass Interesse an diesem Thema besteht und Menschen nachfragen, desto größer ist vielleicht auch die Chance, dass das Fediverse in der Berichterstattung öfter und vor allem in seiner ganzen Vielfalt vorkommt.

Denn Fediverse ist eben nicht nur Mastodon. Friendica, Hubzilla, Pixelfed, PeerTube, BookWyrm und viele weitere Projekte zeigen, wie vielfältig dezentrale soziale Netzwerke inzwischen sind.

Danke, Friedhelm, für die Arbeit und fürs Teilen deiner Vorlage. 💚

#Fediverse #ActivityPub #Dezentralisierung #OpenSource #SozialeNetzwerke #Medien
RE: friendica-deutschland.de/objects/…

😺 Cat Man Friedhelm 😺 @catmanfriedhelm friendica-deutschland.de
📢 Das Fediverse braucht mehr Aufmerksamkeit! Show

📢 Das Fediverse braucht mehr Aufmerksamkeit!

Ich habe mich schon öfter gefragt, warum in den Medien ständig über die Probleme der großen sozialen Netzwerke berichtet wird, aber kaum über Alternativen wie das Fediverse.

Deshalb habe ich einfach mal verschiedene Fernsehsender, Zeitungen und Online-Redaktionen angeschrieben und einen Beitrag über das Fediverse angeregt.

Hier findet ihr mein Anschreiben und die gesammelten E-Mail-Adressen der Redaktionen. Vielleicht hat ja jemand Lust, ebenfalls aktiv zu werden. 😊

Das Anschreiben
Betreff: Das Fediverse: Warum berichten die Medien so selten über Alternativen zu Facebook, X und Co.?

Sehr geehrte Damen und Herren,
kaum eine Woche vergeht, ohne dass in den Medien vor den Datenschutzrisiken der großen sozialen Netzwerke gewarnt wird: Datensammlung, personalisierte Werbung und Algorithmen, die das Nutzerverhalten gezielt beeinflussen, sind bei Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok oder X inzwischen gut dokumentiert.

Was dabei vergleichsweise selten thematisiert wird, sind die vielfältigen Möglichkeiten des Fediverse, eines dezentralen Netzwerks, das verschiedene unabhängige soziale Plattformen miteinander verbindet.

Was ist das Fediverse?

Das Fediverse ist kein einzelner Dienst, sondern ein Verbund unabhängiger Server, sogenannter Instanzen, die über offene Protokolle wie ActivityPub miteinander kommunizieren.
Nutzer registrieren sich bei einer Instanz ihrer Wahl, können von dort aus aber auch mit Nutzern anderer Instanzen interagieren, ähnlich wie E-Mail-Anbieter untereinander funktionieren.

Betrieben werden viele Instanzen von Einzelpersonen, Vereinen oder kleinen Teams, häufig ehrenamtlich und über Spenden finanziert. Daneben gibt es auch kommerzielle Hosting-Angebote und Plattformen, die sich mit dem Fediverse vernetzen.

Beispiele für Fediverse-Plattformen und ihre kommerziellen Gegenstücke:

• Mastodon (z. B. Sharkey, troet.cafe): Alternative zu X/Twitter
• Friendica: ähnlich Facebook, mit Gruppen und längeren Beiträgen
• Pixelfed: Alternative zu Instagram
• PeerTube: Alternative zu YouTube
• BookWyrm: Alternative zu Goodreads
• Hubzilla: vielseitige Plattform für soziale Netzwerke und Online-Gemeinschaften

Welche Vorteile bietet das Fediverse?

• Keine zentrale Datensammlung durch einen einzelnen Konzern
• Keine Werbung und keine kommerzielle Verwertung persönlicher Nutzerdaten.
• Keine algorithmisch gesteuerten, personalisierten Timelines wie bei den großen kommerziellen sozialen Netzwerken. Stattdessen werden Beiträge in der Regel chronologisch angezeigt.
• Open Source und dezentral organisiert, wodurch keine Abhängigkeit von einem einzigen Plattformbetreiber besteht
• Nutzer können bewusst eine Instanz mit eigenen Regeln und einer passenden Gemeinschaft auswählen
• Bei vielen Diensten ist ein Wechsel zu einer anderen Instanz möglich, wobei sich je nach Plattform das Profil und teilweise auch die Kontakte mitnehmen lassen

Welche Nachteile sollte man nicht verschweigen?

• Deutlich geringere Reichweite und Nutzerzahlen als bei den etablierten Plattformen
• Die Auswahl der passenden Instanz kann für Einsteiger verwirrend sein
• Moderation und Regeln unterscheiden sich von Instanz zu Instanz, eine zentrale Beschwerdestelle für das gesamte Fediverse existiert nicht
• Kleinere Instanzen hängen häufig von ehrenamtlichem Engagement und Spenden ab, was Ausfallrisiken birgt
• Die Bedienung wirkt auf Neueinsteiger teilweise weniger intuitiv als bei kommerziellen Apps
• Nicht alle Fediverse-Plattformen unterstützen sämtliche Funktionen der jeweils anderen Dienste, sodass die Kommunikation zwischen verschiedenen Plattformen Einschränkungen unterliegen kann

Warum wird so selten über diese Alternativen berichtet?

Gerade weil ständig vor den Risiken der etablierten Plattformen gewarnt wird, würde ich es für sinnvoll halten, wenn auch über bereits existierende und funktionierende Alternativen berichtet würde, einschließlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen.

Das Fediverse besteht schließlich nicht nur aus Mastodon als Alternative zu X. Mit Friendica, Pixelfed, PeerTube, BookWyrm und weiteren Diensten bietet es längst Alternativen für ganz unterschiedliche Bereiche der sozialen Medien.
Mich würde deshalb interessieren, warum das Fediverse in der Berichterstattung bislang eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielt.

Wie viele Menschen wissen überhaupt, dass diese Alternativen existieren? Und könnte eine ausführlichere Berichterstattung dazu beitragen, dass sich mehr Menschen bewusst mit der Frage beschäftigen, wem sie ihre persönlichen Daten anvertrauen und welche sozialen Netzwerke sie nutzen möchten?

Über einen entsprechenden journalistischen Beitrag, der sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen des Fediverse beleuchtet, würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Friedhelm Voellmer

Alle die ich angeschrieben habe

📺 1. Fernsehsender und Rundfunkredaktionen

3sat:
BR PULS:
BR PULS, allgemeiner Kontakt:
BR quer:
Hessischer Rundfunk (hr):
MDR:
MDR Umschau:
Phoenix:
Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb):
SWR Marktcheck:

📰 2. Überregionale Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine

DER SPIEGEL:
DIE ZEIT:
FOCUS Magazin:
Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ):
Frankfurter Rundschau:
Handelsblatt:
Stern:
Süddeutsche Zeitung:
Der Tagesspiegel:
WELT / WELT AM SONNTAG:

🗞️ 3. Regionale Tageszeitungen

Augsburger Allgemeine:
Augsburger Allgemeine, Online-Redaktion:
Berliner Morgenpost:
Berliner Zeitung, Leserredaktion:
BILD Hannover:
Hamburger Abendblatt:
Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ):
Münchner Merkur, Online-Redaktion:
Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ):

🌐 4. Online-Nachrichtenportale und Digitalredaktionen

FOCUS Online:
news.de:
RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND):
RND, redaktionelle Hinweise:
t-online:
Tagesspiegel Background, Digitalisierung & KI:
Watson Deutschland:

📚 5. Magazine und investigative Redaktionen

CORRECTIV, redaktionelle Hinweise:
GEO:
SZ-Magazin, Online-Redaktion:

🌍 6. Internationale deutschsprachige Medien

DER STANDARD (Österreich):
Neue Zürcher Zeitung (Schweiz):

Man hat ja sonst nichts zu tun.😁😁

⚓💾 Tueddelmors 💾⚓ @reeeen norden.social

Kleine Bestandsaufnahme: Von Mastodon aus mit Pixelfed-Leuten quatschen, Lemmy-Diskussionen liken, PeerTube-Videos boosten, alles ein Konto, alles ein Netzwerk, kein Algorithmus fragt mich vorher um Erlaubnis. Wenn das mal keine Zauberei ist?! Bei Twitter hätte ich dafür sieben Apps gebraucht und trotzdem nur Werbung bekommen.

Heute sind mir im Fediverse einige Beiträge begegnet, in denen es um Datenschutz, Anonymität und die Möglichkeiten von Instanzbetreibern ging.

Dabei wird meiner Meinung nach manchmal etwas miteinander vermischt:

Technische Zugriffsmöglichkeiten, Moderation und notwendige Administration sind nicht automatisch Überwachung.

Wer eine Fediverse-Instanz betreibt, übernimmt Verantwortung – für die Sicherheit des Servers, Updates und Angriffe, aber auch für die Menschen auf der eigenen Instanz. Dazu gehört im Ernstfall auch, gegen Spam, Hass, Hetze oder andere Regelverstöße vorzugehen.

Gleichzeitig ist das Fediverse kein anonymer Raum. Auch hier werden Daten verarbeitet, und auch hier braucht es Vertrauen in den Betreiber der gewählten Instanz.

Aus diesen Gedanken ist heute ein ausführlicher Artikel auf der-admin.de entstanden:

👉 Fediverse: Freiheit braucht Verantwortung – auch bei den Instanzbetreibern
der-admin.de/admin-blog/…

Ein Gedanke daraus ist mir besonders wichtig:

„Dezentralität bedeutet nicht, dass niemand Verantwortung trägt. Die Verantwortung wird auf viele Schultern verteilt.“

Wie seht ihr das?
Welche Erwartungen habt ihr an die Betreiber eurer Instanz?

Replying to @reeeen@norden.social

Ich halte dieses Argument für normale Menschen als einen Trugschluss. Das ist ein nicht einzuhaltendes Versprechen. Das ist so, wie wenn ich sagen würde: “Ich bin unabhängig von meiner E-Mail-Adresse - Kann mir morgen eine neue holen und mein E-Mail-Archiv dort hochladen.” Natürlich stimmt die Aussage, aber trotzdem hätte ich dann eine neue E-Mail-Adresse. Wäre für viele Menschen erst mal nicht erreichbar.

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From other networks 4

Der Punkt von “für die meisten nicht erreichbar” wird mit den aktuellen Setups sicher richtig sein. Allerdings ist das Ganze bekanntlich technisch alles außer “Rocket Science” für einen großen Teil der gängisten Dienste.

Ich denke aber, dass es ein ausreichend großes, möglicherweise wachsendes Segment an Menschen am Markt geben dürfte, die Geld gegen größere Unabhängigkeit tauschen würden.

Ein Weg diese Nachfrage zu bedienen wäre einen Teil der “Raketenwissenschaften” durch komfort-orientierte Paketierung für mehr Menschen abzudecken. Teilweise oder vollständig.

Replying to @reeeen@norden.social

Ich halte dieses Argument für normale Menschen als einen Trugschluss. Das ist ein nicht einzuhaltendes Versprechen. Das ist so, wie wenn ich sagen würde: “Ich bin unabhängig von meiner E-Mail-Adresse - Kann mir morgen eine neue holen und mein E-Mail-Archiv dort hochladen.” Natürlich stimmt die Aussage, aber trotzdem hätte ich dann eine neue E-Mail-Adresse. Wäre für viele Menschen erst mal nicht erreichbar.

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From other networks 4
⚓💾 Tueddelmors 💾⚓ @reeeen norden.social

Das Schöne am Fediverse: niemand muss mich fragen, ob ich mitspielen darf. Ich hänge auf norden.social, könnte aber morgen meinen eigenen Server hochziehen, und alles bliebe erreichbar. Kein Konzern, der die Reichweite abdreht, kein Algorithmus, der entscheidet, wer das hier liest. Kennt ihr das Gefühl noch von woanders?

🌐 Drei Tage Fediverse in Berlin – FediDay 2026
Vom 11. bis 13. September 2026 trifft sich in Berlin wieder ein Teil der Fediverse-Community zum 3. Berlin FediDay.

In der c-base Berlin geht es drei Tage lang um das, was unser Fediverse ausmacht: Austausch, offene Protokolle, dezentrale Netzwerke, unterschiedliche Anwendungen und vor allem die Menschen dahinter. Auf dem Programm stehen über 70 Vorträge, Workshops und Gesprächsrunden – von technischen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Fragen rund um freie und dezentrale soziale Netzwerke.

🔗 berlinfedi.day/

Wenn ich mir das Programm anschaue, entdecke ich dabei auch einige Namen, die mir persönlich aus dem Fediverse bekannt sind. Das macht so eine Veranstaltung für mich noch einmal besonders spannend: Hinter all den Projekten und Anwendungen stehen eben Menschen, mit denen man diskutiert, Erfahrungen austauscht oder gemeinsam versucht, das Fediverse ein kleines Stück besser zu machen.

Besonders freue ich mich natürlich darüber, dass auch Friendica beim FediDay vertreten ist. 😊

@heluecht aus dem Friendica-Entwicklerteam, den einige von uns auch von unseren Friendica-Admin-Treffen kennen, hält am Sonntag, dem 13. September, von 12:30 bis 13:00 Uhr den Vortrag:

➡️ „Friendica: Ein Netzwerk, viele Plattformen“

Dabei geht es unter anderem darum, wie Friendica Verbindungen zu unterschiedlichen Diensten und Netzwerken umsetzt – von Diaspora* bis hin zur Verbindung mit der Atmosphere rund um ATProto – und welche Entwicklungen für die Zukunft geplant sind.

Dazu gibt es heute auch einen eigenen Beitrag auf der Friendica-Seite:

🔗 friendi.ca/2026/…

Leider kann ich selbst in diesem Jahr nicht nach Berlin fahren. Sehr schade, denn gerade die persönlichen Gespräche zwischen Nutzerinnen und Nutzern, Administratoren und Entwicklern finde ich bei solchen Veranstaltungen besonders wertvoll.

Aber ganz verzichten muss ich zum Glück nicht. 😊
Die Vorträge werden live gestreamt und anschließend auch als Aufzeichnung zur Verfügung gestellt. Ich habe mir jedenfalls schon einige Programmpunkte herausgesucht, die ich mir im Livestream ansehen möchte. ([Berlin FediDay 2026][3])

Vielleicht geht es ja einigen von euch genauso.

Und vielleicht ist jemand aus meiner Timeline sogar direkt in Berlin dabei? Dann wünsche ich euch schon jetzt viele interessante Gespräche, neue Ideen und Begegnungen – und natürlich ganz viel Fediverse. 🌍

Für mich zeigt der FediDay wieder sehr schön:
Das Fediverse besteht nicht nur aus Software und Protokollen. Es lebt vor allem von den Menschen, die entwickeln, administrieren, erklären, diskutieren, ausprobieren und ihre Erfahrungen miteinander teilen.

Genau diese Vielfalt und dieser Austausch machen für mich das Fediverse aus.

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