Ein gutes, genußvolles und sinnliches Leben tut allen Menschen gut. Der Alltag im Kapitalismus bietet uns aber stattdessen #Massenarbeitslosigkeit, #Obdachlosigkeit, fehlende medizinische Versorgung, steigende #Lebenshaltungskosten, #Knast, hohe #Mieten, schlecht gemachte Gesetze und #Niedriglöhne. Unser Eindruck, die derzeitige Regierung arbeitet am Abbau des Wohlfahrtsstaates in Richtung mehr Ehrenamt, mehr Zwang zur #Arbeit, erhöhter Arbeitsdruck auf EU-Migrant*innen und mehr Tafeln. Das schlechte Bestehende zu verteidigen ist nicht das Anliegen von BASTA! Wir unterstützen dabei, nicht betrogen zu werden bei der Durchsetzung dessen, was Existenzminimum genannt wird, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen soll und als Rechtsanspruch gilt. BASTA! ist eine Form von #Selbstorganisation, bei der es um gegenseitige Unterstützung, #Solidarität gegen die Chefs, die #Jobcenter und die Hauseigentümer geht und um die Weitergabe von Erfahrungen. Wenn du Bock hast, schließ dich uns an!
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Ich glaube persönlich nicht, dass der Ansatz der rot-grün-roten Verhandler zur Vergesellschaftung von Teilen des privaten Wohnungsbestands in Berlin zielführend ist. Es wird eine lange gerichtliche Auseinandersetzung geben, mit einer hohen Chance, zu verlieren. Zu willkürlich erscheinen die Grenzen, ab wann vergesellschaftet werden soll, die angedachten Wohnungen liegen keineswegs an der Spitze des Mietenspiegels und für den Fall einer gerichtlichen Anordnung der Entschädigung nach Marktwert wäre es - bei Beibehaltung der Miethöhen - wegen des zu finanzierenden Kaufpreises ein Minusgeschäft. Zuletzt gibt es Schwierigkeiten zu belegen, dass man alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, da gibt es noch viele Vorschläge, die die Politik in Berlin nie umgesetzt hat.
Die Berichterstattung vieler Medien und auch die Positionierung vieler Politiker:innen, darunter nicht nur CDU/CSU, sondern auch SPD und Grüne, ist allerdings verkürzt. Gelänge eine Vergesellschaftung unter Marktwert, müssten keine Steuergelder aufgebracht werden, weil eine staatliche Gesellschaft die Wohnungen übernähme und sowohl Entschädigung als Instandhaltung aus den unveränderten Mieteinnahmen bestreiten könnte. Die Steuermittel könnten also ungeschmälert für die Förderung von Neubau eingesetzt werden.
Das stupide wiederholte Narrativ, dass der Staat der schlechtere Bauherr und Vermieter sei, ist so falsch wie leicht widerlegbar. Da muss man gar nicht nach Wien schauen, in vielen deutschen Kommunen existieren gut geführte städtische Wohnungsbaugesellschaften. Und wer in den in den 1990er und 2000er Jahren privatisierten Wohnungen von Städten, Bundesländern und Unternehmen lebt, wünscht sich in der Regel die früheren Verhältnisse zurück.
Besonders unehrlich ist natürlich die Erzählung von CDU/CSU, man wolle Enteignungen verhindern. Abseits der Tatsache, dass es nie um entschädigungsfreie Enteignungen geht, enteignet keine Partei täglich mehr als CDU/CSU: Für Straßenbau, Kraftwerke, Industrieanlagen. Aber eine Vergesellschaftung für das Grundrecht Wohnen wollen die Konservativen grundsätzlich verhindern, das ist die Wahrheit.
Nein, es darf kein Gesetz geben, dass den Art. 15 Grundgesetz aushöhlt, selbst wenn man im aktuellen Fall die Berliner Vergesellschaftungspläne nicht teilt. Die Möglichkeit zur Vergesellschaftung ist der Rettungsanker eines sozialen Rechtsstaats, wenn der Markt die Grundbedürfnisse der Menschen nicht mehr erfüllen kann und Macht-/Finanzverhältnisse anders nicht mehr auszugleichen sind. Er wurde aus gutem Grund in das Grundgesetz eingeführt und muss gerade angesichts der Verwerfungen einer Übergangsperiode, in der wir gerade als Gesellschaft stecken, vollumfänglich erhalten bleiben.
Deswegen habe ich - auf einer meiner langen Zugfahrten - einen Antrag für den SPD-Bundesparteitag geschrieben, der einstimmig durch die Mitgliederversammlung der SPD Beuel beschlossen und nun dort eingebracht wird
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