Post by Julian Pawlowski
Wie ich aktuell mit mehreren Coding-Agenten arbeite
Inzwischen merke ich immer deutlicher: Es gibt nicht den einen perfekten Agenten â und vermutlich auch nicht die eine perfekte Entwicklungsumgebung â fĂŒr alles.
Ich arbeite aktuell vor allem mit Claude und Codex und merke dabei, dass beide unterschiedliche StÀrken haben.
Claude gefĂ€llt mir hĂ€ufig bei Planung, Struktur und einer ersten Umsetzung innerhalb vorhandener Projektregeln. Codex empfinde ich oft als pragmatischer und direkter und setze ihn deshalb gerne als zweiten Blick oder fĂŒr Reviews ein.
Dabei ist das aber lÀngst kein fester Workflow mehr.
Je nach Aufgabe wechsle ich zwischen den Werkzeugen und lasse auch bewusst einen Agenten auf die Arbeit des anderen schauen.
Der eigentliche SchlĂŒssel ist gemeinsamer Kontext
Damit das funktioniert, muss das Repository selbst gut vorbereitet sein.
Guidelines, Skills, Projektregeln, Tests und eine verstĂ€ndliche Entwicklungsumgebung werden fĂŒr mich immer wichtiger.
Denn wenn jeder Agent erst wieder neu erraten muss, wie ein Projekt aufgebaut ist und welche Regeln gelten, verliert man einen groĂen Teil des ProduktivitĂ€tsgewinns.
Mein Ziel ist deshalb weniger, den âbestenâ Agenten zu finden.
Ich möchte ein Projekt so vorbereiten, dass unterschiedliche Agenten sinnvoll daran arbeiten können und austauschbar bleiben.
Agentische Entwicklung findet fĂŒr mich nicht nur in Agent-First-IDEs statt
Ich nutze VS Code mit Devcontainern ebenfalls intensiv fĂŒr agentische Entwicklung.
Der Unterschied ist fĂŒr mich eher: Dort kann ich den Agenten wesentlich besser auf die Finger schauen.
Ich sehe Dateien, Diffs und die Struktur des Projekts direkt vor mir, kann Ănderungen gezielt nachvollziehen und habe stĂ€rker das GefĂŒhl, jederzeit eingreifen zu können.
Agent-First-Umgebungen wie Claude Code oder Codex sind dagegen besonders angenehm, wenn ich eine Aufgabe stÀrker delegieren und den Agenten relativ selbststÀndig daran arbeiten lassen möchte.
FĂŒr mich lĂ€uft es deshalb nicht auf VS Code oder Agent hinaus.
Und auch nicht auf Claude oder Codex.
Sondern auf eine Kombination daraus â abhĂ€ngig davon, was ich gerade erreichen möchte und wie eng ich die Umsetzung begleiten will.
Vielleicht ist genau das die neue FĂ€higkeit:
Nicht nur Code zu schreiben, sondern fĂŒr jede Aufgabe den richtigen Agenten, den richtigen Kontext und die passende Arbeitsumgebung zusammenzubringen.
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Den Beobachtungen kann ich nur zustimmen.
Ich kann an der Stelle immer auch gerne OpenCode empfehlen, insbesondere auch fĂŒr die FĂ€higkeiten dort beliebige Modelle anklemmen zu können. Und sich das ganze bei Bedarf komfortabel zurecht hacken zu können.
Ansonsten natĂŒrlich eine der Ticket LagerstĂ€tten fĂŒr sauber aufgetrennten externen und wieder aufnehmbaren Kontext quer ĂŒber Harnesses.
Letztlich ein weiteres Beispiel von âsaubere SWE Praktiken mit menschlichen SWE ĂŒbersetzen sich idR auch zu guten Resultaten mit maschinenbasierten SWEsâ.
@johannes_tigges In das Rabbit Hole OpenCode wollte ich bisher noch nicht reinfallen ehrlich gesagt, aber irgendwann wird das kommen đ