Post by Tobias Kremkau
““So you had money to send me to one of the best schools, and you chose not to?” she said, hurling her words. “Because other kids are disadvantaged, you didn’t want to put me in a great school?”
Najya was asking what I’d accomplished by not choosing the “best” school for her. And the honest answer is, I don’t know. When it comes to the choices my husband and I have made about public education, these days I feel that I failed both my values and my child.”
““So you had money to send me to one of the best schools, and you chose not to?” she said, hurling her words. “Because other kids are disadvantaged, you didn’t want to put me in a great school?”
Najya was asking what I’d accomplished by not choosing the “best” school for her. And the honest answer is, I don’t know. When it comes to the choices my husband and I have made about public education, these days I feel that I failed both my values and my child.”
Diese Passage trifft einen Konflikt, der mich gerade selbst beschäftigt. Ich denke darüber nach, Sachsen-Anhalt aufgrund der Landtagswahl zu verlassen, weil ich meinen Kindern möglichst gute Bedingungen für ihr Aufwachsen und ihren Bildungsweg ermöglichen möchte. Gleichzeitig liegt mir dieses Bundesland am Herzen. Ich möchte mich hier einbringen und dazu beitragen, dass sich etwas verändert.
Aber wie viel von dieser Hoffnung darf ich meinen Kindern zumuten? Sie haben sich weder unseren Wohnort noch meine gesellschaftlichen Überzeugungen ausgesucht. Ich kann von ihnen nicht selbstverständlich erwarten, die möglichen Nachteile einer Entscheidung mitzutragen, die ich aus diesen Überzeugungen heraus treffe.
Wegzuziehen würde sich für mich auch wie ein Rückzug anfühlen. Zu bleiben müsste ich aber ebenso verantworten können. Ich weiß noch nicht, wie ich diesen Widerspruch auflöse. Die Frage, ob ich eines Tages erklären müsste, warum ich trotz anderer Möglichkeiten geblieben bin, lässt mich jedenfalls nicht los.
Und wenn wir bleiben, stellt sich gleich die nächste Frage: öffentliche Schule oder Privatschule? Die öffentliche Schule entspricht meinem Verständnis von Bildung und gesellschaftlicher Verantwortung. Die private scheint mir unter den konkreten Bedingungen womöglich das bessere Umfeld für meine Kinder zu bieten.
Es überrascht mich immer wieder, wie sehr die Verantwortung für die eigenen Kinder Überzeugungen ins Wanken bringen kann, die zuvor selbstverständlich schienen. Meine Prinzipien sind mir weiterhin wichtig. Aber ich frage mich, welchen Preis ich bereit wäre, meine Kinder dafür zahlen zu lassen.