Dr. Holger Kaffka
Beratung, Coaching, Erwachsenenbildung, Mediation
Themenzentrierte Interaktion (Lehrbeauftragter RCI International)
Evangelischer Pfarrer
Beratung | Bildung | Mediation
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Wo ein Wille ist, findet sich eine Lösung. In Koblenz finden sich Bedenken.
Jugendliche wünschen sich einen Ort, an dem sie samstags lernen, lesen und arbeiten können. Zentral gelegen, mit Tischen, Steckdosen und ohne die Verpflichtung, etwas zu bestellen.
Diesen Ort gibt es: die Stadtbibliothek Koblenz. Allerdings schließt sie samstags um 15 Uhr. Der Jugendrat regt eine Öffnung bis 18 Uhr an. Um den zusätzlichen Aufwand teilweise auszugleichen, schlagen die Jugendlichen vor, samstags erst um 11 Uhr zu öffnen.
Ein vernünftiger, konstruktiver Vorschlag.
Die Rhein-Zeitung berichtet, warum daraus vorerst nichts wird: Personalbedarf, zusätzliche Kosten, angespannte Haushaltslage. Außerdem stehe Koblenz mit 45 Wochenöffnungsstunden im Landesvergleich bereits sehr gut da.
Letzteres stimmt für die von mir verglichenen größeren kommunalen Bibliotheken in Rheinland-Pfalz. Nur beantwortet es die Frage des Jugendrats nicht. Wer samstagnachmittags einen Lernort braucht, dem hilft die Öffnung am Montagvormittag wenig.
Die entscheidende Frage lautet: Wie lässt sich dieser Wunsch ermöglichen?
Kosten und Personal spielen selbstverständlich eine Rolle. Aber genau dafür gibt es Verwaltung und Politik: um unter begrenzten Bedingungen Lösungen zu entwickeln.
Dabei müsste Koblenz nicht weit nach Vorbildern suchen. Die Rheinische Landesbibliothek in Koblenz ist samstags bis 19 Uhr zugänglich. Der volle Fachservice endet bereits um 13 Uhr. Zugang und vollständiger Service werden dort zeitlich getrennt.
Landes- und Stadtbibliotheken haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Trotzdem: Könnte eine solche Trennung auch in der Stadtbibliothek helfen?
Die kommunale Stadtteilbücherei Würzburg-Hubland ist täglich von 7 bis 22 Uhr als „Open Library“ zugänglich. Personal ist nur während eines Teils dieser Zeit anwesend.
Koblenz kann dieses Modell vielleicht nicht einfach übernehmen. Aber es gibt erprobte Ansätze, die eine ernsthafte Prüfung verdienen.
Wie wäre es mit einem befristeten Versuch? Mit längeren Samstagsöffnungszeiten während der Prüfungsvorbereitung? Welche Bereiche könnten mit welcher Betreuung zugänglich bleiben?
Vielleicht erweist sich manches als zu teuer oder baulich schwierig. Dann möchte ich eine nachvollziehbare Prüfung sehen: Welche Varianten wurden untersucht? Was würden sie kosten? Welche wäre machbar?
Im Artikel bleibt bei mir stattdessen der Eindruck hängen, dass vor allem begründet wird, warum alles bleiben soll, wie es ist.
Wo ein Wille ist, findet sich eine Lösung. Wo der Wille fehlt, finden sich viele Ausreden. Die geschilderte Haltung der Stadt Koblenz wirkt auf mich leider wie ein Beispiel für den zweiten Satz.
Hier benennen Jugendliche selbst einen Bedarf und schlagen bereits einen Kompromiss vor. Wer junge Menschen zur Beteiligung ermutigt, sollte darauf mit erkennbarem Gestaltungswillen reagieren.
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Damit ist die Mitnahme eines dienstlichen Gerätes mit personenbezogenen Daten in die USA nach DSGVO eindeutig verboten, oder?
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