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Es gibt Momente in der IT, in denen man als Infrastruktur-Architekt instinktiv hofft, dass ein Projekt abhebt. Man sieht den Entwurf, nickt die Kernentscheidungen ab und denkt sich:

Ja. Genau das fehlt uns in Europa.

Der Gedanke, ein datenschutzorientiertes soziales Netzwerk aufzuziehen, das auf dem offenen, föderierten AT-Protokoll basiert, eigene Personal Data Server (PDS) in europäischen Rechenzentren betreibt und eine verlässliche Alternative zu den etablierten Plattformen darstellt, ist strategisch überfällig.

Genau mit diesem Versprechen trat die europäische Plattform-Initiative W SOCIAL an.

Doch was sich im geschlossenen Early-Access-Rollout von W Social abgespielt hat, zeigt exemplarisch, wie schnell Vertrauen leidet, wenn Marketing-Kommunikation, sensible Identitätsprüfung und ein geänderter Onboarding-Prozess nicht sauber ineinandergreifen.

nerdbear.de/de/…

social media datenschutz EU Infrastruktur wsocial
social media datenschutz EU Infrastruktur wsocial
NDR @NDR ard.social

Wie sicher fühlen sich die Menschen im Norden? 🗯️

Zwei Drittel der #NDRfragt-Teilnehmenden fühlen sich aktuell sicher, ein Drittel unsicher. Viele sorgen sich vor allem vor Angriffen auf kritische Infrastruktur und rechtsextremistischer Gewalt.

Alle Ergebnisse der nicht repräsentativen, gewichteten Umfrage findet ihr hier
👉 ndr.de/ndrfragt/…

tagesschau @tagesschau ard.social

Ukraine: Russische Drohne trifft Passagierzug nach Warschau

In der Ukraine ist ein Passagierzug von Kiew nach Warschau von einer russischen Drohne getroffen worden. Verletzt wurde dabei niemand. Polen ist nach dem Angriff unmittelbar an seiner Grenze alarmiert.

➡️ tagesschau.de/ausland/…

Ukraine Russland Infrastruktur

Ein lesenswerter Beitrag von Steffen, den ich gern etwas weiter ins Fediverse tragen möchte. 👍

Die Frage nach digitaler Souveränität wird viel diskutiert – aber dazu gehört für mich eben auch die Frage, wem die dafür notwendige Infrastruktur gehört, wer sie betreibt und wo das technische Wissen und die Wertschöpfung bleiben.

Besonders spannend finde ich den Gedanken mit Blick auf deutsche und europäische Anbieter wie @hetzner@mastodon.hetzner.social.

Und genau deshalb passt der Beitrag für uns gerade besonders gut:
Am kommenden 17. September sind Steffen und ich beim Hetzner Summit 2026 in Falkenstein. 😊

Dort haben wir hoffentlich auch Gelegenheit, mit Hetzner-Mitarbeitern über solche Fragen ins Gespräch zu kommen:

Wie sieht man dort das Thema digitale Souveränität?
Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit deutsche und europäische Rechenzentrumsanbieter weiter wachsen können?
Und wo liegen aus Sicht der Praxis derzeit die größten Hürden?

Vielleicht nehmen wir diese Fragen einfach mit nach Falkenstein. 😉

Den vollständigen Beitrag von Steffen findet ihr im zitierten Post.

#DigitaleSouveränität #Hetzner #Rechenzentren #Infrastruktur #Fediverse
RE: friendica-deutschland.de/objects/…

Steffen 🦉🇪🇺 @steffen friendica-deutschland.de

Digitale Souveränität – aber mit Rechenzentren aus dem Ausland?

Deutschland will digital souveräner werden.

Wir sollen unabhängiger von amerikanischen Cloud-Anbietern und außereuropäischen Technologien werden. Eigene Rechenkapazitäten, leistungsfähige Rechenzentren und eine starke europäische IT-Infrastruktur gelten inzwischen selbst politisch als entscheidende Voraussetzungen für wirtschaftliche und technologische Eigenständigkeit.

Und dann hören wir:

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen rund 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Ein bedeutender Teil dieser Investitionen soll in moderne Rechenzentren und digitale Infrastruktur fließen.

Die Bundesregierung begrüßt das.

Natürlich kann man sich darüber freuen, wenn ausländisches Kapital nach Deutschland kommt. Natürlich entstehen dadurch Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität.

Aber ist das wirklich die entscheidende Frage?

Für mich lautet die entscheidende Frage:

Wie ernst meinen wir es eigentlich mit der digitalen Souveränität?

Rechenzentren sind längst keine beliebigen Gewerbeimmobilien mehr.

Sie sind ein Teil der strategischen Infrastruktur eines modernen Staates.

Dort läuft die Cloud.
Dort werden Daten verarbeitet.
Dort entstehen KI-Anwendungen.
Dort befinden sich wesentliche technische Grundlagen für Unternehmen, Verwaltung, Forschung und Kommunikation.

Rechenleistung ist heute ein Produktionsfaktor.

Wer über diese Infrastruktur verfügt, verfügt damit über einen wesentlichen Bestandteil zukünftiger wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.

Und ausgerechnet jetzt verfügt Deutschland über ein kreditfinanziertes Sondervermögen in einer Größenordnung von 500 Milliarden Euro.

Schulden, die letztlich von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes getragen werden müssen.

Wenn wir schon derartige Summen aufnehmen, stellt sich für mich eine ganz einfache Frage:

Warum investieren wir nicht selbst viel stärker in genau jene Infrastruktur, von der unsere zukünftige technologische Unabhängigkeit abhängt?

Warum schafft Deutschland nicht ein Umfeld, in dem deutsche und europäische Unternehmen Rechenkapazitäten in großem Umfang aufbauen können?

Denn die Kompetenz dafür existiert längst.

Nehmen wir beispielsweise @hetzner@mastodon.hetzner.social

Das deutsche Unternehmen entwickelt und betreibt seit vielen Jahren eigene Rechenzentrumsinfrastruktur. In Falkenstein im Vogtland und in Nürnberg entstanden große Datacenter-Parks, die vom Unternehmen selbst geplant und aufgebaut wurden.

Hetzner gehört heute zu den großen europäischen Hosting- und Rechenzentrumsanbietern.

Also fehlt es Deutschland offensichtlich nicht grundsätzlich am technischen Wissen.

Was fehlt, sind offenbar andere Voraussetzungen.

Ausreichende und planbare Energieversorgung.

Flächen.

Netzanbindungen.

Investitionsmöglichkeiten.

Planungssicherheit.

Und möglicherweise vor allem eine politische Strategie, die digitale Infrastruktur tatsächlich als Kerninfrastruktur betrachtet.

Stattdessen erleben wir einen merkwürdigen Widerspruch:

Auf der einen Seite wird erklärt, Deutschland müsse digital unabhängiger werden.

Auf der anderen Seite freuen wir uns, wenn ausländische Staaten beziehungsweise deren Investoren Milliarden bereitstellen, um genau jene Infrastruktur bei uns aufzubauen, die wir für diese Unabhängigkeit benötigen.

Das passt für mich nicht zusammen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen:

Das Problem sind nicht die Vereinigten Arabischen Emirate.

Ganz im Gegenteil.

Wenn dort erkannt wird, dass Rechenzentren, Energie und digitale Infrastruktur strategische Zukunftsinvestitionen sind, dann handeln die Verantwortlichen aus ihrer Perspektive vollkommen nachvollziehbar.

Die Frage ist vielmehr:

Warum erkennen wir diese strategische Bedeutung nicht selbst in derselben Konsequenz?

Warum fördern wir nicht gezielt den Ausbau deutscher und europäischer Anbieter?

Warum helfen wir Unternehmen wie Hetzner nicht dabei, ihre Infrastruktur in Deutschland und Europa massiv auszubauen?

Warum verwenden wir öffentliche Investitionsmittel nicht viel stärker dafür, langfristig eigene technologische Stärke aufzubauen?

Bei Infrastruktur dieser Bedeutung dürfen wir nicht nur fragen:

Wie viele Arbeitsplätze entstehen?

Wir müssen auch fragen:

Wer finanziert die Infrastruktur?
Wer besitzt sie?
Wer betreibt sie?
Wer kontrolliert sie?
Wo verbleibt das technische Wissen?
Und wo verbleibt langfristig die Wertschöpfung?

Digitale Souveränität entsteht nicht dadurch, dass Rechenzentren lediglich geografisch in Deutschland stehen.

Sie entsteht dann, wenn wir auch die Fähigkeit besitzen, die zugrunde liegende Infrastruktur selbst aufzubauen, zu betreiben, weiterzuentwickeln und zu finanzieren.

Vielleicht sollten wir deshalb bei der Nachricht über die Milliardeninvestitionen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht nur jubeln.

Vielleicht sollten wir sie auch als Warnsignal verstehen.

Denn wenn andere Staaten erkannt haben, dass sich Investitionen in unsere digitale Infrastruktur langfristig lohnen, sollten wir uns dringend fragen:

Warum investieren wir nicht selbst viel entschlossener in unsere eigene digitale Zukunft?

Aljoscha Rittner (beandev) @beandev social.tchncs.de

Gestern fragte ich mich ein älterer Herr, wie er denn ein Ticket im Bus kaufen könnte. Also per Barzahlung.

Nun ja, das geht gar nicht mehr in Leipzig (seit Mitte 2025). Man kann in Bussen nur bargeldlos Tickets kaufen.

Die Stadt verweist auf 100 Ticketautomaten im Stadtgebiet.

Nun ja, hier an den Bushaltestellen gibt es keine Automaten. Im gesamten Quartier nicht.

Der ältere Mann, bestimmt deutlich über 80, lebt im Altenheim hier, müsste also mehrere Kilometer laufen, um Tickets bar zu kaufen (siehe Karte zu Nordost).

Update im Thread zu einem neuen Artikel der Netzwelt zu einer EU Vorlage zur Stärkung von Bargeld.

Man sieht einen Ausschnitt von Leipzig. Es ist Nordost, also primär Thekla, Teile von Mockau und Schönefeld. Man sieht nur zwei Servicepunkte am Rand die vom Zentrum von Nordost mehrere Kilometer entfernt sind.
samvie @samvie chaos.social

RE: social.osb-alliance.de/@OSBA/…

Die öffentliche Vergabe ist einer der zentralsten Hebel die wir als Gesellschaft haben, um notwendige Veränderungen in unsere IT #Infrastruktur herzustellen.

Mehrere Millionen Euro jährlich für Lizenzkosten von closed Software sind insbesondere bei Einsparungen im öffentlichen Haushalt absolut unverantwortlich.

opensource publicprocurement dighum digitalesouveranitat
Open Source Business Alliance @OSBA@social.osb-alliance.de Darf sich eine Behörde bei einer Aussschreibung schon auf Open Source festlegen? Ja, sagt ein Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages! 🚀

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