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⚓💾 Tueddelmors 💾⚓ @reeeen norden.social

Ich kann mir nichts bildlich vorstellen. Nicht mal den rosa Elefanten im Raum. Beim Lesen: kein Kopfkino, nur Sprache. Beim Erinnern: kein Bild. Lange dachte ich, das geht allen so. Spoiler: tut es nicht. Es hat sogar einen Namen: Aphantasie.

Seht ihr da wirklich Bilder?!

aphantasie gehirn psychologie schicksalsjahreeineskaisers
AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Angst vor Spinnen?

Halloween ist die perfekte Gelegenheit, sich einmal mit Tieren zu beschäftigen, die bei vielen Menschen für Gänsehaut sorgen: Spinnen.

Doch warum haben wir eigentlich so große Angst vor ihnen, obwohl die allermeisten Arten für uns im Grunde vollkommen ungefährlich sind?

Eine mögliche Erklärung liegt in unserer Evolutionsgeschichte. Demnach könnte die Angst vor Spinnen ursprünglich auf eine ganz andere Tiergruppe zurückgehen, nämlich auf Skorpione, die ja ihrerseits ebenso Spinnentiere sind.

Ein internationales Forschungsteam untersuchte diese Hypothese anhand einer Onlinebefragung mit 374 Menschen. Die Teilnehmenden bewerteten Bilder verschiedener Spinnentiere danach, wie beängstigend sie diese fanden und wie ähnlich sie Spinnen beziehungsweise Skorpionen sehen würden.

Dabei zeigte sich, dass die beschrieben Angst umso größer war, je mehr ein Tier einem Skorpion ähnelte. Auch Spinnen wurden als beängstigender bewertet, wenn die Teilnehmenden sie als skorpionähnlicher wahrnahmen. Umgekehrt ließ sich die Angst vor Skorpionen nicht durch deren Ähnlichkeit mit Spinnen vorhersagen. Das spricht dafür, dass die Angst eher von Skorpionen auf Spinnen übertragen wird als umgekehrt.

Die Forschenden sehen in ihren Ergebnissen zumindest einen deutlichen Hinweis darauf, dass unsere Angst vor Spinnen zumindest teilweise eine Folge der sogenannten Angstgeneralisierung sein könnte. Dabei überträgt sich die Furcht vor einer bestimmten Gefahr auf etwas anders, ähnliches, das seinerseits durchaus vollkommen ungefährlich sein kann. Aus evolutionärer Sicht wäre das durchaus plausibel, denn Skorpione stellten für unsere Vorfahren vermutlich tatsächlich eine recht große Gefahr dar.

Eine weitere Studie mit 1.071 Menschen untersuchte den Zusammenhang zwischen Naturverbundenheit und der Angst vor Spinnen und Schlangen. Das Ergebnis: Je stärker sich die Befragten mit der Natur verbunden fühlten, desto geringer war ihre Angst vor diesen Tieren. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Menschen, die gerne Zeit in der Natur verbringen und sich für wild lebende Tiere interessieren.

Unsere Erfahrungen und unser Verhältnis zur Natur scheint also durchaus auch eine wichtige Role zu spielen und stellen so womöglich auch ein Potential zur Angstreduktion dar.

Am Ende sind es vermutlich viele Aspekte, die zusammenkommen. In der Summe kann es aber sich nicht schaden, diese faszinierenden Tiere mal ein wenig genauer zu betrachten.

Ich wünsche euch einen schönen gruseligen Abend.

Quellen:
Nikakhtar et al. (2026), Evolution and Human Behavior.
doi.org/10.1016/…

Zsido et al. (2022), People and Nature
doi.org/10.1002/…

halloween spinne angst biologie evolution
+5 Less natur psychologie wissenschaft wisskomm anysci
Das Bild zeigt eine Nahaufnahme einer Gartenkreuzpinne bei Nacht, die in ihrem Netz sitzt. Die Aufnahme habe ich vor einigen Jahren selbst in unserem Garten gemacht als ich zu später Stunde mit meiner Kamera hinterm Haus auf Fotosafari ging. Bei dem Tier handelt es sich um ein Weibchen, was anhand der großen Körpergröße (zumindest in live) bereits gut zu erkennen war. Auf dem Bild erkennt man das vor allen Dingen an den spitz zulaufenden Pedipalpen. Das sind die sogenannten Kieferntaster, eine Art kurzes weitere Beinpaar direkt neben den Mundwerkzeugen. Bei einem männlichen Tier sind wären die Enden deutlich verdickt und eher kugelförmig. Auch der stark ausgeprägte Hinterleib der Spinne spricht in dieser Form deutlich für ein Weibchen. Gartenkreuzspinnen sitzen klassischerweise in der Mitte ihrer großen Radnetze und warten dort auf Beute.
Technische Universität Dresden @tudresden wisskomm.social

Vielfältige Einblicke in die #Psychologie: Veranstaltungsreihe „Psychologie am Samstag“ startet 🧠

Was ist Intelligenz? Wie gehen wir mit Misserfolg um? Sehen, hören und fühlen wir eigentlich dasselbe? Diese und viele weitere spannende Fragen aus der Psychologie werden in der Reihe „Psychologie am Samstag“ beantwortet. Die einstündigen Vorträge finden an sieben Samstagen vom 24. Oktober bis 30. Januar (immer 11 Uhr) im Andreas-Schubert-Bau statt.

Mehr Infos ➡️ tu-dresden.de/mn/…

Das Foto zeigt eine Luftaufnahme des Andreas-Schubert-Baus der TU Dresden.
3sat @3sat zdf.social

Auf den Spuren des ikonisch Bösen in der #Popkultur: Habt ihr unsere neue #Dokuserie schon gesehen? 3sat.de/kultur/…

Ausschnitte aus den Doku-Folgen. Zu sehen ist das ikonische Bild von Hannibal Lecter als Filmstill. Eine Reihe Expert:innen kommt zu Wort und ordnet die Figur ein. Rechtspsychologe Denis Köhler, Kulturwissenschaftlerin Sarah Reininghaus und Kulturwissenschaftler Markus Stiglegger. Der Clip endet mit der Einblendung des Dokureihen-Titels: Böse. Oben links das 3sat-Logo.
Pe Krieger @Pe feedbeat.me

Veranstaltungs Tipp für
#Krefeld ☝️
„Eine #Psychologin zum Kranklachen“.

Meine Kollegin Vera Deckers ist zurück mit ihrer brandneuen Comedyshow für bessere #Kommunikation und bat mich um Werbehilfe, denn solange die #Theater nur über #Meta werben, bleiben die Häuser leer.

Zeigen wir Vera und dem Südbahnhof was #Fedipower ist?
Würde mich freuen, wenn sie auf die gute Seite der Macht wechseln. 🥰

Tickets 👇

szene-kultur.reservix.de/tickets-vera-d…

comedy standup lustig lachen live
+2 Less show psychologie
Vera Deckers in pinken Jumpsuite mit verzweifelter Geste seitlich die Arme von sich gestreckt, vor einem roten Hintergrund.
Jakob (he/him) @blauertee berlin.social

Eine bekannte Person hat von deren Therapeutin einen Zettel vorgelegt bekommen, dass Sitzungen und Zukunft von einer #KI der Firma #VIAHealthTech mitgeschnitten und ausgewertet werden, sie soll das unterschreiben.

Laut ViaHeathTech alles DSGVO konform und Schweigepflicht wird gewahrt.

Weiß er was dazu finde wenig Infos die sich kritisch damit auseinander setzen.

AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci mastodon.de

Wie Schimpansen lernen

Junge Schimpansen müssen einiges lernen. Zum Beispiel, wie sich mit einem Stock Ameisen oder Termiten aus ihren Nestern angeln lassen oder wie eine harte Baobab-Frucht auf einem Stein aufgeschlagen wird.

Vieles davon schauen sie sich bei erfahrenen Tieren ab. Doch manchmal bekommen sie offenbar auch aktive Hilfestellung.

Forschende unter anderem von der Universität Barcelona, dem Jane Goodall Institute Spain und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben über mehrere Jahre wild lebende Westliche Schimpansen im Dindefelo-Naturreservat im Senegal mit Kamerafallen beobachtet.

Besonders interessierte sie, was passiert, wenn Werkzeuge zwischen den Tieren weitergegeben werden.

Die meisten beobachteten Werkzeugübergaben verliefen von erfahrenen zu unerfahreneren Tieren, häufig zwischen Müttern und ihrem Nachwuchs. Meist wurden die Werkzeuge dabei nicht demonstrativ überreicht, sondern ein erfahrenes Tier ließ es etwas beiläufig zurück oder erlaubte einem Jungtier, es zu nehmen.

Für den Geber bedeutete das durchaus einen Nachteil, während der Empfänger anschließend deutlich häufiger selbst mit dem Werkzeug arbeitete. Nach etablierten verhaltensbiologischen Kriterien können solche Übergaben deshalb als eine Form des Lehrens gedeutet werden.

Besonders schön zeigt das eine einzelne Beobachtung beim sogenannten ant dipping. Eine Mutter angelte mit einem Stock Ameisen aus einem Nest. Dann ging sie zu ihrem etwa dreieinhalbjährigen Jungtier, steckte den Stock in das Ameisennest und ließ ihn dort. Als das Junge sich entfernte, holte die Mutter es sogar zurück zum Werkzeug. Das Jungtier nahm den Stock, zog ihn aus dem Nest und fraß die Ameisen, während die Mutter zusah. Anschließend verwendete es den Stock selbstständig weiter.

Eine zweite Szene (daraus ist auch das Bild) zeigt, dass nicht nur Mütter solche Lerngelegenheiten schaffen. Ein Jungtier versuchte erfolglos, eine Baobab-Frucht auf einem Felsen aufzuschlagen. Ein älterer Jungschimpanse schlug und stampfte auf den Felsen, führte einmal die Hand des jüngeren Tieres zum Felsen und demonstrierte später selbst erfolgreich das Aufbrechen einer Frucht. Danach versuchte es das jüngere Tier erneut. Ob der ältere Schimpanse hier tatsächlich gezielt „unterrichtete“, lässt sich aus dieser einzelnen Beobachtung allerdings nicht sicher sagen.

In der Verhaltensbiologie werden drei Kriterien für Lehrverhalten definiert:

  1. Das “Lehrindividuum” ändert sein Verhalten in Gegenwart eines unerfahrenen Artgenossen gezielt

  2. Dieses veränderte Verhalten bringt dem Lehrenden selbst keinen unmittelbaren eigenen Nutzen bringen, sondern ist im Gegenteil sogar mit gewissen Kosten (z.B. Zeit, Wergzeugverlust, Energie) verbunden

  3. Das lernende Individuum gewinnt durch diese Interaktion eine neue Fähigkeit schneller und sicherer, als es ihm durch bloßes Ausprobieren im Alleingang möglich gewesen wäre

In einer Vielzahl von Beobachtungen sehen die Autoren der Studie alle drei Punkte als erfüllt an.

Solche sozialen Prozesse könnten entscheidend dazu beitragen, komplexe Techniken innerhalb einer Gemeinschaft zuverlässig an die nächste Generation weiterzugeben.

Quelle:
Sánchez-Megías et al., 2026, Frontiers in Psychology

frontiersin.org/journals/…

Hinweis : im Supplementary material sind interessante Videos, aus denen auch der Screenshot oben ist.

schimpanse janegoodallinstitute lernen psychologie biologie
+4 Less antropologie wissenschaft wisskomm anysci
Das Bild ist ein Screenshot aus einem Video, was Sánchez-Megías und Kollegen ihrer Publikation beigefügt haben. Das Bild zeigt zwei junge Schimpansen, die am Eingang einer Höhle sitzen. Das etwas ältere Tier (links) zeigt dem jüngeren, wie es die harte Baobab-Frucht richtig auf den Felsen aufschlägt, um an das nahrhafte Innere der Frucht zu gelangen. Das Video wurde mit Hilfe von Kamerafallen im Senegal aufgenommen. Beobachtungen wie diese verdeutlichen, dass junge Schimpansen nicht einfach vorgelebtes nachahmen, sondern von anderen Tiere der Gruppe aktiv belehrt werden.
⚓💾 Tueddelmors 💾⚓ @reeeen norden.social

Kleine Beobachtung vom Sofa aus: Wir Menschen hassen es, falsch zu liegen.Aber noch mehr hassen wir, das zuzugeben. Deshalb erfinden wir lieber neue Argumente als unsere Meinung zu ändern.
Nennt sich kognitive Dissonanz, fühlt sich an wie Trotzphase mit Doktortitel. 🧠 Vielleicht wäre “ich hab mich geirrt” der unterschätzteste Satz der Menschheitsgeschichte.

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