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Es gibt viel zu tun!
Dieses Jahr ist nicht nur unser Kern-Team auf dem #40c3, sondern wir haben sogar unsere Stipendiant*innen mit im Gepäck 💪

Bedeutet wir werden einen coolen Assembly Space gestalten bei dem ihr euch auch über Inhalte der geförderten Arbeiten informieren könnt.

Falls auch du eine coole Vor-Ort Idee hast, oder aus der Wissenschaft kommst und was beitragen möchtest: Melde dich gerne bei uns!

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🦇Elektrosmog und Fledermäuse

Viele Zugtiere orientieren sich am Erdmagnetfeld. Dazu gehören nicht nur Zugvögel, sondern auch Mückenfledermäuse.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass sie ihren Magnetkompass am Sonnenuntergang neu ausrichten. Die Position der untergehenden Sonne dient ihnen dabei als Referenz, um sich später während ihres nächtlichen Zuges am Erdmagnetfeld orientieren zu können.

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Oldenburg untersuchte nun, wie sich schwache elektromagnetische Störfelder auf diese Orientierung auswirken.

Solche Störfelder entstehen unter anderem durch Radioantennen, Stromleitungen oder elektrische Geräte und überlagern das natürliche elektromagnetische Umfeld.

Für die Studie setzten sie einige Mückenfledermäuse während ihrer Herbstwanderung in Lettland für kurze Zeit einem schwachen elektromagnetischen Rauschen aus. Anschließend bestimmten die Forschenden anhand der Abflugrichtung, ob die Tiere ihren eigentlichen Kurs noch zuverlässig einschlagen konnten.

Tatsächlich flogen Fledermäuse ohne Störfelder bevorzugt in ihre typische Zugrichtung. Tiere, die elektromagnetischem Rauschen ausgesetzt wurden, wählten ihre Flugrichtung dagegen zufällig.

Dabei spielte der Zeitpunkt des Rauschens (wir erinnern uns an den Sonnenuntergang) keine Rolle.

Die Beeinträchtigung hielt über mehrere Stunden an, obwohl die Fledermäuse dem Störfeld nur kurz ausgesetzt gewesen waren.

Quelle:
Lindecke et al., 2026, Science
doi: 10.1126/science.adq4418

fledermaus natur umwelt anthropocene elektrosmog
+5 Less science unioldenburg wissenschaft wisskomm anysci
Das Bild zeigt eine hellbraune Mückenfledermaus im Flug. Diese Art ist die kleinste Fledermaus Europas und ist hier weit verbreitet. Die Körperlänge beträgt 3 bis 5 cm, die Flügelspannweite beträgt 18 bis 24 cm. Das Gewicht des kleinen Säugetiers entspricht in etwa dem einer 20 cent Münze. Das Foto wurde on Christian Giese aufgenommen und von der Uni Oldenburg für die Betichterstattung über diese Studie zur Verfügung gestellt.
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Seevögel gegen Erosion

Was haben Seevögel mit dem Fortbestand tropischer Inseln zu tun? Eine ganze Menge, wie eine neue Studie zeigt. Denn die Tiere beeinflussen Prozesse, die für die Stabilität der Inseln entscheidend sind.

Viele flache Koralleninseln sind durch den steigenden Meeresspiegel und zunehmende Küstenerosion gefährdet. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Lancaster University hat deshalb 28 Inseln im Indischen und Pazifischen Ozean untersucht. Dabei verglichen die Forschenden unter anderem die Seevogelbestände, die natürliche Vegetation und die angrenzenden Korallenriffe.

Eine wichtige Rolle spielt der Vogelkot. Seevögel nehmen bei ihrer Nahrungssuche auf dem Meer Nährstoffe auf und transportieren diese zurück auf ihre Brutinseln. Dort gelangen sie über den Kot in den Boden und teilweise weiter ins Meer. Davon profitieren sowohl die Pflanzen an Land als auch die Korallen und Fische in den umliegenden Riffen.

Besonders interessant ist die Wirkung auf die Inseln selbst. Die zusätzlichen Nährstoffe fördern das Wachstum der Korallen, deren Kalkskelette zum Aufbau der Riffe beitragen. Papageifische wiederum tragen bei ihrer Nahrungssuche Kalkmaterial vom Riff ab und produzieren dabei feinen Sand, der an die Küsten gelangen kann. Die Wurzeln der natürlichen Inselvegetation helfen schließlich, das vorhandene Material festzuhalten.

Die Forschenden konnten diese Zusammenhänge tatsächlich quantitativ erfassen. An den untersuchten Riffen im Chagos-Archipel war das geschätzte Wachstumspotenzial auf der Lagunenseite vor rattenfreien Inseln mit großen Seevogelkolonien etwa 1,8-mal so hoch wie vor Inseln mit eingeschleppten Ratten. Auch die mögliche Sandproduktion war dort mehr als doppelt so hoch.

Warum gerade Ratten? Die eingeschleppten Nagetiere fressen Eier und Jungvögel und können Seevogelkolonien ganz erheblich dezimieren. Werden sie von den Inseln entfernt und natürliche Wälder wiederhergestellt, könnten sich die Vogelbestände erholen und damit auch die ökologischen Prozesse, die zum Erhalt der Inseln selbst beitragen.

Faszinierend, nicht wahr? Ganz ehrlich, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich hoffe, ich konnte euch auch zum Staunen bringen.

Quelle Graham et al. (2026), Science Advances
“Seabirds and native vegetation drive ecosystem processes that support atoll island resilience”

doi.org/10.1126/…

insel korallen ökologie science leibniz
+6 Less tropen zmt biologie wissenschaft wisskomm anysci
Das Bild zeigt mehrere Papageifische, die über einem Korallenriff im türkisblauen Wasser schwimmen. Besonders auffällig sind die kräftigen Körper und die unterschiedlichen Färbungen der Fische. Einige zeigen leuchtend blaue und grüne Farbtöne, andere sind eher orange oder rötlich gefärbt und besitzen feine Muster auf ihren Schuppen. Papageifische verdanken ihren Namen den schnabelartig verwachsenen Zähnen, mit denen sie unter anderem Algen von Korallen und Kalkgestein abschaben. Dabei nehmen sie auch Kalkmaterial auf, das sie später als feinen Sand wieder ausscheiden. Dieser Sand kann an die Küsten gelangen und so zum Erhalt tropischer Koralleninseln beitragen. Eine neue Studie zeigt, dass auch Seevögel dabei eine wichtige Rolle spielen, weil ihr nährstoffreicher Kot das Wachstum der Korallenriffe und damit den Lebensraum der Papageifische fördern kann. Das Foto wurde von Marleen Stuhr vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung aufgenommen. Die zugehörige Studie ist am Ende des Haupttextes verlinkt.

The oldest “Message in a Bottle” ever found (until now), from 1886:

“German sailors threw thousands of bottles overboard between 1864 and 1933 to chart ocean currents, and in 2018 a woman walking an Australian beach picked one up, 132 years after a captain logged it going over the rail — and the note’s details matched the ship’s journal exactly”

Fascinating story!

spacedaily.com/b-german-sailors-threw-t…

SpaceDaily MessageInABottle Oceanography Science Hamburg
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📰 Forschung kann Leben retten oder verlängern – durch Warnungen vor #Risiken und Fortschritte in #Klimaanpassung, #Energiewende und #Medizin. Gut informiert kommt man besser durchs Leben.

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Gesellschaft für Informatik eV @informatik mas.to

🎬 Film ab: So war die INFORMATIK26

Vier Tage rund um digitale Resilienz: Vom 22. bis 25. September brachte die INFORMATIK 2026 an der @tudresden@wisskomm.social viele verschiedene Menschen aus Forschung und Praxis zusammen, um Perspektiven auszutauschen und über die Zukunft der Informatik zu diskutieren. Das Recap-Video zeigt Eindrücke der Tagung und lädt dazu ein, die #INFORMATIK26 noch einmal Revue passieren zu lassen.

Vielen Dank an alle, die dabei waren und die Tagung mitgestaltet haben!

2027 sehen wir uns in Berlin: Unter dem Motto CTRL+S <SCIENCE> widmet sich die #INFORMATIK27 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin der Frage, wie wir wissenschaftliche Freiheit, Integrität und Offenheit im digitalen Zeitalter bewahren und weiterentwickeln können und welche Rolle die Informatik dabei spielen kann.

Informatik Science WirSindInformatik
Das Video zeigt eine Zusammenfassung des INFORMATIK Festivals 2026 an der TU in Dresden und interviewt unterschiedliche Personen zu ihren Eindrücken.
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Alarm in der Wurzel

Wurzeln sind im Boden gut verborgen, aber keineswegs vor Angriffen geschützt. Insektenlarven oder Nematoden können sie verletzen und sich anschließend weiter durch das Wurzelsystem bewegen.

Für die Pflanze ist es deshalb sinnvoll, nicht nur am Ort der Verletzung zu reagieren, sondern auch benachbarte, noch unbeschädigte Wurzeln auf die mögliche Gefahr vorzubereiten. Wie die Information über eine Verletzung innerhalb des Wurzelsystems weitergegeben wird, war bislang allerdings nicht so gut verstanden.

Ein Forschungsteam der Uni Würzburg hat diesen Signalweg nun an der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana untersucht. Dafür verletzten die Forschenden einzelne Zellen oder größere Bereiche einer Seitenwurzel und zeichneten unter anderem elektrische Veränderungen und Kalziumsignale auf.

Dabei zeigte sich ein erstaunlich schneller Übertragungsweg. Durch die Verletzung fällt der Druck in den Zellen ab. Dieser Druckverlust breitet sich durch das verbundene Wurzelsystem aus und erreicht benachbarte Seitenwurzeln mit rund 75 Millimetern pro Sekunde.

Dort reagieren sogenannte mechanosensitive Ionenkanäle (z.B. MCA1) auf die Druckänderung. Die mechanische Reizung führt also zu einer Öffnung dieser Kanäle und einem entsprechenden Einstrom von Kalzium (Ca2+). Diese positive Ladung führt zu einer Aktivierung von Prozessen in der Zelle, die letzlich unter anderem zu einer Aktivierung von Genen für Abwehrreaktionen führen.

Auf diese Weise kann eine Verletzung auch in noch unbeschädigten Nachbarwurzeln Reaktionen auslösen und sie damit quasi vorsorglich auf eine drohende Gefahr vorbereiten.

Quelle:
Baudon et al. (2026), Science Advances, „MCA1 mechanosensitive channels enable fast communication of wound signals between lateral roots“

science.org/doi/…

arabidopsis biologie uniwürzburg science wissenschaft
+2 Less wisskomm anysci
Das Bild zeigt eine schematische Darstellung einer Pflanze mit einem verzweigten Wurzelsystem. Eine Seitenwurzel wird mechanisch verletzt. Eine vergrößerte Darstellung zeigt, dass dadurch der Druck in den verletzten Zellen abfällt. Dieser Druckverlust breitet sich als mechanisches Signal durch das Wurzelsystem bis zu einer benachbarten Seitenwurzel aus. Dort reagieren mechanosensitive MCA1-Ionenkanäle auf die Druckänderung und lösen unter anderem Kalziumsignale aus. Glutamat-Rezeptoren, kurz GLR, sind an der Verstärkung der Reaktion beteiligt. Die Signalkette trägt schließlich dazu bei, Abwehrreaktionen in der noch unverletzten Wurzel zu aktivieren. Die Abbildung wurde von Angel Baudon von der Universität Würzburg erstellt und für die Berichterstattung über diese Forschung zur Verfügung gestellt.
Flipboard Science Desk @ScienceDesk flipboard.social

Popular accounts of the discovery of the structure of DNA suggest that Rosalind Franklin missed the significance of the photo she famously produced, and that the flash of insight was James Watson’s alone. A new paper by science historian Alistair Sponsel and crystallographer Brian Sutton argues that’s not true — and the evidence is right there in Franklin’s notes. Here’s more from Science magazine.

flip.it/N59d6R

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