Biodiversität

Tags

Follow from the Fediverse

Follow #biodiversitaet from Mastodon or any other Fediverse app and its public posts arrive in your timeline. No vutuv account needed.

@biodiversitaet@tags.vutuv.de

Your address is used once, to send you to your own server's follow dialog. It is never stored here.

Posts with this tag

6 posts

Filters

COP17 zur Biodiversität: Den Holzdieben in Armenien auf der Spur

Ab Montag beraten Vertreter von fast 200 Ländern auf der 17. UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt, wie sich ihre selbst gesteckten Ziele noch erreichen lassen. Unterwegs mit Umweltschützern im Gastland Armenien. Von Norbert Hahn.

➡️ tagesschau.de/ausland/…

Biodiversität UN Armenien
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Bestäuber für Saatgut

Der Rückgang bestäubender Insekten ist ein enormes Problem für die Landwirtschaft. Denn zahlreiche Kulturpflanzen sind für ihre Fortpflanzung auf Bienen, Hummeln und andere Bestäuber angewiesen.

Das betrifft nicht nur die aktuelle Ernte, sondern auch die Produktion von Saatgut für die folgenden Anbaujahre. Bei Karotten beispielsweise entwickelt sich die essbare Wurzel unabhängig von der Bestäubung, für die Gewinnung neuer Samen werden jedoch Bestäuber benötigt.

Wie groß diese Abhängigkeit ist, hat ein Forschungsteam der Universität Hohenheim genauer untersucht. Dafür werteten sie 116 Studien zu insgesamt 74 landwirtschaftlich wichtigen Kulturpflanzen aus.

Bei 54 Kulturen ließ sich die Abhängigkeit der Saatgutproduktion von tierischen Bestäubern bewerten. Für 17 war sie besonders hoch, für weitere 22 hoch. Dazu gehören neben zahlreichen Gemüsearten auch wichtige Futterpflanzen.

Welche wirtschaftliche Bedeutung das hat, zeigt eine weitere Untersuchung der Forschungsgruppe.

In einer Modellrechnung für Deutschland wurde der jährliche wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistungen auf rund 2,3 Milliarden Euro geschätzt. Wurde die Saatgutproduktion aber mit einbezogen, stieg dieser Wert auf 3,1 Milliarden Euro.

Damit lag er rund ein Drittel höher als bei Berechnungen, die diesen wichtigen Bereich der Landwirtschaft nicht berücksichtigen.

Ein Rückgang der Bestäuber könnte damit weitreichendere Folgen für die Landwirtschaft haben, als sich allein an den Ernteerträgen ablesen lässt.

Ich finde, die Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie eng unsere Lebensmittelproduktion mit funktionierenden Ökosystemen verbunden ist. Der Rückgang der Bestäuber betrifft eben nicht nur einzelne Tier- und Pflanzenarten, sondern möglicherweise auch die langfristige Stabilität unserer Landwirtschaft.

Manchmal wird der Wert der Natur erst dann sichtbar, wenn sie fehlt. Aber muss denn immer erst das Kind in den Brunnen fallen?

Quellen
Krumbe et al. (2025), Agriculture, Ecosystems & Environment

doi.org/10.1016/…

Feuerbacher et al. (2024), Environmental and Resource Economics

doi.org/10.1007/…

biene insekten biodiversität landwirtschaft biologie
+4 Less wirtschaft wissenschaft wisskomm anysci
Das Bild zeigt eine Biene auf leuchtend gelben Blüten. Sie sitzt seitlich auf einer geöffneten Blüte und hat ihren Kopf im Blütenkelch versunken. Ihr braun-schwarzer Körper und die durchsichtigen, fein geäderten Flügel sind deutlich zu erkennen. Im Hintergrund befinden sich weitere gelbe Blüten und unscharfe grüne Pflanzenteile. Das Bild wirde von Corinna Schmid aufgenommen und von der Universität Hohenheim für die Berichterstattung zu den im Haupttext verlinkten Studien zur Verfügung gestellt.
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Lachse im Rheinsystem?

Früher war der Atlantische Lachs im Rhein weit verbreitet. Doch Gewässerverschmutzung, Überfischung und der Bau von Wanderhindernissen ließen die Bestände immer weiter schrumpfen. In den 1950er-Jahren galt die Art im Rheinsystem schließlich als ausgestorben.

Seit den 1980er-Jahren wird deshalb versucht, den Lachs wieder anzusiedeln. Jährlich werden inzwischen mehr als eine Million Jungfische aus Aufzuchtstationen in geeignete Nebenflüsse eingesetzt.

Langfristig sollen wieder Populationen entstehen, die sich ohne menschliche Unterstützung erhalten können. Dafür müssen die Tiere ihren Lebenszyklus erfolgreich durchlaufen. Sie wachsen zunächst im Süßwasser heran, wandern ins Meer und kehren nach einigen Jahren zum Laichen in ihre Heimatgewässer zurück.

Aber wie weit ist die Wiederansiedlung nach mehreren Jahrzehnten nun tatsächlich gekommen? Das untersuchte das Forschungsprojekt GeMoLaR unter Leitung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau.

Die Forschenden analysierten mehr als 15.000 genetische Proben, um die Herkunft der Lachse nachzuvollziehen und herauszufinden, wie viele Jungfische tatsächlich aus natürlicher Fortpflanzung stammen.

Die Ergebnisse fallen ernüchternd aus. Zwar kehren durchaus erwachsene Lachse ins Rheinsystem zurück, doch die Bestände sind weiterhin stark von den Besatzprogrammen abhängig.

In der Agger wurden beispielsweise nur etwa fünf Prozent der untersuchten Junglachse als mögliche Naturbrut eingestuft. Im Kinzigsystem ließen sich sogar sämtliche 742 untersuchten Junglachse auf Besatzmaßnahmen zurückführen.

Hinzu kommt, dass die Zahl der zurückkehrenden Lachse seit 2018 trotz weitgehend unveränderter Besatzaktivitäten deutlich gesunken ist.

Nach Jahrzehnten intensiver Bemühungen gibt es im Rheinsystem somit noch immer keine etablierten, selbsttragenden Lachspopulationen.

Die Forschenden betonen deshalb, dass das Aussetzen von Jungfischen allein nicht ausreicht. Entscheidend sind auch durchgängige Flüsse, geeignete Laichgebiete und Lebensräume für Jungfische. Niedrigwasser und steigende Wassertemperaturen erschweren die Situation zusätzlich.

Das Forschungsprojekt selbst liefert dennoch einen wichtigen Beitrag. Mit genetischen Methoden lässt sich nun wesentlich genauer überprüfen, welche Besatzmaßnahmen erfolgreich sind und wo schon natürliche Fortpflanzung stattfindet. Dies soll helfen, die Programme künftig gezielter zu gestalten.

Für mich wirft das eine ganz grundsätzliche Frage auf, mit einem ziemlich bitteren Beigeschmack. Wie sinnvoll ist eigentlich dieses jahrzehntelange Aussetzen von Jungfischen, wenn die ökologischen Voraussetzungen für eine dauerhaft selbsttragende Population offenbar noch nicht ausreichend gegeben sind?

Wie viel Energie, Ressourcen und Arbeit da bereits investiert worden sind, ohne das eigentliche Ziel zu erreichen! Und ist es nicht auch ein fragwürdiger Eingriff in die Natur, jährlich eine Million Jungfische auszusetzen, obwohl ihre langfristigen Überlebens- und Fortpflanzungschancen offenbar begrenzt sind? Ich wundere mich und fühle mich ratlos.

Quelle: GeMoLaR (2026), Abschlussbericht und Leitfaden zur Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses im Rheingebiet, RPTU Kaiserslautern-Landau.

ble.de/Atlantischer-Lachs

Lachs Rhein Artenschutz Naturschutz Biodiversität
+5 Less Biologie BLE Wissenschaft Wisskomm anysci
Das Bild zeigt, wie junge Lachse mit einem Kescher aus einem Behälter gehoben werden. Solche Jungfische werden seit Jahrzehnten in Nebenflüssen des Rheins ausgesetzt, um den Atlantischen Lachs dort wieder anzusiedeln. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Entwicklung einer sich dauerhaft selbsttragenden Populationen schleppend läuft. Die Bestände sind weiterhin auf regelmäßige Aussetzungen angewiesen. Das Foto wurde von J. Gährken aufgenommen und vom LANUV NRW zur Verfügung gestellt.
Tino Eberl @tinoeberl mastodon.online

🍮 Wissen zum Nachtisch: 🍨

Freiflächen-#Photovoltaik: Wie #Solarparks die #Biodiversität fördern können

Wie können die bebauten Flächen zur Förderung der #Artenvielfalt beitragen? 🦋 Werfen wir einen kleinen Blick auf die Chancen und Herausforderungen für die Natur. 🐑 Für den großen Blick habe ich Euch weiterführende Dokumentation verlinkt. 😉

oekologisch-unterwegs.de/energiewende/…

Photovoltaik Solarenergie Biodiversität Energiewende Agrarlandschaft Artenschutz
Obermüller und Partner @Obermueller_und_Partner dresden.network

Am Freitagabend waren wir zum zweiten Mal bei der Mitgliederversammlung des @GreenLegal_EU@bewegung.social dabei.

Es wurde über die tollen Erfolge und Projekte des letzten Jahres sowie über Ideen für die Zukunft gesprochen.

Ein wichtiger Aspekt war, dass #Umweltrecht sich nicht auf #Klimaschutz beschränkt. So ist z.B. die #Biodiversität|skrise trotz der deren Dramatik fast unsichtbar. Dazu gibt es inzwischen ein Green Legal Paper von @franzi@ecoevo.social, das mit dem gleichnamigen Anspruch #Recht verständlich Teil einer ganzen Reihe ist:

greenlegal.eu/publikation/…

Und selbst der Schutz der #Demokratie und des #Rechtsstaat|es muss inzwischen mitgedacht werden. Auch deshalb bietet der GLI eine juristische Sprechstunde an, in der man sich als Laie Fragen zum Umweltrecht erklären lassen kann, um selbst handlungsfähig zu sein. Fragt also gerne nach:

greenlegal.eu/recht-verstaendlich

Wie könntet Ihr diese und andere Projekte des GLI unterstützen? Jede Hilfe ist willkommen!

#Jurabubble #Juriverse #FediJur #Jura

• Teilen der Beiträge im Fediverse
• neue Narrative entwickeln und erzählen
• Mitgliedschaft/Spende
• Mitarbeit an den Projekten
• siehe Kommentar

tagesschau @tagesschau ard.social

Planetary Health Check: Patientin Erde ist schwer angeschlagen

Wie geht es dem Planeten Erde? Schwindende Artenvielfalt, versauerte Meere und ausgelaugte Böden machen ihm zu schaffen. Laut dem aktuellen Planetary Health Check ist die Lage kritisch - aber nicht aussichtslos. Von Jan Kerckhoff.

➡️ tagesschau.de/wissen/…

Ökologie Erde Klimawandel Biodiversität

Keyboard shortcuts

Navigation

Home g h
Feed g f
Messages g m
Notifications g n
Your profile g p
Search /

Actions

Write a new post n
Send the post or message you are writing ⌘/Ctrl ↵
Next post in the feed j
Previous post in the feed k

General

Show this help ?
Close menus and dialogs Esc

The single-key shortcuts pause while you type, and are off on phones and tablets.