Moby unterstützt den „Schlachthofprozess“
Die Tierrechtsaktivist:innen Anna Schubert und Hendrik Haßel von Animal Rights Watch (ARIWA) wurden am 09.06.2026 vom Oberlandesgericht Oldenburg dazu verurteilt, Schadenersatz an einen Schlachthof zu zahlen. Sie waren 2024 in den Schlachthof in Lohne eingedrungen und hatten dort mit versteckten Kameras die CO2-Betäubung von Schweinen aufgezeichnet. Diese in Deutschland legale und weit praktizierte Betäubungsart ist umstritten, weil die Tiere teilweise bis zu drei Minuten leiden müssen bis sie bewußtlos werden. Die Aufnahmen wurden veröffentlicht, u. a. im ARD-Magazin Plusminus, der Schlachthofbetreiber ist dagegen juristisch vorgegangen. Die Höhe der Schadenersatzzahlung wird noch gerichtlich festgesetzt.
Der vegane Musiker und ebenfalls Tierrechtsaktivist Moby stellt sich nun an die Seite von Anna und Henrik, bzw. in ihre Mitte. Ich hatte ja kürzlich erst über Moby und sein Engagement für die Tiere geschrieben. Das Foto von den Dreien stammt aus einer Fotosession mit der Fotografin (und Tierrechtsaktivistin) Aglaja Brix. Ich finde diese Zusammenarbeit sehr gut, sorgt sie doch für hoffentlich mehr Aufmerksamkeit. Das hat in meinem Fall ja schon geklappt. 😉
Bei ARIWA, auf der Kampagnenseite Schlachthofprozess und bei This Is Vegan gibt es noch weitere Informationen zu den Videos und dem Prozess, die Videos selbst natürlich nicht. Auf der Kampagnenseite kann eine Petition mitgezeichnet werden.
„Tierleid zeigen ist kein Verbrechen“ ist auch meine Auffassung. Wenn schon Tiere für den Geschmack ihr Leben lassen müssen, sollten sie nicht vorher noch unermessliche Qualen erleiden. Das ist sowieso nur ein frommer Wunsch der Konsument:in.en, Fleisch ohne Leid gibt es nicht, egal welche Haltungsstufe oder welches Tierwohllabel auf der Verpackung klebt. Und die unbequeme Wahrheit sollte schon ertragen werden: Fleisch ist ein Stück ermordetes Tier.
Go vegan!