„Mit dem 6. September ist der Ernstfall für die deutsche Demokratie eingetreten.“
„Der Osten ist, was das Parteiensystem angeht, die Zukunft des Westens.“
„Lange dachte man, eine hohe Wahlbeteiligung sei gut für die Demokratie. Heute kann man sich da nicht mehr so sicher sein. Die AfD hat so viele Nichtwähler mobilisiert wie nie. Nicht die AfD ist ausmobilisiert, wie man lange hoffte. Die Demokraten sind es.“
„Ein Finanzminister in Schwaben will einer möglichen AfD-Regierung in Magdeburg am liebsten das Geld streichen. Und mancher Wessi schimpft jetzt auf den Osten. Dem westdeutschen Bürgertum scheint, jedenfalls wenn man dem Spiegel und der FAZ folgt, wirklich der Geduldsfaden zu reißen. Wir zahlen den Soli – und dann wählen die Faschisten? Die Debatte wirkt wie eine Zeitreise in die 90er Jahre. Der erziehungsberechtigte Westen droht dem verstockten Ost-Kind mit Entzug des Taschengelds.“
Ja. Dazu hatte ich ja schon geschrieben (zu einem RND-Kommentar). Das macht die Ossis nur bockig. Sie sind schon bockig. Also noch bockiger.
„Auch der aktuelle Wahlkampf in Berlin ist auf den Konflikt um Mieten und Vergesellschaftung zugespitzt, auf eine Macht- und Verteilungsfrage. Bei dieser Debatte macht die AfD keinen Stich. Im richtigen Moment Verteilungsthemen nach vorn zu rücken, ist viel effektiver als jede Brandmauer.“
#SachsenAnhalt #Wahlen #noAfD
taz.de/Lehren-aus-der-Wahl-in-Sachsen-A…