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Umdenken bei der Kühne-Stiftung: Hatte Klaus-Michael Kühne zu Lebzeiten noch eine Aufarbeitung der Firmengeschichte während der NS-Zeit abgelehnt, will man sich der Vergangenheit nun stellen.

Vom Ausscheiden des jüdische Mitinhaber Adolf Maas 1933 bis zum Geschäftsgebahren rund um den Besitz deportierter Juden sind ausreichend Fragen offen.

📝 👉 ndr.de/kultur/…

NDR Nationalsozialismus Geschichte
Kühne+Nagel möchte wohlNS-Vergangenheit aufarbeiten
Lange hatte Klaus-Michael Kühne betont, es gebe dazu nichts mehr zu erforschen. Nun kündigt die Kühne-Stiftung nach seinem Tod eine Kehrtwende an.
Dr. Michael Blume @BlumeEvolution digitalcourage.social

Gute Gespräche in der Schweiz 🇨🇭.

Ich liebe die Alpenrepublik sehr, sprach in Davos über das jüdisch-christlich-republikanische Miteinander & rief zum gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus auf.

Denn leider beschützt die Schweiz bis heute Leute wie den Schweizer Ivo Sasek oder die aus Deutschland stammenden Tilman Knechtel & Markus Krall, die gefährliche, antisemitische Verschwörungsmythen im deutschsprachigen Raum verbreiten.

Umso dankbarer bin ich jenen Schweizerinnen & Schweizern, die mutig und kritisch auch die eigene Geschichte aufarbeiten & derzeit etwa die Nicht-Verfolgung des NS-Massenmörders Josef Mengele thematisieren.

Die Schweiz braucht sicher keine deutschen Oberlehrer - für diese Rolle stehe ich nicht zur Verfügung. Doch als Dialogpartner & Freund (& auch als Bewunderer der Schweizer Philosophin Jeanne Hersch) stehe ich an der Seite jener, die Verantwortung für die Geschichte & damit auch Zukunft übernehmen.

#Schweiz #Geschichte #Antisemitismus #Mengele #Deutschland

swr.de/kultur/…

Dr. Michael Blume @BlumeEvolution digitalcourage.social

RE: digitalcourage.social/@BlumeEvolution/…

Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Schon länger gibt es die Beobachtung, dass „Landtagswahlen zu Oberbürgermeister-Wahlen“ werden, also die Bedeutung der Spitzenkandidierenden steigt.

Nach der Medien-Mimesis-These erklärt dies aber auch, warum regionale Geschichte & Symbole wieder bedeutender wird, um Wahlen zu gewinnen. Warum sich AfDler auf „Preußen“ berufen oder die Menschen in Lörrach den „Struvelputsch“ der badischen Revolution erinnern.

Am 21. September 1848 wurde hier erstmals eine Republik ausgerufen - und der Traum von Demokratie von preußischen und fürstlichen Truppen wieder zerschlagen. 💥 🇩🇪🇪🇺🤔

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Sie ist spannend & vielseitig. Überlassen wir sie nicht den Feinden von Demokratie & Menschenwürde!

#Politikwissenschaft #Medien #Mimesis #Geschichte #Preussen #Baden #BadenWuerttemberg #Lörrach #Republik #Demokratie

scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/…

Dr. Michael Blume @BlumeEvolution@digitalcourage.social Hier meine „Revolutionsrede“ vom 21. September 2021 zur Ausrufung der Republik in Lörrach 1848. Über die erfreuliche Resonanz darauf freue ich mich bis heute. 📚🇩🇪🇪🇺🤓 (2/2)
Michael Gisiger @gisiger nerdculture.de

Interessante #Karte heute in der #FAZ:

„So zeigen obige Karten das Gebiet des Imperiums um das Jahr 150 nach Christus, zur Zeit des Kaisers Antoninus Pius, und darauf das Ausmaß der Erschließung für den Landverkehr als eine geglättete Dichte. Sie gibt die summierten Längen der Straßen pro Quadratkilometer wieder, die von dem jeweiligen Punkt nicht weiter als 25 Kilometer – etwa einen Tagesmarsch – entfernt sind. Rechts daneben die gleiche Kenngröße für moderne asphaltierte Straßen.“

faz.net/aktuell/…

Zweiteilige Karte Europas und des Mittelmeerraums, die die Dichte des Strassennetzes im Römischen Reich mit der heutigen Strassendichte vergleicht. Links zeigt die Karte das römische Strassennetz, rechts das heutige. Dunkelblau steht für geringe, Gelb für hohe Strassendichte. In beiden Karten konzentrieren sich besonders dichte Netze auf West- und Mitteleuropa sowie Teile Italiens und des Balkans. Die räumlichen Muster ähneln sich deutlich, wobei das heutige Netz insbesondere in Grossbritannien, Frankreich, den Benelux-Staaten und Mitteleuropa dichter ausgeprägt ist. Nordafrika und Teile des östlichen Mittelmeerraums weisen in beiden Darstellungen wesentlich geringere Strassendichten auf.
SPD Geschichtswerkstatt @geschichte spd.social

Bis Januar 1930 war die NSDAP unwählbar: Zu plump, zu brutal.
In der Reichstagswahl im September wurde sie plötzlich zweitstärkste Kraft. Drei Jahre später übergab Hindenburg die Macht an Hitler.
Philipp Ruch, Mitgründer des Zentrums für politische Schönheit, hat ein Buch darüber geschrieben, wie das möglich war und er sagt kluge Sachen über die Gegenwart.
📺 youtu.be/0rkrsVH04zg

⚓💾 Tueddelmors 💾⚓ @reeeen norden.social

Morgen vor 96 Jahren: die NSDAP springt von 12 auf 107 Reichstagssitze. Philipp Ruch sagt, wir haben die unbequemste Lehre daraus verlernt: Faschismus ist ein Wettbewerbsvorteil im demokratischen Wettstreit. Deshalb steht das Parteiverbot im Grundgesetz. Nur deshalb.

demokratie politik geschichte fckafd afdverbot schicksalsjahreeineskaisers

Nürnberg – ein Film, ein Buch und viele Gedanken
Manche Filme enden nicht mit dem Abspann. Sie beschäftigen einen noch lange danach.

So ging es uns mit „Nürnberg“. Wir hatten uns die Blu-ray gekauft und inzwischen angesehen – und der Film hat uns sehr bewegt und nachdenklich zurückgelassen.

Im Mittelpunkt stehen die Nürnberger Prozesse und insbesondere die Begegnungen des amerikanischen Psychiaters Douglas M. Kelley mit den inhaftierten führenden Nationalsozialisten. Kelley sollte untersuchen, mit welchen Persönlichkeiten er es zu tun hatte und ob die Angeklagten psychisch in der Lage waren, sich vor Gericht zu verantworten.

Der Film ist aus unserer Sicht sehr gut gemacht. Er versucht nicht nur, historische Ereignisse nachzuerzählen, sondern stellt eine viel unbequemere Frage in den Raum:

Was für Menschen waren diejenigen, die solche Verbrechen ermöglichten, planten und ausführten?

Waren es grundsätzlich vollkommen andere Menschen? Psychisch krank? Oder Menschen, deren Denken sich unter bestimmten gesellschaftlichen, politischen und persönlichen Bedingungen immer weiter verschoben hatte?

Gerade diese Frage macht den Film so beklemmend.

Im Film wird auch auf die Aufzeichnungen von Douglas M. Kelley Bezug genommen. Deshalb wollten wir nach dem Ansehen mehr darüber erfahren. Heute kam nun das Buch „22 Zellen in Nürnberg – Im Denken der Nazis“ bei uns an.

Es enthält die Aufzeichnungen jenes Psychiaters, der während der Nürnberger Prozesse unmittelbaren Zugang zu den Gefangenen hatte und mit ihnen sprach. Genau diese Erfahrungen und Beobachtungen dienten auch als Inspiration für den Film.

Nun liegt das Buch bei uns auf dem Tisch – und wir werden es lesen.

Ich vermute, dass es keine leichte Lektüre werden wird. Aber vielleicht eine wichtige.

Denn für mich ist das Thema keineswegs nur historische Rückschau.

Wenn man sich damit beschäftigt, wie Propaganda funktioniert, wie Menschen Feindbilder übernehmen, wie Sprache Grenzen verschiebt, wie demokratische Regeln Stück für Stück infrage gestellt werden und wie aus scheinbar kleinen Veränderungen irgendwann etwas sehr Großes entstehen kann, dann wirkt vieles erschreckend aktuell.

Geschichte wiederholt sich nicht einfach eins zu eins. Aber Geschichte kann zeigen, wohin Entwicklungen führen können, wenn eine Gesellschaft bestimmte Warnzeichen ignoriert.

Vielleicht ist gerade deshalb ein Film wie „Nürnberg“ sehenswert – und ein Buch wie „22 Zellen in Nürnberg“ lesenswert.

Nicht, weil man ständig in die Vergangenheit schauen sollte.

Sondern weil das Wissen über die Vergangenheit helfen kann, die Gegenwart wachsamer zu betrachten.

Wir sind jedenfalls gespannt auf das Buch. Und wahrscheinlich wird es anschließend noch einiges geben, worüber es sich zu schreiben und zu diskutieren lohnt.

NürnbergerProzesse Geschichte Zeitgeschichte DouglasMKelley Film
+3 Less Buch Lesetipp Erinnerungskultur
Deutsches Technikmuseum @deutschestechnikmuseum mastodon.social

Museen bewahren nicht nur Objekte, sondern auch Geschichten und die Verantwortung, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Wie lassen sich die Deportationen während der NS-Zeit heute im Museum darstellen und vermitteln? Diese Fragen diskutieren internationale Fachleute aus Museen, Gedenkstätten und Forschung bei unserem Symposium.

📅 28.09., 9:00-12:30 Uhr
📍 Deutsches Technikmuseum

Meldet euch an und kommt vorbei!

hsozkult.de/event/…

geschichte museum aufarbeitung
tagesschau @tagesschau ard.social

Magdeburg: Kaiser Otto der Große bekommt neues Grab

Weil das Grab von Kaiser Otto dem Großen restauriert werden musste, wurden auch seine Gebeine erforscht. Historiker und Chirurgen sind nun um einiges klüger - und der Kaiser bekommt bald eine neue Ruhestätte. Von S. Meyer.

➡️ tagesschau.de/kultur/…

tagesschau @tagesschau ard.social

Kampf gegen die Berliner Mauer - für Achim Neumann ein Lebensthema

Der Mauerbau vor 65 Jahren war für viele in der DDR ein Schock. Eine Abriegelung des Landes vom Westen schien unvorstellbar. Für Achim Neumann wurde der Kampf gegen die Mauer zum Lebensthema. Von K. Mahrenholtz.

➡️ tagesschau.de/kultur/…

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